Oensingen

Judo-Wochenende bringt Sporthalle Bechburg an ihre Kapazitätsgrenze

Das Ranking-500-Turnier in Oensingen ist mittlerweile der viertgrösste Judo-Wettkampf in der Schweiz.

Das Ranking-500-Turnier in Oensingen ist mittlerweile der viertgrösste Judo-Wettkampf in der Schweiz.

Am vergangenen Wochende führte der ortsansässige Judo-Kwai in Oensingen sein Judo-Wochenende durch. Über 700 Juodokas nahmen am Ranking-500-Turnier für die Elite sowie am nationalen Schüler-Turnier teil. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz.

Die Sporthalle Bechburg in Oensingen kam am vergangenen Wochenende an ihre Kapazitätsgrenze. Schuld daran ist der ortsansässige Judo-Kwai, welcher im Februar jeweils sein Judo-Wochenende durchführt. Dieses beinhaltet das Ranking-500-Turnier für die Elite sowie ein nationales Schüler-A-Turnier für die Nachwuchs-Kämpfer.

Über 700 Judokas waren insgesamt bei den beiden Turnieren am Start. Der Judo-Kwai Oensingen freut sich nicht nur über einen neuen Teilnehmerrekord. «Die Bedeutung des Standorts Oensingen für den Schweizer Judosport wächst kontinuierlich», ergänzt das langjährige JKO-Klubmitglied Daniel Bussmann.

Hinter Murten, St. Gallen und Morges ist das Turnier in Oensingen in Bezug auf die Teilnehmerzahl mittlerweile das viertgrösste in der Schweiz. Bei den Ranking-500-Events, der zweithöchsten Stufe vom Niveau her, ist Oensingen gar die Nummer eins, die drei Grossen sind allesamt Turniere der 1000-er-Kategorie. «Wir sind quasi ‹Best of the Rest›», meint Bussmann lachend, aber auch stolz.

Fortsetzung steht fest

Die intensiven Turniervorbereitungen hätten sich auch dieses Jahr ausbezahlt. Die Rückmeldungen von anderen Schweizer Turnierorganisatoren, sogar von Judoturnieren von internationalem Format, seien durchweg positiv ausgefallen.

«Einige sind sogar extra angereist, um sich bei unserem OK-Chef René Bobst Tipps und Ratschläge abzuholen. Darauf ist der OK-Präsident natürlich zurecht stolz», so Bussmann. Insbesondere die Marketingbemühungen des Organisationskomitees im Vorfeld der Turniere fruchteten. Schweizweit wurden rund 300 Judovereine angeschrieben und eingeladen. «Auch Nicht-Judokas konnten wir sowohl mittels Onlinewerbemassnahmen als auch über die klassischen Medien zum Besuch der Turniere bewegen.»

Dass es im nächsten Jahr zu einer Fortsetzung kommt, steht bereits fest. Nur die genauen Termine sind noch offen. Was, wenn nochmals hundert zusätzliche Kämpfer auf der Matte stehen werden? «Dann wären wir in Sachen Infrastruktur, Helfer und Zeitplan endgültig auf der letzten Rille», wägt Daniel Bussmann ab. «Aber es wäre ein schönes Problem, für das wir sicher eine Lösung finden würden.»

Ansturm auf die Waagen

Der Aufwand für den Judo-Kwai ist schon jetzt immens. Der Klub zählt zwar rund sechzig Namen auf der Mitgliederliste. Aber es laufe wie in vielen Vereinen: «Es sind immer die gleichen Gesichter, die sich bei einem Vereinsanlass zeigen. Es handelt sich um Fronarbeit, zu der sich niemand verpflichtet fühlen muss.»

Unter diesen Voraussetzungen habe das Organisationskomitee hervorragende Arbeit geleistet an den beiden Turniertagen: «Dank einer flexiblen und engagierten Equipe konnte der Wettkampfbetrieb praktisch störungsfrei und vor allem ohne grosse Unterbrüche gewährleistet werden.»

Lediglich am Sonntagmorgen sei es zu einer kurzen Verzögerung gekommen. Weil sich in einer Kategorie so viele Schülerinnen angemeldet hatten, konnten bis zum vorgesehenen Wettkampfstart nicht alle Teilnehmerinnen gewogen werden. «Eine zusätzliche Waage konnte nicht installiert werden, weil die Halle dafür keinen separaten Raum mehr bot, in dem der Sichtschutz gewährleistet gewesen wäre», sagt Bussmann. Die daraus resultierende Verspätung von einer halben Stunde sei aber nicht ins Gewicht gefallen.

Glücklich zeigen sich die Veranstalter auch darüber, dass die Turniere ohne schwerwiegende Verletzungen über die Bühne gingen. «Wir arbeiten seit Jahren mit dem Samariterverein Balsthal zusammen. Trotz der mittlerweile über 1 000 Kämpfe gab es in all den Jahren kaum Verletzungen.» Die häufigsten Blessuren seien Nasenbluten, Prellungen und Stauchungen. «Alles konnte mit Eis und Bandagen behandelt werden. Ein Krankenwagen war nie nötig.»

Ein neuer Boden zum Jubiläum

Auch sportlich glänzten die Oensinger beim Heimturnier. Aushängeschild Gisela Löffel setzte sich beim Ranking-500-Turnier in ihrer Kategorie durch. Lorena Nünlist gewann gleich in zwei Kategorien Silber (U18 und U21). Nina Weber (Elite) und Céline Arn (U21) konnten ebenfalls über einen zweiten Platz jubeln. Christoph Haefely schaffte es bei der Elite auf Platz drei.

Der erste Höhepunkt des Jahres ist somit bereits passé. Was wartet noch auf die Oensinger Judokas im 2019? «Wir feiern unser 25-jähriges Jubiläum», freut sich Bussmann. «Am 27. April in unserem Dojo. Für diesen Anlass haben wir uns bereits selber mit einem neuen Mattenboden beschenkt.»

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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