2.-Liga-regional

Wacker Grenchen scheiterte auch an der Hürde FC Bellach

Im Duell in der 2.-Liga-regional gewinnt der FC Bellach verdient mit 4:1 gegen Grenchen. Nicola Mühlhauser traf gleich dreimal für die Bellacher, wobei er zwei Tore vom Elfmeterpunkt aus verwertete. Das einzige Tor für Wacker schoss Thibault Bürki.

Mit dem ersten Sieg für Wacker hatte man sich das so vorgestellt wie mit dem Pärchen bayrischen Weisswürste, die im Stadionrestaurant Riedern serviert werden: Es dauert zwar etwas lange, bis man es endlich geniessen kann, dafür schmeckt besonders der Senf süss, den man dazugeben kann. Am Sonntag sah es zunächst ganz so aus, als ob endlich angerichtet worden wäre. Die Bellacher verloren in der eigenen Hälfte den Ball und nach einem Missverständnis der gesamten Defensivabteilung standen mit Thibault Bürki und Gentrid Rexhepi gleich zwei Grenchner alleine vor dem Tor. Bürki übernahm die Aufgabe und schob in der 13. Minute zum 1:0 ein.

Die Bellacher waren zwar deutlich mehr im Besitz des Balls, aber allzu viel Konstruktives gelang ihnen nicht. In der 32. Minute pfiff dann der Schiedsrichter einen Penalty, den sich die Grenchner wegen ihres ungeschickten Zweikampfverhaltens trotzdem selber zuzuschreiben hatten. Nicola Mülhauser verwertete sicher zum 1:1.

Zwei rote Karten

Noch viel ungeschickter war das rüde Einsteigen von Kevin Castelli im Mittelfeld in der 55. Minute. Da er schon verwarnt war, folgte der gelben die rote Karte und Wacker musste mit einem Mann weniger auskommen. Aber nicht nur bei den Grenchnern war ab diesem Moment irgendwie die Luft draussen, auch der Matchball gab seinen Geist auf. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel aber nicht, was dann David Affolter mit einem groben Foul an der Strafraumgrenze übernahm. Den neuen Ball legte sich Alban Xhema zurecht und schlenzte ihn in die weite tiefe Ecke zum 1:2 für Bellach. Wackers Goalie Nico Allemann dürfte in diesem Moment bereut haben, dass er keine Mauer gestellt hatte. Als sich dann Mülhauser noch mit einem Steilpass auf und davon machte und zum 1:3 einschob, war es definitiv vorbei mit dem Genuss des durchaus möglichen ersten Siegs für Wacker – auch nach der 9. Runde können sie den Senf nur zu den Weisswürsten dazugeben.

Nach einem Schlag mit der offenen Hand auf den Hinterkopf von Diego Rodrigues Paiva holte sich auch noch Aldin Gromilic eine rote Karte ab und Wacker musste mit neun Mann fertig spielen. Eigentlich sogar nur mit acht, denn Bürki stand nur noch streikend herum, um seinen Unmut zu demonstrieren.

Penalty als Schlusspunkt

Ein weiterer Penalty setzte dann mit dem 1:4 den Schlusspunkt eines wenig erfreulichen Spiels. «Es ist schon seltsam», meinte Bellachs Trainer Beat Martinetz. «Wir haben dreimal gut gespielt und verloren, aber jetzt wo wir eine schlechte Leistung gezeigt haben, gewinnen wir. Wir haben nur die Pflicht erfüllt, mehr war das heute nicht.»

Und der Sieg war verdient, weil Bellach ganz einfach mehr Qualität auf den Platz brachte. Wacker muss sich dagegen ärgern, eine gute Ausgangslage leichtfertig aus der Hand gegeben zu haben, denn das Spiel lief am Anfang ganz für die Grenchner. Wegen ihres undisziplinierten Auftretens konnte das Team von Gaudiero Pasqualino den guten Start aber nicht zu seinen Gunsten nutzen.

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