1. Liga

Letzte Spiele vor der Winterpause: Der FC Solothurn lanciert die Aufholjagd

Will mehr Tore erzielen: Loïc Chatton.

Der Vizecaptain des FC Solothurn, Loïc Chatton, will noch sechs Punkte vor der Winterpause holen. Dafür müssen die Solothurner zuhause Goldau schlagen und im Nachholspiel auswärts Langenthal bezwingen.

In den letzten zwei Spielen vor der Winterpause am Samstag gegen Goldau und am nächsten Donnerstag im Nachholspiel in Langenthal hat der FC Solothurn die Gelegenheit, die Ausgangslage für die Aufholjagd ab dem Schalttag 2020, wenn das Team in Wohlen gastiert, zu verbessern.

«Wir müssen in diesen Spielen unbedingt sechs Punkte holen, dann können wir wieder nach vorne schauen», gibt sich Vizecaptain Loïc Chatton kämpferisch. «Wir dürfen nicht mehr so viele Punkte abgeben, vier, fünf Mannschaften haben das gleiche Niveau; es gibt keinen Leader in dieser Gruppe, jeder kann jeden schlagen, dies ist unsere Chance», gibt er sich optimistisch.

Auf und Ab nach Idealstart

In die Umbruchsaison sind die Ambassadoren erfolgreich mit drei Siegen und dem Erklimmen der Leaderposition in der dritten Runde gestartet. Rückschläge gegen Delsberg (2:3) und in Biel (1:2) leiteten ein Auf und Ab ein. Sinnbildlich gab diesen Verlauf Chatton mit entsprechenden Handbewegungen statt Worten zum Ausdruck.

Dass es für die Mannschaft wie für ihn selbst eine schwierige Saison ist, weiss der gebürtigen Bieler. «Wir sind eine junge Mannschaft, haben wichtige Stammspieler verloren, weil der Verein in eine neue Richtung gehen wollte, was völlig in Ordnung ist. Und wir mussten mit einem neuen Trainer und neuen Spielern bei Null anfangen; wir müssen alles neu zusammenbauen», stellt diese Entwicklung für ihn keine Überraschung dar.

«Die Neuen sind jung mit Superqualitäten», ordnet der 28-Jährige ein. Grosse Bedeutung misst er Marco Mathys bei: «Wir haben bereits in Biel zusammengespielt, er ist unser technischer Leader; wenn es ein Problem gibt, kann man ihm den Ball geben und er löst es schnell». Die Mannschaft sei zudem bereit, Probleme anzusprechen.

Eine Frage der Mentalität und Stabilität

«Zu Hause haben wir gegen Delsberg 2:1 geführt und doch noch verloren. Uns fehlte nie viel. Jedes Spiel war knapp. Es fehlten Zentimeter vorne und hinten. Wichtig ist, dass wir als Spieler und Staff darüber reden, um dieses Problem zu lösen», schöpft der Mittelstürmer Zuversicht.

Als Ausrede lässt Chatton die Systemwechsel nicht gelten. «Alle Spieler müssen jedes System spielen können und für die Jungen ist es gut, wenn sie mehrere beherrschen», erklärt der Manager einer Bieler Uhrenfirma. Für ihn ist es eine Frage der Mentalität und Stabilität. «Wir können dies korrigieren», bemerkt der Bilingue.

Chattons Vorbereitung litt und jetzt will er mehr

Auch für Chatton war der Verlauf seiner vierten Saison im rotweissen Dress nicht einfach: «Wegen eines Mittelfussbruches konnte ich die Vorbereitung nicht machen und davon profitieren, das spürte ich». Für ihn sprang mit Emanuel Mast ein weiterer Bieler als Skorer in die Bresche und führt dieses Klassement mit neun Treffern an.

Chatton, der Mast in dessen Juniorenzeit bei den Seeländern bereits förderte, traf sieben Mal. «Für Mast bin ich zufrieden, aber ich komme schon noch und hole mir diese Position zurück», schmunzelt Chatton. «Bisher habe ich die Hälfte meiner Tore in den letzten zwanzig Minuten erzielt», erzählt er.

Die Begründung des Stürmers: «Ich verstecke mich immer hinter meinem Gegner und nütze es aus, wenn dessen Konzentration nachlässt; ich brauche nicht viele Ballkontakte, bin aber immer für das entscheidende Tor bereit».

Die Gerüchte über einen möglichen Abgang von ihm in der Winterpause kontert er mit seinem Hinweis auf seine Tätigkeit als Assistenztrainer von Francisco Fernandez bei der FE13-Nachwuchsmannschaft. «Ich bleibe bis Ende Saison, denn ich fühle mich hier zu Hause. Letztes Jahr habe ich das Uefa-B-Diplom gemacht. Ich kann von Fernandez wie von Nachwuchschef Ronny Vetter sehr viel profitieren», bekräftigt Chatton.

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