Im letzten Jahr war das Derby zwischen Froburg Trimbach und Schützenmatt Solothurn das emotionale Ende einer spannenden NLA-Gruppenphase. Trimbach sicherte sich trotz der Niederlage den fünften Gruppenrang und schaffte damit in letzter Sekunde den Ligaerhalt.

Schützenmatt musste dagegen den Abstieg in Kauf nehmen. Bald war allerdings klar, dass die Stadt-Solothurner ihren Platz in der höchsten Spielklasse behalten dürfen, da NLB-Meister Drizia Genf auf den Aufstieg verzichtete.

Und so kommt es in diesem Jahr wieder zum Solothurner Derby in der Nationalliga A. Gut möglich, dass diese Begegnung, die diesmal bereits in der ersten Runde vom kommenden Dienstag (12 Uhr, TC Schützenmatt) stattfindet, erneut eine wegweisende Bedeutung bekommt.

«Wir wollen das Derby gegen Solothurn wie jedes andere Spiel angehen. Die erste Begegnung in einer neuen Saison ist jedoch immer wichtig, denn den Start darfst du auf keinen Fall verschlafen», so Trimbachs Coach Bartolomé Szklarecki.

Auch Schützenmatt-Captain Yves Derendinger ist sich der Wichtigkeit des Saisonstarts bewusst: «Wir haben in den ersten zwei Runden mit Trimbach und Seeblick zwei sehr starke Gegner. Wir wollen unbedingt verhindern, dass wir da bereits in Rücklage geraten. In beiden Partien sind wir jedoch die Aussenseiter, wenn die Gegner voll auflaufen.»

Keine Nummer drei gefunden

Dass Derendinger vor dem Saisonbeginn tiefstapelt, ist nicht ganz unberechtigt. Zwar stellen die Solothurner mit den beiden Argentiniern Marco Trungelliti (ATP 148) und der ehemaligen Nummer 37 der Welt Carlos Berlocq (ATP 178) ein mehr als schlagkräftiges Ausländer-Duo auf den ersten beiden Positionen.

Dahinter kann Schützenmatt Solothurn allerdings nicht mit den besten Teams der höchsten Liga der Schweiz mithalten – zumindest auf dem Papier. «Wir wollten uns nach der letzten Saison mit einem zusätzlichen Schweizer auf Position drei verstärken. Das ist uns nicht gelungen, da wir keine finanziellen Experimente wagen wollten», so Derendinger.

Cristian Villagran wird bei Schützenmatt Solothurn voraussichtlich auf den Positionen drei bis fünf auflaufen.

Cristian Villagran wird bei Schützenmatt Solothurn voraussichtlich auf den Positionen drei bis fünf auflaufen.

So werden die Solothurner voraussichtlich mit Cristian Villagran, Henry von der Schulenburg und Roman Vögeli auf den Positionen drei bis fünf auflaufen. Die letzte Position wird entweder mit Routinier Yannick Thomet oder einem jungen Spieler aus dem Quartett Timo Lanz, Jeffrey von der Schulenburg, Gian Grünig und Patrik Hartmeier besetzt.

«Damit sind wir in etwa gleich stark wie letztes Jahr. Es wird jedoch sehr schwierig, den Ligaerhalt zu schaffen. Trotzdem bleibt das unser grosses Ziel und ich traue jedem unserer Spieler die dazu nötigen Exploits zu», so Derendinger.

Transfercoup Marco Chiudinelli

Eine Klasse besser als Schützenmatt dürfte in diesem Jahr die Equipe des TC Froburg Trimbach sein – zumindest dann, wenn sie in Bestbesetzung antreten und ihre Leistung abrufen können. Die Trimbacher sind zwar auf den Ausländer-Positionen nicht ganz so stark besetzt wie andere Teams, doch sie haben mehr als schlagkräftige Schweizer Spieler in ihren Reihen.

Angefangen beim amtierenden Schweizer Meister Sandro Ehrat, der auf Position drei spielen wird. Danach folgen der prominente Neuzugang Marco Chiudinelli und der Walliser Yann Marti, der bereits seine vierte Saison für Trimbach spielt.

Dahinter folgen mit Vullnet Tashi, Nico Borter, Luca Keist, Jeremy Moser und Dario Huber gleich mehrere junge Spieler, die allesamt bereits einmal in Trimbach trainiert haben. Neu dazugestossen ist zudem auch der Hägendorfer Mischa Lanz.

«Wir sind breiter aufgestellt als letztes Jahr und hoffen, dass wir so besser auf allfällige Ausfälle reagieren können. Das haben wir aus dem letzten Jahr gelernt», so Bartolomé Szklarecki. «Unser Ziel bleibt in erster Linie der Ligaerhalt. Falls alles optimal läuft und der Teamgeist stimmt, könnte die Finalrunde ein Thema werden, aber das wird sich erst nach den ersten Begegnungen zeigen.»