Super League
Nach Basel-Pleite gegen St. Gallen: FC Zürich und YB machen Boden gut

Meister YB und der FC Zürich können am 13. Spieltag der Super League den Abstand auf Leader Basel verkürzen. Die Zürcher kommen in Genf zum Sieg, die Young Boys schaffen gegen GC das Remis. Dabei verliert YB Christian Fassnacht, der nach einem Zusammenprall ins Krankenhaus geliefert wurde.

Pascal Kuba
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Hängende Köpfe bei Servette nach der vierten 1:2-Niederlage in Serie.

Hängende Köpfe bei Servette nach der vierten 1:2-Niederlage in Serie.

Freshfocus / Bastien Gallay

Der Fussball kann bekanntlich ein ungerechter Sport sein. Das musste am Sonntagnachmittag auch Servette zum wiederholten Male erfahren. Obwohl die Genfer über weite Teile der Partie gegen den FC Zürich spielbestimmend waren, resultierte am Ende die vierte 1:2-Niederlage in Serie. Auf der anderen Seite ist der FC Zürich nach dem Sieg wieder einen Punkt an Leader Basel dran. Der FCB verlor mit 0:1 gegen St. Gallen. Auch der BSC YB konnte mit einem Ausgleichtreffer in der Nachspielzeit gegen die Zürcher Grasshoppers den Ausrutscher von Patrick Rahmens Team nutzen.

Servette mit Chancen, Zürich mit Toren

In einer intensiven Startphase waren es zuerst die Genfer, die für die Musik sorgten. Die «Grenats» gingen entschlossen in die Zweikämpfe und kamen durch Miroslav Stevanovic zur ersten Chance des Spiels. Dann die grosse Chance auf die Führung: Nach einem Abpraller von FCZ-Keeper Yanick Brecher reagierte Alex Schalk gedankenschnell, köpfelte den Ball aber am Tor vorbei. Im Gegenzug war es aber der FC Zürich, der den ersten Treffer des Spiels erzielte. Nach einem herrlichen Zuspiel von Antonio Marchesano lief Assan Ceesay Servettes Rouiller davon und schob den Ball frech zwischen den Beinen von Jérémy Frick zum 1:0 ein. Der Führungstreffer war bereits das zehnte Tor des Gambiers in der Super League.

Nicht zu stoppen: Assan Ceesay erzielt gegen die Genfer sein zehntes Saisontor.

Nicht zu stoppen: Assan Ceesay erzielt gegen die Genfer sein zehntes Saisontor.

Freshfocus / Bastien Gallay

In der Folge liess sich Servette etwas verunsichern, kam aber durch Stevanovic zur nächsten Chance. Kastriot Imeri flankte auf den Kopf des Angreifers, der den Ball an die Lattenunterkante lenkte, von wo aus das Spielgerät die Torlinie gerade noch streifte. Die Mannschaft von Alain Geiger reklamierte, bekam den Treffer aber nicht zugesprochen. Und das Glück war weiterhin nicht auf ihrer Seite: Nach einem Traumtor durch Innenverteidiger Hekuran Kryeziu per Freistoss lagen die Genfer vor der Halbzeit trotz einer ansprechenden Leistung mit zwei Toren zurück.

Imeris Anschlusstreffer für Genf zu wenig

In der zweiten Halbzeit suchte Servette wieder das Tor und wurde in der 66. Minute durch Imeri für den Einsatz belohnt. Dieser leitete seinen Treffer selbst ein. Der Offensivspieler setzte sich auf der linken Seite durch, spielte einen Doppelpass und zog kompromisslos in die nahe Ecke ab. Brecher war beim Gegentreffer ohne Chance.

Nach einer starken Aktion schiesst Kastriot Imeri den Anschlusstreffer für die Genfer.

Nach einer starken Aktion schiesst Kastriot Imeri den Anschlusstreffer für die Genfer.

Freshfocus / Bastien Gallay

Danach kam Servette so richtig in Schwung. Die Zürcher igelten sich hinten ein, waren defensiv aber alles andere als stabil. Die Genfer stürmten, schafften es aber nicht, den Ausgleich zu erzielen. Die letzte Aktion gehörte dann dem formstarken Ceesay, der allein aufs Tor zulief, die Chance auf die Vorentscheidung aber kläglich vergab.

YB verliert gegen GC Fassnacht

Im Zürcher Letzigrund kamen die Berner Young Boys gegen die Grasshoppers zwar zu einem Punkt, verloren aber schon früh in der Partie mit Christian Fassnacht einen Leistungsträger der Mannschaft. Der Mittelfeldspieler prallte in einem Kopfballduell mit GC-Verteidiger Toti zusammen und musste ins Spital gebracht werden. Nach ersten Untersuchen zufolge zog er sich einen Bruch des Schläfenbeins und eine Gehirnerschütterung zu. Zudem ist das Gehör auf der rechten Seite derzeit stark eingeschränkt. Der 27-Jährige wird zwecks weiterer Abklärungen und zur Überwachung voraussichtlich noch bis am Montag im Spital bleiben müssen. Wie lange Fassnacht ausfallen wird, ist unklar.

Siebatcheu mit dem Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Siebatcheu mit dem Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Michael Buholzer / KEYSTONE

Im Spiel war der Tabellennachbarn brachte Allan Arigoni GC in Führung, bevor Jordan Siebatcheu in der dritten Minute der Nachspielzeit die vierte Niederlage in Serie für David Wagners Team verhinderte. In der Tabelle steht YB nun fünf Punkte hinter Basel auf Platz drei und drei hinter dem FCZ. GC fällt nach Luganos Sieg auf Rang Fünf zurück.

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