Laufsport
Neue Varianten sind gefragt für die Jura-Top-Tour Ausgabe 2021

Mit dem Froburg-Berglauf in Lostorf musste bereits die erste Etappe aus dem Kalender der Jura-Top-Tour 2021 gestrichen werden. Geht es nach Rolf Schoy vom Organisationskomitee, sollen die weiteren neun Läufe von April bis September stattfinden. Unter strengem Schutzkonzept, teilweise auf veränderten Strecken oder auch virtuell.

Manfred Dysli
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Der Tüfelsschlucht-Berglauf in Hägendorf soll Ende April den Startschuss für die Jura-Top-Tour 2021 bilden.

Der Tüfelsschlucht-Berglauf in Hägendorf soll Ende April den Startschuss für die Jura-Top-Tour 2021 bilden.



Bruno Kissling

Nach der Absage des Froburg-Berglaufs in Lostorf bleiben Stand jetzt noch neun Rennen im diesjährigen Kalender der Jura-Top-Tour. Im Vorjahr hatte von den insgesamt zehn Etappen nur der Weissensteinlauf in Solothurn stattfinden können. Dank eines sehr guten Schutzkonzepts mit Starts in kleinen Gruppen; auf die Festwirtschaft und Rangverkündigungen musste verzichtet werden. Die restlichen Läufe im 2020 fielen der Coronapandemie zum Opfer.

Dieses Jahr wollen die Verantwortlichen um den Oekinger Rolf Schoy die Jura-Top-Tour wieder aufleben lassen. Den Organisatoren der neun verbliebenen Läufe stehen drei Varianten zur Auswahl, erklärt er. Die erste Variante ist, dass auf der Originalstrecke unter strengem Schutzkonzept ähnlich wie in Solothurn 2020 gelaufen wird. Die zweite Variante beinhaltet eine Notfallstrecke, zum Beispiel mit Start und Ziel am gleichen Ort. Die dritte Möglichkeit, die sich den Organisatoren bietet, ist, den Berglauf virtuell mit definierten Zeitfenstern durchzuführen.

«Es soll wieder Gesamt- und Kategoriensieger geben», sagt Schoy. «Auch eine Teamwertung und die traditionelle Finisher-Night am Ende der Saison sollte es wieder geben, wenn möglich.» Schoy hofft, die entsprechenden Bewilligungen von den Behörden zu bekommen. «So oder so werden die Organisatoren durch die strengen Schutzkonzepte eingeschränkt», sagt er. «Diese bringen einen Mehraufwand und lassen etwa auch keine Nachmeldungen vor Ort zu.» Die Teilnehmer bekommen die Startnummern in diesem Jahr nach Hause geschickt. «Auf Festwirtschaften werden wir definitiv wieder verzichten müssen», sagt Schoy.

Neu ist bei der diesjährigen Austragung auch, dass sich die Interessierten erst vier Wochen im Voraus auf der Homepage der Jura-Top-Tour für die jeweiligen Rennen anmelden können. Aus Kostengründen haben die Veranstalter ausserdem auf eine gedruckte Ausschreibung der JJT-Läufe verzichtet. Dadurch sei man auch in der Planung der Läufe flexibler, sagt Schoy.

Der erste Lauf im Kalender 2021 ist der 32. Tüfelsschlucht-Berglauf in Hägendorf. Dieser wird vom Freitag, 30. April, bis zum Sonntag, 2. Mai, virtuell durchgeführt. Die Teilnehmer können sich beim Start registrieren und beim Ziel wieder abmelden, wodurch die Zeit gewertet wird. «Die Startschlaufe durch Hägendorf entfällt. Deshalb ist die Strecke in diesem Jahr nur 4,6 Kilometer lang», gibt Anton Stocker, OK-Mitglied der Jura-Top-Tour und langjähriger OK-Präsident des Tüfelsschlucht-Berglaufs, Auskunft.

Die weiteren, nach jetzigem Stand immer noch provisorischen Etappen, der Jura-Top-Tour 2021 sind: Wengi-Berglauf (7. Mai), Gempen-Berglauf (12. Mai), Passwang-Berglauf (29. Mai), Grenchenberglauf (27. Juni), Belchen-Berglauf (13. August), Weissensteinlauf (29. August), Roggen-Berglauf (12. September) und Trophée de la Tour de Moron (26. September).