In den letzten Jahren gewann der Solothurner Tennisnachwuchs an den nationalen Titelkämpfen regelmässig Medaillen. Grund dafür waren hauptsächlich die beiden zuverlässigen Medaillensammler Tamara Arnold und Mischa Lanz.

Mittlerweile dürfen die beiden jedoch altersbedingt nicht mehr bei den Junioren antreten. Entsprechend müssen andere Nachwuchstalente die grosse Lücke schliessen. Wenn am Freitag die Junioren-Schweizer-Meisterschaften in der Region Luzern beginnen, stehen fünf Solothurnerinnen im Hauptfeld. Zwei davon in der Altersklasse U16, drei bei den unter 14-Jährigen.

Bei den U16-Juniorinnen spielte sich Aengi Kuoni (R2, Härkingen) via Qualifikation ins Hauptfeld. Die als Nummer sechs Gesetzte erreichte dank zwei Siegen die letzte Qualifikationsrunde, wo sie davon profitierte, dass ihre Kantonskollegin Chérine Amiet (R1, Selzach) nicht antreten konnte.

Amiét schaffte nachträglich den Sprung ins Hauptfeld ebenfalls noch. Sie ist dank der Absage von Norah Lenz als Lucky Loser ins Hauptfeld nachgerutscht. Dort trifft sie auf die Qualifikantin Tanja Siegrist (R1), während Kuoni sich bei ihrem ersten Auftritt mit der Qualifikantin Anastasia Radovanovic (R2) misst.

Medaillenhoffnung in der Kategorie U14

Während Kuoni und Amiét in ihrer Altersklasse zu den Aussenseiterinnen gehören, dürfen sich in der Kategorie U14 zwei Solothurnerinnen leise Hoffnungen auf eine Medaille machen.

Es sind dies Anina Lanz (R1, Hägendorf) und Matira Ferrarini (R2, Balsthal). Die beiden werden in ihrer Altersklasse an Nummer fünf und sechs der Setzliste geführt. Anina Lanz hat bereits bewiesen, dass sie SM-Medaillen gewinnen kann. 2017 holte sie sich in der Altersklasse U12 den Vize-Schweizer-Meistertitel im Einzel.

Kein einfaches Los

Heuer trifft die 13-Jährige, die in der Swiss Tennis Academy in Biel trainiert und seit Sommer 2017 auch die Sportschule in Biel besucht, zum Auftakt auf Sophie Giuliani (R2). Bei einem allfälligen Sieg würde im Viertelfinal die an Nummer drei gesetzte Livia Airoldi (R1) warten. Kein einfaches Los für die junge Hägendorferin, die jedoch jüngst mit der Final-Qualifikation am Silvester Cup in Derendingen in der Kategorie R1/R4 bewiesen hat, dass ihre Form stimmt.

Matira Ferrarini misst sich in der ersten Runde mit Elena Ivanovic, ehe sie in der zweiten Runde auf die Turniernummer zwei Karolina Kozakova (N4, 61) treffen würde. In der Altersklasse U14 ist gleich noch eine dritte Solothurnerin im Hauptfeld vertreten: Salome Fluri (R2, Lostorf). Sie wird als Nummer elf der Setzliste geführt und duelliert sich in der ersten Runde mit der Qualifikantin Lia Forni (R3).