Unihockey

Zwei Routiniers und ein Youngster besorgen die Tore zum Break für Wiler-Ersigen gegen den Meister

Jubel bei Wiler-Ersigen. Sie schlagen Meister Köniz auswärts mit 10:5.

Jubel bei Wiler-Ersigen. Sie schlagen Meister Köniz auswärts mit 10:5.

Wiler-Ersigen schafft im Playoff-Halbfinal das Break, siegt bei Meister Floorball Köniz verdient mit 10:5 und will dieses Break bereits am Sonntag in Spiel 3 mit dem Heimspiel in Kirchberg bestätigen (Spielbeginn in der Grossmatt ist 17.30). Lehtinen und Bürki mit je 3 Toren und ein starker Matthias Hofbauer ebneten den Weg zum Erfolg und der 2:0-Führung in der Halbfinal-Serie.

Im ersten Halbfinalspiel hatte der SVWE den Sieg vor allem mir einer kontrollierten und kompakten Defensivleistung über 40 Minuten überzeugt und von der 4:0-Führung gezehrt. Diesmal war die Abwehrleistung um einiges weniger konsequent und die Könizer Paradeformation durfte schon bis zur 24. Minute drei Tore bejubeln. Der Haken an der Sache für den Meister:

Er agierte selber noch um einiges schwächer in der Defensive und musste beim Blick auf die Anzeigetafel in der 37 Minute auch noch das Resultat in dieser Form - 3:7 – zur Kenntnis nehmen. Der Zeitpunkt auch, als Natigoalie Patrick Eder seinem Ersatz Haldemann Platz machen musste. Wie schon in Spiel 1 konnte Eder die zahlreichen Fehler seiner Vorderleute nicht genügend ausbügeln und musste mit einer für ihn deprimierenden Savequote von unter 50 Prozent vom Feld.


Diesmal Lehtinen, Hofbauer und Bürki

Auf der Gegenseite konnten sich diesmal die SVWE-Routiniers in Szene setzten. Lehtinen erzielte gleich drei der ersten sieben Tore und unterstrich einmal mehr, dass er einer der meistunterschätzen Ausländer der Liga ist.

Der Finne, welcher 10 Spiele wegen Rückenproblemen verpasst hatte, ist sicherlich keine Laufmaschine aber ein exzellenter Skorer, welcher im Schnitt bei 1.5 Punkten pro Spiel steht. Lehtinen profitierte auch davon, dass nun auch Matthias Hofbauer in den Playoffs angekommen ist. Die Wiler Legende hatte aus privaten Gründen die ersten beiden Playoff-Spiele gegen Uster verpasst und stand bis gestern erst bei zwei Assists.

Doch mit dem ersten Playoff-Treffer, dem 2:1 in der 15. Minute, war der Playoff-Motor auch beim Altmeister angelassen und seine Linie sorgte für die Differenz gegen die viel unausgeglicheneren Könizer. Beim Meister konnte erneut nur die Doza-Linie für Gefahr sorgen.
Beim SVWE spielte es dagegen keine Rolle, dass die nominell gefährlichste Linie um den bisherigen Playoff-Topskorer und Captain Väänänen, Mutter und Rentsch ohne Torerfolg blieb und Joker Deny Känzig diesmal gar nicht erst eingewechselt wurde. Es standen eben noch andere bereit.

Zum Beispiel Nativerteidiger Jan Bürki. Wie Lehtinen erzielte das immer noch erst 19jährige Eigengewächs drei Tore, erstaunlich und höchst bemerkenswert für einen Verteidiger. Und da auch Krähenbühl und Louis weiter ihren Playoff-Lauf fortführen, kann der SVWE mit einer 2:0-Führung, dazu mit viel Selbstvertrauen und einem guten Gefühl über das ganze Team hinweg in das dritte Spiel vom Sonntag steigen.

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