Es wurde das sogenannte «Hockey5» gespielt: dreimal zehn Minuten auf einem kleinen Feld mit Banden. Zum Schweizer Kader zählten mit Dunja Härtsch, Sofia Thüring, Diana Hoxhaj und Torhüterin Hanna Studer vier Spielerinnen des HC Olten. Die Schweizerinnen starteten mit drei Siegen aus vier Spielen in die Gruppenphase. Die einzige Niederlage resultierte gegen die Polinnen. Im letzten Match ging es gegen Russland um den Einzug in die Halbfinals – als zweite Equipe hinter den schon qualifizierten Gastgeberinnen.

Die Schweiz, die einen Sieg benötigte, lag nach dem ersten Drittel mit 1:0 vorne. Im weiteren Verlauf der Partie drehten die Russinnen aber auf und lagen vier Minuten vor Schluss mit 3:1 in Führung. Die Entscheidung schien damit gefallen, die Schweizerinnen schafften aber tatsächlich noch die Wende. Sie verkürzten mit einem Penaltytreffer auf 2:3, zwei Minuten vor Schluss gelang der Ausgleich, und in der allerletzten Minute sorgte Captain Clara Kretschmar von Rotweiss Wettingen für den nicht mehr für möglich gehaltenen Einzug in die Halbfinals.

Dort wartete mit den Französinnen das beste Team der anderen Gruppe. Diesmal waren es die HCO-Spielerinnen, welche dem Match den Stempel aufdrückten. Bereits in der zweiten Minute erzielte Diana Hoxhaj das Führungstor. Im zweiten Drittel erhöhte sie auf 2:0, ehe die Französinnen mit einem raschen Doppelschlag wieder ausgleichen konnten. Es folgte der Auftritt von Oltens Aggressivleaderin Dunja Härtsch, die nach einer starken Einzelaktion zum 3:2 einschob. Im letzten Spielabschnitt doppelte Härtsch nach, am Ende zog die Schweiz dank eines 5:4-Erfolgs ins Endspiel ein, wo es zum Wiedersehen mit den Polinnen kam. Mit dem gleichen Ausgang wie in der Gruppenphase. Die Schweiz unterlag mit 1:3, durfte sich aber über den Gewinn der Silbermedaille freuen. (mgt)