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Schützenmatt steigt trotz erstem Saisonsieg ab – Froburg kann sich hauchdünn retten

Uladzimir Ignatik jubelt nach dem verwandelten Matchball im Doppel für den TC Froburg Trimbach. Der Ligaerhalt ist Tatsache.

Uladzimir Ignatik jubelt nach dem verwandelten Matchball im Doppel für den TC Froburg Trimbach. Der Ligaerhalt ist Tatsache.

Der TC Schützenmatt Solothurn gewinnt zwar das Derby gegen Froburg Trimbach mit 5:4, muss aber dennoch den Abstieg aus der Nationalliga A in Kauf nehmen. Am Ende hat ein Sieg gefehlt. Dabei hatten die Trimbacher zwischenzeitlich scheinbar aussichtslos zurückgelegen.

Die Ausgangslage vor dem Solothurner NLA-Derby war klar: Wenn Schützenmatt Solothurn den Ligaerhalt aus eigener Kraft schaffen will, braucht es einen 6:3-Sieg. Trimbach im Gegenzug würden vier Punkte genügen, um das Abstiegsgespenst zu vertreiben. Bei einem Sieg wäre allenfalls gar noch die Qualifikation für die Finalrunde dringelegen.

Doch die Finalrunde rückte gleich zu Beginn des Solothurner Derbys, das wegen des schlechten Wetters in der Halle ausgetragen wurde, in weite Ferne für die Gastgeber. Es war nämlich der Aufsteiger aus der Kantonshauptstadt, der mit dem Rücken zur Wand loslegte wie die Feuerwehr.

Mirko Martinez gewann sein Einzel gegen Vullnet Tashi in zwei Sätzen, Yannick Thomet und Yannik Reuter konnten die Führung dank Siegen im Champions Tie Break auf 3:0 ausbauen. «Das war ein guter Start für uns», freute sich Solothurns Captain Yves Derendinger. Seine Freude war aber nur verhalten, denn auch er wusste, dass sein Team noch drei weitere Punkte brauchte.

Trimbach kann verkürzen

Dennoch: Der Druck auf Trimbach war nach dem missratenen Start deutlich gestiegen. Weitere Aussetzer durften sie sich nicht mehr leisten. Und das taten sie auch nicht. Trimbachs Adam Moundir deckte Mathieu Guenat anfänglich mit einem veritablen Schlaggewitter ein und siegte mit 6:1, 7:6. Ohne Chance blieb Solothurns Sandplatzspezialist Cristian Villagran im Duell mit Sandro Ehrat. Der Schaffhauser holte den zweiten Trimbacher Punkt dank seines 6:1-, 6:2-Sieges.

Damit wurde das Duell zwischen Trimbachs Uladzimir Ignatik und dem Deutschen Yannick Maden in Diensten des TC Schützenmatt zu einer Schlüsselpartie. Entsprechend emotional ging es auf dem ersten Platz in der Trimbacher Halle zu und her. Im entscheidenden Champions-Tie-Break war es dann Maden, der sich dank einer nahezu fehlerfreien Darbietung den Sieg verdiente.

Steigerung in den Doppeln

Die 4:2-Führung des TC Schützenmatt brachte eine enorme Spannung für die Doppel: Beide Teams mussten zwei der drei Partien gewinnen, um den Ligaerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Die Stimmung in der gut gefüllten Halle war geladen. Die Zuschauer unterstützten ihre Teams lautstark. Schnell zeichnete sich ab, dass die Trimbacher Paarung Ehrat/Moundir ihr Spiel gewinnen wird.

Mit zunehmender Dauer der Doppelpartien spielten sich auch die beiden ausländischen Verstärkungsspieler von Trimbach – Uladzimir Ignatik und Inigo Cervantes – in einen Rausch. Nach Breakrückstand im ersten Satz setzten sie sich mit 7:6, 6:1 durch und sicherten den Trimbachern damit den Ligaerhalt.

«Das war ein krasser Tag. Nach dem 2:4 nach den Einzelpartien war ich mir sicher, dass wir absteigen werden. Und zu diesem Zeitpunkt hätte Schützenmatt den Ligaerhalt auch absolut verdient gehabt, denn in den Einzeln haben sie klar besser gespielt», gesteht Trimbachs Klubpräsident Marco Meyer, nachdem feststand, dass sein Team auch im nächsten Jahr in der NLA spielen wird.

Dank einer klaren Steigerung in den Doppelpartien im Vergleich zu den vorherigen Runden kam es aber nicht so weit. Beinahe hätten die Trimbacher gar noch den Einzug in die Finalrunde geschafft. Dafür hätten sie allerdings auch noch das dritte Doppel gewinnen müssen. Dieses verloren sie aber im Champions-Tie-Break klar.

«Hauptsache, wir sind oben geblieben. Die Finalrunde haben wir in den vorangegangenen Runden vergeben und natürlich hat uns auch das Aus von Yann Marti nach der zweiten Runde geschwächt. Ohne ihn hätten wir in der Finalrunde sowieso einen sehr schweren Stand gehabt», sagte Peter Gubler, Teammanager der Trimbacher.

Nicht im Derby gepatzt

Für den TC Schützenmatt ist das Abenteuer NLA dagegen nach nur einer Saison wieder vorbei. «Gegen Trimbach haben wir den Abstieg sicher nicht vergeben. In dieser Begegnung haben wir eine gute Leistung gezeigt. Wir hätten gegen Genf und Neuenburg mehr Punkte holen müssen», analysierte Captain Yves Derendinger. «Trotzdem haben wir insgesamt 17 Punkte geholt und damit gezeigt, dass wir in der NLA mitspielen können. Es war eine tolle Woche und ein tolles Erlebnis für das gesamte Team. Schade, dass es am Ende so knapp nicht gereicht hat.»

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