Als «nervenaufreibend» beschreibt HV-Olten-Coach Hanspeter Arnold das Hinspiel gegen den HSC Kreuzlingen vom vergangenen Samstag: «Mit einigen Sachen bin ich sehr zufrieden, mit gewissen Dingen dagegen überhaupt nicht», kommentiert er die 25:26-Heimniederlage. So hätte etwa die Chancenverwertung noch etwas besser sein können, «und bei der Deckung liegt sicher auch noch etwas drin».

Im ersten Duell um den Aufstieg in die Nationalliga B begegneten sich die beiden Klubs absolut auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit lagen die Thurgauer mehrheitlich vorne, den Oltnern gelang aber kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich zum 13:13. Nach dem Seitenwechsel lag Arnolds Team zwischenzeitlich mit drei Toren vorne (17:14).

Am Ende hatte der Favorit Kreuzlingen – in dieser Saison noch ungeschlagen – ein Tor mehr auf dem Konto. «Wir haben sehr viel richtig gemacht. Es waren kleine Details, an denen wir diese Woche im Training noch geschraubt haben», sagt Arnold. «Ich hoffe, dass sich das auszahlen wird im Rückspiel.»

Ein grosser Anhang reist mit

An der Ausgangslage hat sich wenig verändert. Der HV Olten braucht heute einen Sieg mit zwei Toren Unterschied, um den Aufstieg zu schaffen. Je nach dem, wie torreich die Affiche verläuft, reicht sogar ein Tor Differenz. «Es ist alles offen», sagt der Trainer. Arnold erwartet einen ähnlichen Match wie am vergangenen Samstag. Also wiederum auf Messers Schneide.

Die Favoritenrolle sieht er weiterhin beim Gegner: «Da steckt Geld drin beim HSC Kreuzlingen. Ich denke, dass ein paar NLB-Teams Mühe hätten gegen sie. Wir konnten dies mit unserer jungen und talentierten Mannschaft aber ausgleichen.»

Laut war es am vergangenen Samstag in der Oltner Giroud-Halle. Die rund 500 Zuschauer machten mächtig Stimmung. «Die Atmosphäre war super», so Arnold. «Zwischendurch hat man kein Wort mehr verstanden, es ging drunter und drüber.» In der Turnhalle Egelsee in Kreuzlingen wird der Zuschaueraufmarsch wohl noch grösser sein. Ein Fancar begleitet das HVO-Team in die Ostschweiz. Insgesamt werden wohl an die 100 Fans vor Ort sein. «Die Vorfreude auf das zweite Endspiel vor wahrscheinlich noch mehr Leuten ist riesig bei meinen Spielern», sagt Arnold. «Die Stimmung ist sehr zuversichtlich.»