Volley Schönenwerd
«Schöni»-Captain Mirco Gerson nach Finaleinzug im Schweizer Cup: «Hoffe, dass wir noch mehr solche Siege feiern»

Volley Schönenwerd schlägt den Lausanne Université Club mit 3:2 und steht wie schon 2015 und 2021 im Schweizer Cupfinal. «Seit sechs, sieben Spielen zeigen wir richtig gutes Volleyball», freut sich Mirco Gerson über die gute Form in der entscheidenden Phase der Saison.

Raphael Wermelinger
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Captain Mirco Gerson (rechts) lässt sich von seinen Mitspielern für einen erfolgreichen Angriff feiern.

Captain Mirco Gerson (rechts) lässt sich von seinen Mitspielern für einen erfolgreichen Angriff feiern.

Patrick Lüthy

Dritter Erfolg im dritten Spiel innert Wochenfrist: Nach den Siegen in der Meisterschaft gegen Chênois am Dienstag (3:2) und Jona am Freitag (3:0), mit denen sie den zweiten Tabellenplatz in der NLA erobert hatten, setzten sich die Schönenwerder am Sonntag gegen Lausanne durch. Der erste Sieg gegen die Westschweizer im vierten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison ist ein ganz wichtiger: Er ebnet Volley Schönenwerd den Weg in den dritten Cupfinal in der Klubgeschichte – der zweite in Folge.

Keine Chance für Lausanne-Topskorer Daniel Ramirez Pita gegen den Schönenwerder Block mit Cyril Kolb, Rodrigo Leitzke und Jalen Penrose (von links).

Keine Chance für Lausanne-Topskorer Daniel Ramirez Pita gegen den Schönenwerder Block mit Cyril Kolb, Rodrigo Leitzke und Jalen Penrose (von links).

Patrick Lüthy

«Es war nicht die beste Leistung in dieser Woche, aber wir haben verdient gewonnen und stehen absolut zu Recht im Cupfinal», freute sich Schönenwerds Captain Mirco Gerson. «Hätten wir unser Spiel durchgezogen, dann hätten wir sie mit 3:0 weggehauen. Es lag an uns, dass sie zweimal wieder herankamen.»

Im Tiebreak plagten Diagonalangreifer Jalen Penrose, mit 23 Punkten der beste Skorer der Partie, Krämpfe. Drei Spiele in sechs Tagen seien kein Problem für das Team, winkte Gerson ab: «Uns bringt man erst vom Feld, wenn wir tot umfallen.»

Daniel Uruena mit einem Angriff durch die Mitte.

Daniel Uruena mit einem Angriff durch die Mitte.

Patrick Lüthy

Drittes Tiebreak im vierten Aufeinandertreffen

Lausanne bezwang am Samstag NLA-Spitzenreiter Amriswil. In den Cup-Halbfinal in der Betoncoupe Arena starteten die Gäste fahrig. Mit neun Fehlern (sieben am Service, zwei im Angriff) bescherten sie den Schönenwerdern einen lockeren ersten Satzgewinn. Lausanne steigerte sich im zweiten Satz, profitierte aber auch von mehreren Angriffsfehlern der Schönenwerder in Serie zum 8:13. Das Heimteam konnte noch einmal zum 20:20 ausgleichen, doch der Satz ging mit 25:23 an die Gäste.

Passeur Reto Giger mit dem Zuspiel für Mittelblocker Rodrigo Leitzke.

Passeur Reto Giger mit dem Zuspiel für Mittelblocker Rodrigo Leitzke.

Patrick Lüthy

Im dritten Satz trat Schönenwerd dominant auf. Mit 8 Punkten führte Penrose seine Mannschaft zum 25:18 und zur neuerlichen Satzführung. Auch in den vierten Durchgang starteten die Schönenwerder besser, wurden nach einer frühen 6:3-Führung aber nachlässig und sahen sich plötzlich mit fünf Punkten im Hintertreffen. Wie schon im zweiten kamen sie auch im vierten Satz wieder auf 20:20 heran. Die nächsten fünf Punkte gingen dann aber allesamt an Lausanne.

Schönenwerds Diagonalangreifer Jalen Penrose gegen den LUC-Zweierblock um Adrien Prevel und Georg Escher.

Schönenwerds Diagonalangreifer Jalen Penrose gegen den LUC-Zweierblock um Adrien Prevel und Georg Escher.

Patrick Lüthy

So musste im vierten Duell der beiden Klubs zum dritten Mal das Tiebreak entscheiden. Und diesmal lief endlich einmal alles für die Schönenwerder. Ein Punkt von Gerson, zwei erfolgreiche Angriffe von Penrose, ein Block von Cyril Kolb gegen Lausanne-Topskorer Daniel Ramirez Pita und zwei Fehler der Gäste – 6:1-Führung. Mit einem Ass stellte Mathis Jucker wenig später auf 12:4. Die letzten beiden Punkte zum 15:9 erzielte Cyril Kolb, der mit insgesamt 18 Punkten Schönenwerds zweitbester Skorer war.

Captain Mirco Gerson steuerte acht Punkte zum Sieg seines Teams bei.

Captain Mirco Gerson steuerte acht Punkte zum Sieg seines Teams bei.

Patrick Lüthy

Den 19-Jährigen hob Captain Mirco Gerson denn auch besonders hervor: «Es ist unglaublich, wie er nach der Verletzung von Nico Beeler die Eier auf den Tisch gelegt hat und in jedem Match eine Top-Leitung abliefert.»

Gerson fand auch für den Rest des Teams lobende Worte: «Seit sechs, sieben Spielen zeigen wir richtig gutes Volleyball. Nach der Ohrfeige im Europacup-Hinspiel gegen Tallinn ging ein Ruck durch unsere Mannschaft. Seither ist für uns jedes Spiel wie ein Final.» Der langjährige Beachvolleyball-Profi wird am 26. März zum ersten Mal im Cupfinal stehen.

«Ich freue mich nicht nur auf diesen Final, sondern auch auf meine ersten Playoffs», blickt Gerson voraus. «Ich hoffe, dass wir noch mehr solche Siege feiern. Mit 14 Mitspielern zu jubeln macht fast mehr Spass als beim Beachvolleyball nur zu zweit.»

Geschafft! Die Schönenwerder spielen am 26. März in Winterthur gegen Amriswil um den Pokal.

Geschafft! Die Schönenwerder spielen am 26. März in Winterthur gegen Amriswil um den Pokal.

Patrick Lüthy
Jubel nach dem letzten Punkt bei Rodrigo Leitzke, Mirco Gerson und Julian Fischer (von links).

Jubel nach dem letzten Punkt bei Rodrigo Leitzke, Mirco Gerson und Julian Fischer (von links).

Patrick Lüthy

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