2. LIGA INTER

Nicht einmal der Penalty wollte rein: Grenchen kassiert bittere Niederlage gegen Blue Stars Zürich

Grenchens Pascal Nussbaumer (r.) zeigte eine gute Leistung.

Grenchens Pascal Nussbaumer (r.) zeigte eine gute Leistung.

Der FC Grenchen kann sich trotz guter Leistung gegen den FC Blue Stars Zürich nicht belohnen und verliert mit 0:2. Mit mangelnder Chancenverwertung sowie einem verschossenen Penalty machte sich der FCG mehrheitlich das Leben selber schwer. Auf der anderen Seite präsentierten sich die Gäste aus Zürich eiskalt.

Wenn die Felder der Grenchner Witi so wie derzeit unter Wasser stehen, dann waren früher alle Grenchner Fussballfelder gesperrt. Nicht so diesmal: Die oft kritisierten Grenchner Stadtgärtner haben sich ein Lob verdient: Der Rasen im altehrwürdigen Stadion Brühl war trotz Dauerregens ausgezeichnet bespielbar. Und der FCG nutzte den grünen Teppich gegen den FC Blue Stars Zürich gleich zu einer schwungvollen Startoffensive.

Hätte jemand nach der ersten halben Stunde nach Hause gehen müssen, dann wäre diese Person mit dem Gefühl gegangen, dass Grenchen diesmal einen sicheren Sieg ins Trockene bringen würde.

Das sah gefällig aus, der Ball zirkulierte und die Angriffe waren vielversprechend. Das Führungstor schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch dann bekamen auch die Blue Stars das Geschehen besser in den Griff und die Sache glich sich aus.

Trotzdem fiel das 0:1 kurz vor Pause völlig überraschend. Die halbe FCG-Abwehr schaute zu, der Ball lag frei, aber keiner schlug ihn weg. So profitierte der blitzschnelle Sebastian Luck und erzielte das 0:1 für die Blue Stars.

Die Gäste beschränkten sich aufs Kontern

Grenchen hatte vor der Pause noch zwei Chancen zum Ausgleich. Nach einem Foul des Zürcher Captains Emre Erdogan an Omer Hausic konnte Cédric Rihs den Freistoss von der Strafraumgrenze aus nicht verwerten. Nach einem tollen Zuspiel von Pascal Nussbaumer scheiterte wenig später Dzenis Poljak aus spitzem Winkel an Blue-Stars-Goalie Rosario Filippone.

So ähnlich ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter. Grenchen kombinierte sich in gute Situationen, aber einmal kam der Schuss zu überhastet, dann wieder zu spät. Auf der anderen Seite konterten die Blue Stars geschickt und die Zürcher hätten in der 66. Minute bei einem Pfostenknaller von Luck die Sache klarmachen können.

Grenchen verschenkt den möglichen Ausgleich

Nachdem sich Semir Ressil in der 66. Minute auf der rechten Seite in den Strafraum gedribbelt hatte und gefoult wurde, schien der verdiente Ausgleich Tatsache zu werden. Doch Poljak schoss den Penalty viel zu ungenau und Goalie Filippone konnte abwehren.

Grenchen musste also immer mehr riskieren und versuchte mit einer guten kämpferischen Einstellung alles. An der Moral fehlte es also nicht. Aber die Blue Stars kamen in den letzten zehn Minuten so zu fünf Kontern, von denen der letzte in der Nachspielzeit schliesslich das 0:2 brachte.

Trainer kann seinem Team keine Vorwürfe machen

«Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.» Mit diesem berühmten Zitat von Jürgen «Kobra» Wegmann fasste Trainer Mirko Recchiuti nach dem Schlusspfiff die momentane Phase beim FC Grenchen zusammen. «Ich kann meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen, die Spieler haben das umgesetzt, was ich wollte, und gut gespielt.»

Aber woran fehlt es dann? «Wie gesagt, mit der Leistung bin ich zufrieden. Beim ersten Tor war es ungenügendes Defensivverhalten. Aber dann fehlt auch etwas am Selbstvertrauen, weil es uns nicht so läuft. Wir müssten einfach einmal in Führung gehen können, dann würde alles anders aussehen.»

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