Seit gestern rollt der Ball in der höchsten Regionalliga wieder. Im vorgezogenen Spiel des ersten Spieltages empfing der FC Subingen, der Absteiger aus der 2. Liga inter, mit dem SC Fulenbach den letztjährigen Dritten der Zweitliga. Subingen setzte sich auf dem heimischen Affolter gleich mit 4:0 durch. Die vier weiteren Spiele der Startrunde finden heute Abend statt. Die beiden Neulinge aus der Drittliga müssen auswärts ran. Der FC Klus/Balsthal beim FC Härkingen, der FC Oensingen gastiert beim FC Iliria.

Der FC Wangen bei Olten trifft in seinem ersten Zweitliga-Spiel seit über zwanzig Jahren daheim auf der Chrüzmatt auf den FC Bellach. Die vierte Affiche heisst FC Lommiswil gegen FC Mümliswil. Zum Auftakt in die englische Woche lassen wir uns auf die Äste hinaus und wagen eine Prognose zur Saison 2019/20. Mit Unterstützung der beiden Trainer Bruno Büttiker und Fabian Käch, die im Juni nach acht Jahren als Trainer bei ihrem jeweiligen Klub zurücktraten.

Subingen, Iliria und Biberist auf dem Podest

Vor einem Jahr hätte es sich gelohnt, Geld einzusetzen. Vier der zwölf Tipps waren Volltreffer: Grenchen auf dem Spitzenplatz, dazu der SC Blustavia auf Rang neun sowie die Schlusslichter HNK Croatia (11.) und FC Olten II (12.). Bei drei weiteren Klubs lagen wir nur um einen Platz daneben. Entschuldigen müssen wir uns beim FC Härkingen, den wir komplett unterschätzen und nur auf dem zehnten Platz vermuteten; der fünfte schaute heraus.

Einen Treffer können wir mit der neuen Prognose sicher verbuchen: Der FC Dulliken hat sein Team zurückgezogen und steigt freiwillig in die 3. Liga ab. Auf den Thron setzen wir den FC Subingen. Die Wasserämter zeigten in der 2. Liga inter eine gute Rückrunde. Das Team ist gefestigt, eingespielt, routiniert und aufgrund der Mutationen nicht schlechter geworden. Wir rechnen damit, dass der FC Iliria Subingens grösster Widersacher sein wird. Der dritte Platz geht an den FC Biberist. «Subingen und Iliria spielen um den Titel, dahinter kommt wohl Biberist», unterstützt der langjährige Härkingen-Trainer Bruno Büttiker diese Einschätzung.

«Seinen» FC Härkingen erwartet er im Clinch mit Fulenbach, Mümliswil und Bellach um die Plätze vier bis sieben. Auch den Aufsteigern Klus/Balsthal und Oensingen traut er einiges zu. Am wenigsten Kredit gibt Büttiker dem FC Wangen bei Olten. «Von dem, was man so hört», erklärt er. «Auch der FC Lommiswil wird sich wohl nach hinten orientieren müssen.»

Fabian Käch, der bis im Juni Trainer des FC Lommiswil war, konnte sich auf drei Plätze sehr rasch festlegen: der FC Iliria vor dem FC Subingen auf eins und zwei sowie Wangen bei Olten auf elf. «Dazwischen wird es richtig eng», sagt er. Käch sieht Fulenbach, Oensingen, Mümliswil und Biberist in dieser Reihenfolge ebenfalls in der ersten Ranglistenhälfte. Den Ex-Klub Lommiswil tippt er auf den achten Platz.

Ungewohnte Torschützen bei Fulenbach erwartet

Wir glauben ebenfalls, dass es für den FC Lommiswil eine schwierige dritte Saison in der 2. Liga wird. Ein Platz über dem Strich sollte aber rausschauen. Wahrscheinlicher ist Wangens dritter Abstieg in vier Jahren. Es wird eine Herkulesaufgabe für Trainer Bozo Predojevic, dem vorwiegend Spieler zur Verfügung stehen, die vergangene Saison in der 3. Liga oder im Nachwuchs spielten. Erschwerend kommt dazu, dass die beiden Aufsteiger aus der 3. Liga, im Gegensatz zu Croatia und Oltens «Zwöi» im Vorjahr, konkurrenzfähig sein werden.

Ungewohnte Turbulenzen erwarten wir beim SC Fulenbach. Weil die Abgänge des letztjährigen Liga-Torschützenkönigs Dzenis Poljak (neu beim FC Grechen) und des langjährigen Abwehrchefs Kevin Lenz (Rücktritt) nicht kompensiert werden können, fällt die Mannschaft von Trainer Alain Roussel nach fünf Saisons aus der Top 3 der 2. Liga.