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TV Solothurn verliert das Schützenfest gegen die Kadetten Espoirs

Der Solothurner Angriff (im Bild Lars Hofer) war stark, derjenige von Schaffhausen jedoch noch stärker.

Der Solothurner Angriff (im Bild Lars Hofer) war stark, derjenige von Schaffhausen jedoch noch stärker.

Im dritten Saisonspiel muss der TVS zum ersten Mal als Verlierer vom Platz. Gegen die Kadetten Espoirs verlieren die Aarestädter mit 34:37. In einem schnellen Spiel, das quasi ohne Abwehrreihen stattfand, waren die Schaffhauser in den entscheidenden Momenten kaltblütiger.

Der Handballsport ist in den letzten 15 Jahren enorm schneller geworden. In der Spielanlage vieler Mannschaften ist ein hohes Tempo ein prägendes Element. Und auch das Regelwerk hat sich in den 2000er-Jahren dahingehend geändert, dass ein schnelles Spiel gefördert wird. Das sorgt für mehr Tore und macht den Sport insgesamt spektakulärer.

Seit Jahren ist der TV Solothurn diese Entwicklung mitgegangen und gehörte in der Liga jeweils zu den agilsten Teams. Nur wenige Gegner spielen einen ähnlich hohen Rhythmus. Eine Mannschaft, die das Solothurner Tempo-Spiel mitgehen kann, ist Kadetten Schaffhausen. Und da die Jungtalente des Schweizer Meisters zudem im Abschluss abgeklärter agierten als der TVS, gelang es den Gästen, den agilen Solothurnern den Zahn zu ziehen.

Timeouts brechen den Rhythmus des Gegners

Dabei hatte die Partie für die Gastgeber nicht einmal schlecht begonnen. Im Gegensatz zu den bisherigen Spielen waren die Solothurner von Beginn weg bereit und legten jeweils ein Tor vor. Erst nach rund zehn Minuten hatte der Angriff des Heimteams zum ersten Mal eine kleine Baisse, welche die Ostschweizer umgehend ausnützten und auf vier Tore davonzogen (5:9). Dies veranlasste den TVS-Trainer Jürg Lüthi, sein erstes Timeout zu beziehen.

Die Solothurner rund um Dylan Brandt verlieren ihr erstes Spiel in dieser Saison.

Die Solothurner rund um Dylan Brandt verlieren ihr erstes Spiel in dieser Saison.

Dies schien seiner Truppe gut zu tun, denn in der Folge machten seine Mannen den Rückstand Schritt um Schritt wett, bis sie in der 23. Minute wieder bis auf ein Tor am Gegner dran waren. Das wiederum vermochte dem anderen Trainer namens Lüthi nicht zu gefallen, worauf dieser eine Auszeit beantragte. Auch die Gäste konnten sich danach wieder fangen und führten zur Pause mit zwei Längen Vorsprung (16:18).

Kadetten bleiben am Schluss abgeklärt

Nach dem Pausentee gelang es den Solothurnern, das Momentum wieder auf ihre Seite zu ziehen. Die Abwehr stand etwas stabiler als noch vor dem Seitenwechsel und als Zildzic in der 34. Minute zum 19:19 einnetzte, war der TV Solothurn gar psychologisch im Vorteil. Doch just in dieser Phase folgte eine wahre Fehlschuss-Orgie. Gleich fünf Angriffe hintereinander erzielte das Heimteam keinen Treffer, und dies in einer Situation, in der man den Gegner für seine Fehler hätte bestrafen können.

So aber brach die 49. Minute an und der TVS sah sich erneut um vier Tore distanziert (25:29). Erneut sollte ein Timeout dafür sorgen, dass die Kadetten aus ihrem Spielfluss geworfen werden. Doch die junge Truppe des Meisters agierte in den Schlussminuten unerwartet routiniert und liess sich nicht von der Hektik anstecken. Im Gegenteil, mit ruhigen Angriffen warteten die Schaffhauser auf Lücken, die es an diesem Abend in der Solothurner Defensive zur Genüge hatte. Am Ende resultierte für den TV Solothurn mit 34:37 die erste Niederlage der Saison.

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