Solothurner Cup

St. Peter wird zur Härkinger Festung

Die Härkinger jubeln ausgelassen.

Die Härkinger jubeln ausgelassen.

Der FC Härkingen gewinnt den Solothurner Cupfinal in Kestenholz gegen den FC Bellach mit 4:1. Es ist dies nach 2009 der zweite Cupsieg in der Vereinsgeschichte. Jan Büttiker mit einem Doppelpack, Kevin von Arx und Mario Stecher trafen für die Gäuer.

Es war lange Zeit nichts für Fussball-Feinschmecker, was der Tabellenvierte und -siebte der 2. Liga im Cupfinal 2015 boten. In der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Kampf prägte das Spiel. So musste Schiedsrichter Samuel Bohren bereits in den ersten zwanzig Minuten drei Gelbe Karten verteilen. Torchancen gab es praktisch keine. Je ein Eckball auf beiden Seiten, mehr Beschäftigung bekamen die Torhüter Christian Brönnimann (Härkingen) und Samuel Willi in der Startphase nicht.

Bitter für Bellachs Trainer Slobodan Banjalic: Nachdem er wegen Sperren schon auf die beiden Leistungsträger Alban Xhema und Berkin Sülüngöz verzichten musste, verletzten sich nun auch noch Yanik Marthaler (16.) und Igor Pavlovic (25.). Dadurch gingen für Bellach früh zwei Wechselmöglichkeiten flöten. Neu ins Spiel brachte Coach Banjalic Srecko Kovacevic und Kaan Durmaz.

In der 38. Minute kam es endlich zum ersten Aufreger. Härkingens Goalie Christian Brönnimann leistete sich eine kleine Unsicherheit und liess nach einer abgelesenen Flanke den Ball fallen. Er machte seinen Fehler aber sofort wieder gut, indem er den Schuss von Etienne Büschi parierte. Damit war die spannende Schlussphase der ersten Halbzeit eingeläutet.

Bann kurz nach Pause gebrochen

Keine Zeigerumdrehung später war Brönnimann wieder gefordert, als er von Lulezim Ismaili mit einem Flachschuss geprüft wurde. Danach kamen auch die Härkinger zu ihren ersten nennenswerten Offensivaktionen. In der 41. Minute hätte Andreas Oeggerli fast von einem fatalen Rückpass von Bellachs Verteidiger Nicola Belloni profitiert, der Captain der Gäuer brachte den Ball aber nicht im Tor unter.

Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter. Nur eine Minute nach dem Wiederanpfiff setzte Lukas Oeggerli seine mit vollem Risiko genommene Direktabnahme aus guter Position über die Querstange. Keine Zeigerumdrehung später tauchte auf der anderen Seite Bellachs Lulezim Ismaili vor Brönnimann auf, schob den Ball aber neben dem Pfosten vorbei. Es lief die entscheidende Phase des Spiels , das war deutlich spürbar.

Es passte denn auch zum Spielverlauf, dass das der Torbann nach einer Standardsituation gebrochen wurde. Härkingens Aussenverteidiger Manuel Nünlist schlug in der 47. Minute einen Freistoss genau auf Kevin von Arx, welcher den Ball gekonnt per Kopf in die entfernte Torecke ablenkte.

Nur noch der Anschlusstreffer

Bellach fand auf den Rückschlag lange keine Antwort und kassierte knapp zehn Minuten später das vorentscheidende 0:2. Goalie Samuel Willi konnte Lukas Oeggerlis Kopfball zwar noch abwehren, doch Jan Büttiker stand dort, wo ein Stürmer stehen muss und staubte ab. Und etwas weniger als eine Viertelstunde vor Schluss machte Härkingen den Sack zu. Mario Stecher, knapp zehn Minuten zuvor ins Spiel gekommen, schoss den Ball aus 16 Metern sehenswert in die untere Torecke.

Zwei Aufreger gab es aber noch bis zum Abpfiff: In der 87. sah Härkingens Verteidiger Daniel Pfluger nach einem Handspiel im Strafraum vom Unparteiischen des Feldes verwiesen. Den Penalty verwertete Abidin Arsllani für die Bellacher souverän zum 1:3. Spannung kam trotzdem keine mehr auf, zu sicher stand die Abwehr der Härkinger während der gesamten Spielzeit, als dass sich jetzt noch Nervosität eingeschlichen hätte. Den Schlusspunkt unter den Cupfinal 2015 setzte noch einmal Härkingen in der Person von Angreifer Jan Büttiker, als er mit einem platzierten Schuss zum 4:1-Endstand traf.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1