Hornussen
Verletzte nach Verkehrsunfall: Deshalb spielte Recherswil-Kriegstetten nicht

Bei der Anreise zum NLA-Meisterschaftsspiel gegen Recherswil-Kriegstetten wurde die Mannschaft von Wasen-Lugenbach kurz von dem Eintreffen in Recherswil in einen Verkehrsunfall verwickelt.

Armin Leuenberger
Merken
Drucken
Teilen
Der Nouss blieb auf dem Bock.

Der Nouss blieb auf dem Bock.

Hans Ulrich Mülchi

Im Materialbus wurden drei Spieler der Emmentaler verletzt und mussten zur Abklärung hospitalisiert werden. Wegen diesem Vorfall wurde die Partie Recherswil-Kriegstetten gegen Wasen-Lugenbach verschoben. In der Zwischenzeit konnten die drei Spieler das Spital wieder verlassen.

Vor dem ausgefallenen Spiel am Samstag lagen die Solothurner Hornusser von Recherswil-Kriegstetten dank einem vorgezogenen Spiel an der Spitze der Nationalliga A.

Nach dem Ausfall der Begegnung gegen Wasen-Lugenbach stehen sie nun hinter Leader und Rekordmeister Wäseli und Bern-Beundenfeld auf Rang drei und sind laut Präsident Anton Schmid weiterhin auf Kurs.

Das begehrter Trinkhorn

Dieser hat nämlich zum Saisonbeginn die Ziele für die A-Mannschaft hoch gesetzt. «Wir wollen einen Podestplatz in der Meisterschaft und am ‹Eidgenössischen› in Limpach im kommenden August ein Trinkhorn gewinnen».

Nach dem traditionellen Trainingslager im Tessin hat Spielführer Michael Spichiger ein 20 Mann starkes Kader für die A-Mannschaft gebildet. Neu dazu ist auf diese Saison der ehemalige Recherswiler Junghornusser Silvan Wyss, der aus Arch zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist.

Fabian Christen, ebenfalls ein eigener Nachwuchshornusser, hat aus der B-Mannschaft den Aufstieg ins Fanionteam geschafft. Abgänge hatte man dagegen keine zu beklagen. «So haben wir etwas mehr Luft im Falle einer Verletzung oder sonst einer Verhinderung eines Spielers» sagt Spielführer Spichiger.

Mehr Freiheiten

Nachdem man zuerst mit einer Spielergemeinschaft operiert hat, folgte Anfang 2012 die definitive Fusion. Von diesem Schritt profitierend, gelang es dem neuen Verein auf Anhieb, den ersten Schweizer-Meister-Titel zu erobern.

Danach folgte im vergangenen Jahr eine Saison mit einigen Nummern und damit letztlich nur der siebte Schlussrang in der Meisterschaft. Man hat nun für die diesjährige Saisonvorbereitung im Training einiges geändert.

Das sture Donnerstagtraining wurde auf eine freiwillige Basis gestellt, dafür hat man die Möglichkeit geschaffen, täglich zu trainieren. «Das hat sich bewährt, sind doch in der Regel nie weniger als ein halbes Dutzend Leute auf dem Platz», sagte Präsident Anton Schmid.

Hochspannung im Solothurner Duell

Von den bisher sechs Siegen in der Meisterschaft war das Solothurner Duell gegen Gerlafingen-Zielebach an Spannung kaum zu überbieten. Am Schluss trennte nur gerade ein Punkt die beiden Wasserämter Mannschaften.

Recherswil-Kriegstetten siegte mit 1282:1281. Neben der Meisterschaft streben die Solothurner aber noch ein weiteres grosses Ziel an, das «Eidgenössische» am letzten August- Wochenende im Limpachtal. «Hier wollen wir unbedingt eines der begehrten Trinkhörner abholen», sagt Spielführer und Sportchef Michael Spichiger.