Handball

Solothurn deklassiert Emmen im Cup - jetzt wartet Altdorf

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Der TV Solothurn gewinnt im Cup.

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Schweizer Cup Handball. Es war eine der wenigen Affichen der ersten Cup-Hauptrunde, in der zwei Vertreter aus der NLB aufeinander trafen. Auf dem Platz jedoch spielte die beiden Teams nicht in der selben Liga.

Die Gäste aus Emmen konnten den motivierten Solothurnern in keinem Moment der Partie Paroli bieten. Obwohl der Aufsteiger weitgehend unbekannt war, da es in früheren Jahren noch keinen Direktvergleich gab, wurde bereits nach wenigen Angriffen klar, dass die Luzerner in diesem Cup-Spiel nicht mit dem TV Solothurn mithalten können. Ohne den rechten Rückraumspieler Lukas Huwiler lag fast die gesamte Last des Angriffs der Emmener auf den Schultern von Topskorer Tomislav Orsolic.

Schnell zeigte sich, dass dies nicht ausreicht, denn die Solothurner agierten im Angriff sehr abgeklärt und hinten gerieten sie nur einige wenige Male in Bedrängnis. Nach fünf Minuten stand es bereits 6:1 für den TVS, nach 20 Minuten war das «Stängeli» (14:4) komplett und bis zur Halbzeit führten die Einheimischen bereits mit 23:8. Von den acht Gegentreffer waren zudem noch vier per Siebenmeter erzielt – die pure Dominanz.

Selbstvertrauen tanken für nächste Aufgabe

Aus dem Spiel heraus gelang den Luzernern also nur gerade alle siebeneinhalb Minuten ein Tor während die Aarestädter für ihre Treffer etwas mehr als eine Minute benötigten. An diesem Bild änderte sich auch in der zweiten Hälfte nicht viel, ausser dass die Gastgeber phasenweise nicht mehr mit der vollen Konzentration am Werk waren. Dennoch war das Spiel die optimale Gelegenheit für Trainer Marco Kurth, nun auch mal die jüngere Garde für einen längeren Einsatz aufs Feld zu schicken, nachdem die routinierteren Akteure Selbstvertrauen für das nächste Meisterschaftsspiel tanken konnten.

Und diese Jungen dankten es ihrem Trainer mit durchwegs guten Leistungen. So war der Junioren-Nationalspieler Nico Eggimann am Ende mit sieben Treffern Topschütze des TVS, am rechten Flügel erzielte Lars Hofer fünf Treffer, ebenso Eigengewächs Ben Helmy, der am linken Flügel und am Kreis zum Einsatz kam. Mit dem letzten Angriff des Spiels machte der TV Solothurn die Vierzig voll zieht mit einem Kantersieg in die nächste Cup-Runde ein.

Altdorf und die verflixten Schlussphasen

Bevor es jedoch im Cup weitergeht, stehen für Solothurn aber weitere Herausforderungen in der Liga an. Es folgt am Samstag die Reise in die Ur-Schweiz, zum KTV Altdorf. Die Urner verloren auf diese Saison hin ihren Topskorer (und den der NLB insgesamt), Mario Obad. Prompt gingen die ersten beiden Meisterschaftsspiele verloren. Sowohl gegen Stäfa, wie auch gegen die Kadetten Espoirs, kassierten die Innerschweizer mehr als 30 Tore. Der KTV scheint sich also lieber dem Angriff zu widmen. Mit diesem Credo ist Altdorf jedoch bis anhin immer gut gefahren. So steigen die Urner in ihre insgesamt 18. Saison in der NLB, nur unterbrochen von einem Jahr in der NLA.

Solothurn ist dagegen noch nicht lange in der zweithöchsten Spielklasse, war aber in den letzten Jahren deutlich erfolgreicher. Der TVS spielte um die Podestplätze, während sich Altdorf vorwiegend gegen den Abstieg stemmte. Trotzdem gelang es den Ambassadoren in den letzten beiden Jahren nur einmal, die Innerschweizer zu besiegen, ganze drei Mal teilten sich die beiden Teams die Punkte. In der letzten Saison waren die beiden Remis besonders bitter für den TV Solothurn, verspielten die Aarestädter doch zweimal in den letzten Minuten des Spiels einen deutlichen Vorsprung. Bereits zwei Mal mussten die Solothurner diese Saison in eine hektische und knappe Schlussphase, mit unterschiedlichem Ausgang. Gegen Stans wurde der Vorsprung noch verspielt, gegen Wädenswil/Horgen vermochte man ihn zu halten. Am besten lassen es die Solothurner gegen Altdorf gar nicht erst zu einer engen Schlussphase kommen.

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