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Nur noch elf Klubs in der 2. Liga: Der FC Dulliken löst seine erste Mannschaft auf

Ist bald in der 4. Liga unterwegs: Der FC Dulliken stellt in der kommenden Spielzeit keine Mannschaft in der Solothurner 2. Liga.

Ist bald in der 4. Liga unterwegs: Der FC Dulliken stellt in der kommenden Spielzeit keine Mannschaft in der Solothurner 2. Liga.

Nach dem Abstieg aus der 2. Liga inter tritt der FC Dulliken in der kommenden Saison nicht in der höchsten Solothurner Regionalliga, sondern nur noch in der 4. Liga an. Der verpasste Klassenerhalt setzt den Solothurnern schwerer zu, als erwartet, die zweite Mannschaft bildet neu die erste Mannschaft.

Paukenschlag im Niederamt: Der FC Dulliken, der vor drei Wochen nach sechs Saisons aus der interregionalen 2. Liga abgestiegen ist, stellt in der kommenden Spielzeit keine Mannschaft in der Solothurner 2. Liga. Weil gerade mal drei Spieler bleiben und den Weg in die 2. Liga begehen wollten, wird die zweite Mannschaft, die in der 4. Liga spielt, nächste Saison neu die erste Mannschaft bilden. Trainer ist Adrian Semsedini.

Alessandro Rizzo, der mit dem Fanionteam den Klassenerhalt in der 2. Liga inter nur um einen Punkt verpasst hat, legt eine Pause ein vom Trainerjob. Stattdessen unterstützt er den Vorstand und das Viertliga-Team nächste Saison als Sportchef und Technischer Leiter. «Ihm kann ich ein grosses Kränzchen winden. Er hat einen Hammer-Job gemacht», sagt FC-Dulliken-Präsident Ueli Schenk.

Mit einem Team, welches er von Grund auf neu aufbauen musste und das vorwiegend aus Spielern bestand, die noch nie in der 2. Liga inter gespielt hatten, schaffte Rizzo beinahe den für aussichtslos gehaltenen Nicht-Abstieg. «Er hat einige Spieler auf ein deutlich höheres Niveau gebracht», sagt Schenk. «Wären wir oben geblieben, hätten wir die Mannschaft wohl zusammenhalten können.»

Er bedauert den Rückzug aus der Solothurner 2. Liga. «Es geht einfach nicht anders», musste er aber einsehen. «Wir können nicht wieder ein komplett neues Team aus dem Boden stampfen. Deshalb machen wir jetzt einen Schnitt.» Der FC Dulliken will sich in den nächsten Jahren wieder auf die Förderung des eigenen Nachwuchses konzentrieren und mit den Eigengewächsen in drei, vier Jahren wieder angreifen, ergänzt er.

Die nächste bittere Pille für den SC Blustavia

Dullikens Nicht-Antritt hat zur Folge, dass in der 2. Liga in der Saison 2019/20 nur elf Klubs dabei sind. Der SC Blustavia, der als Tabellenneunter nebst Trimbach, Croatia und FC Olten II auf den Plätzen zehn bis zwölf abgestiegen ist, kann vom Rückzug der Dulliker nicht profitieren.

Der Artikel 101 im Wettspielreglement des Schweizerischen Fussballverbandes legt fest: «Zieht ein Klub eines seiner Teams nach dem 15. Juni, bei Teams von Klubs der SFL nach dem ersten Meisterschaftsspiel, aus der Meisterschaft zurück, wird das betreffende Team an die letzte Stelle der Rangliste gesetzt und am Ende der Saison in die nächsttiefere Liga relegiert.» Eine weitere bittere Pille für den SC Blustavia, der in die 3. Liga runter musste, weil sich Dulliken, Wangen und Subingen nicht in der 2. Liga inter halten konnten.

Der Solothurner Fussballverband veröffentlichte am Freitag den Spielplan für die neue Saison. Der Auftakt in der 2. Liga erfolgt am Mittwoch, den 14. August. Die beiden übrigen Absteiger kommen zu Heimspielen: Der FC Subingen gegen Fulenbach, Wangen b. Olten empfängt Bellach. Die Neulinge aus der 3. Liga müssen auswärts ran; der FC Oensingen beim FC Iliria und der FC Klus/Balsthal gastiert in Härkingen.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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