Konstanz ist ein wichtiger Faktor im Sport. Dabei handelt es sich natürlich nicht um die grösste Stadt am Bodensee, sondern um die Eigenschaft der Beständigkeit. Denn die Fähigkeit, in jedem Spiel seine Möglichkeiten auszuschöpfen, eben jene Konstanz, sorgt in den meisten Fällen Ende Saison für eine gute Platzierung.

Ein Blick auf die bisherigen Resultate sowohl des TV Solothurn wie auch der Jungkadetten genügt, um festzustellen, dass beide Teams diese Konstanz in der laufenden Spielzeit nicht erreichen konnten.

Unterschiedliche Ausgangslagen

Die Gründe dafür sind jedoch mannigfaltig. Bei den Solothurnern scheinen die wechselhaften Leistungen tatsächlich mit Formschwankungen zu tun zu haben. Mut macht dabei die Tatsachen, dass sich die Truppe von Trainer Marco Kurth in den letzten Spielen gefangen hat. Mit einem Kantersieg gegen Lokalrivalen Biel und einer denkbar knappen Niederlage gegen den Tabellenzweiten Stäfa nach starker Leistung zeigt die Formkurve des TVS nach oben.

Dass die Kadetten Espoirs nicht so recht auf Touren kommen, zumindest resultatmässig, hat aber andere Gründe und sind meist abhängig vom Spielplan – dem Spielplan des NLA-Teams der Kadetten Schaffhausen. Hat das Fanionteam in der höchsten Liga spielfrei, trumpfen die Jungkadetten jeweils gross auf.

Spielen beide Schaffhauser Teams am gleichen Wochenende, kommt es öfters auch vor, dass das Farmteam in der NLB sogar gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion verliert.

Gegner vermutlich in Bestbesetzung

Als Farmteam und Ausbildungspool für die erste Equipe in der NLA spielen die meisten Spieler des NLB-Teams in beiden Mannschaften. Teilweise können die Jungkadetten so in der zweithöchsten Liga mit einer Truppe antreten, die sogar in der höchsten Liga spielen könnte. Vor allem in der Vorrunde sammelten die Ostschweizer so enorm viele Punkte und grüssten zeitweise sogar vom Ligapodest.

In der Rückrunde hingegen verloren sie vier von sechs Spielen. Die zwei Siege gelangen gegen die zwei Letztplatzierten, Emmen und Altdorf, und dies jeweils lediglich mit einem Tor Differenz.

Dennoch dürfte es für den TV Solothurn kein leichtes Spiel geben. Gegen die Schaffhauser taten sich die Ambassadoren noch immer schwer. Im Direktvergleich der letzten drei Saisons liegt der TVS mit 1:5 hinten. Es braucht eine Glanzleistung wie gegen Biel, um sich weitere zwei Punkte in Richtung Ligaerhalt zu sichern.

Ein leichtes Unterfangen wird dies nicht. Denn der Spielplan ist nicht auf Seiten der Solothurner – das NLA-Team der Kadetten Schaffhausen spielt erst nächsten Donnerstag wieder. Die Jungkadetten werden also vermutlich in Bestbesetzung nach Solothurn reisen.