Swiss League
Verdienter Derbysieg: Der EHC Olten schlägt den SC Langenthal 2:0

Der EHC Olten kommt auswärts beim SC Langenthal vor 2119 Zuschauern bei ausgezeichneter Derbystimmung zu einem äusserst verdienten 2:0-Sieg. Die Oltner sind über weite Strecken hoch überlegen, können es aber kaum in Tore ummünzen. Bester Oltner: Torhüter Simon Rytz, die Torschützen: Dominic Forget und Lukas Lhotak.

Silvan Hartmann
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Die Entscheidung: Lukas Lhotak (links) schiesst den Empty Netter.

Die Entscheidung: Lukas Lhotak (links) schiesst den Empty Netter.

Marc Schumacher / freshfocus

40 Minuten lang dominiert der EHC Olten fast nach Belieben, wirbelt die Verteidigung des SC Langenthal mit allen vier Sturmlinien schwindlig, kreiert Chancen im Minutentakt, doch er schafft es nicht, diese Überlegenheit dem Spielverlauf entsprechend in Tore umzumünzen. Und so entwickelte sich das Derby, das nach zwei Dritteln eigentlich hätte entschieden sein müssen, zu einer Zitterpartie, zu einer Geduldsprobe, die schliesslich für den EHC Olten doch noch im Positiven endete. Auch weil das Team defensiv gut arbeitete, sehr stabil und überzeugend stand und Torhüter Simon Rytz, der zum besten Oltner des Spiels gewählt wurde, eine fehlerlose Leistung zeigte. 2:0 hiess es am Ende, worauf sich die Oltner Spieler von den zahlreich mitgereisten EHCO-Fans feiern lassen durften.

Schon ab dem ersten Einsatz gab der EHC Olten vor 2119 Zuschauern bei ausgezeichneter Derbystimmung den Takt vor: Lauffreudig und temporeich gestalteten die Powermäuse ihr Spiel und fielen vor allem auch im Spiel ohne Scheibe auf, indem sie aufsässige Störarbeit betrieben. Das zahlte sich nach fünf Minuten aus: Die unter Druck geratenen SCL-Verteidiger vertändelten hinter dem eigenen Tor die Scheibe, worauf sich Oltens Adam Hasani, allgemein der auffälligste Oltner Störenfried in der SCL-Defensive, die Scheibe schnappte, mit einem Buebetrickli versuchte erfolgreich zu sein, ehe Dominic Forget am richtigen Ort stand und den Abpraller verwertete.

Der EHC Olten rannte immer wieder vergeblich an.

Der EHC Olten rannte immer wieder vergeblich an.

Marc Schumacher / freshfocus

Auch in der Folge drückten die Oltner aufs Tempo, während Langenthal lediglich eine Handvoll nennenswerte Chancen verbuchte. Und setzten sich die Gastgeber mal gegen die konsequente Oltner Defensive durch, so hiess es stets Endstation Simon Rytz, der erstmals nach seinem National-League-Ausflug mit Langnau in Davos am Dienstag wieder im Tor des EHC Olten stand und eine überragende Leistung zeigte.

Nur: Die tadellose Leistung vermochte ein offensiv kreativer und furioser EHC Olten auch im zweiten Drittel nicht auf das Telegramm zu bringen. Und so kam es, dass der SC Langenthal im dritten Drittel plötzlich zur Stelle war und vermehrt den Anschlusstreffer suchte, während Olten allmählich abbaute und auf Verwaltung einer gefährlich knappen 1:0-Führung umschaltete. Dabei hatte Mosimann in der 54. Minute nach einem guten Rush und schnellen Beinen in einem Breakaway die grösste Oltner Chance der Schlussphase, das Spiel zu entscheiden, scheiterte aber haarscharf.

Erst als der SC Langenthal den ebenso starken Torhüter Pascal Caminada durch einen Feldspieler ersetzte, entschied der EHC Olten das Spiel endgültig: Nach einer Puckeroberung in der neutralen Zone zog Adam Hasani los, scheiterte aus spitzem Winkel am Pfosten, ehe Lukas Lhotak 33 Sekunden vor Ende der Partie für das längst überfällige 2:0 besorgt war und damit die drei Punkte definitiv ins Trockene brachte.

Leonardo Fuhrer scheitert an Torhüter Caminada.

Leonardo Fuhrer scheitert an Torhüter Caminada.

Marc Schumacher / freshfocus

Wieder erwischt es ihn: Hüsler sechs bis acht Wochen out

Personell gibt es beim EHC Olten trotz Sieg keine guten Neuigkeiten zu vermelden - weil es ihn schon wieder erwischt hat: Cédric Hüsler, der schon in der vergangenen Saison vom Verletzungspech verfolgt wurde und sich vor Weihnachten das Bein gebrochen hatte, verletzte sich am Freitagmorgen im Training am Unterkörper und wird sechs bis acht Wochen ausfallen. An seiner Stelle rutschte Jerome Portmann als 13. Stürmer in die vierte Linie und Cyril Oehen, bislang einer von vier Überzähligen im Team, kam seinerseits erstmals als 13. Stürmer zum Zuge.

Der EHC Olten verbringt den Sonntag mit fünf Siegen aus sechs Spielen als überzeugender Leader. Am Dienstag reisen die Powermäuse dann nach Sierre, worauf am Samstag gegen Thurgau das nächste Heimspiel ansteht.

Derbystimmung im Schoren: Zahlreiche EHCO-Fans unterstützen das Team in Langenthal.

Derbystimmung im Schoren: Zahlreiche EHCO-Fans unterstützen das Team in Langenthal.

Marc Schumacher / freshfocus

Telegramm

Langenthal – Olten 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Schoren. – 2119 Zuschauer. – SR Ströbel/Müller, Wermeille/Dreyfus. – Tore: 5. Forget (Hasani) 0:1. 60. (59:27) Lhotak (Hasani; ins leere Tor). – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Langenthal, 2-mal 2 Minuten gegen Olten.

Langenthal: Caminada (Stauffacher); Müller, Christen; Weber, Maret; Higgins, Pienitz; Aeschbach; Kämpf, Coffman, Bärtschi; Fuss, Kummer, Rüegsegger; Wyss, Kläy, Rehak; Dähler, Nyffeler, Leone.

Olten: Rytz (Matthys); Antonietti, Scheidegger; Lüthi, Schmuckli; Heughebaert, Weisskopf; Maurer; Horansky, Knelsen, Nunn; Hasani, Forget, Lhotak; Mosimann, Fuhrer, Wyss; Muller, Weder, Portmann; Oehen.

Bermerkungen: Olten ohne Hüsler (verletzt), Nater, Gurtner, Schwab (alle überzählig). Langenthal ohne Tschannen, Elo (beide verletzt).

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