Interclub

«Jetzt müssen wir liefern»: Nach zwei 3:6-Niederlagen steht der TC Froburg Trimbach mit dem Rücken zur Wand

Trotz den spanischen Topspielern Pedro Martinez und Pablo Andujar verliert der TC Froburg Trimbach zwei Mal 3:6. Die Trimbacher Interclubspieler müssen am Wochenende dringend punkten, wenn sie sich noch für die NLA-Finalrunde qualifizieren wollen. «Ich bin überzeugt, dass wir uns steigern werden», sagt Teamchef Peter Gubler.

Den Auftakt in die diesjährige NLA-Saison hatten sich die Trimbacher anders vorgestellt. Bereits nach wenigen Minuten in der ersten Begegnung gegen Neuenburg musste Trimbachs Nummer zwei Carlos Taberner seine Partie verletzt aufgeben. Er hatte sich bei einer unglücklichen Landung den Fuss übertreten und musste vom Platz getragen werden.

Und weil im Anschluss auch noch Adam Moundir, Jonas Schär und Mischa Lanz gegen nominell schwächere Gegner ihre Einzel verloren haben, ging die Begegnung gegen die heimstarken Neuenburger etwas überraschend mit 3:6 verloren. «Die Verletzung von Carlos war für uns nicht einfach wegzustecken. Das hat die Mannschaft geschwächt», so Teamchef Peter Gubler.

Wieder kein guter Start

Im gestrigen Heimspiel wollten sich die Trimbacher für den Fehlstart rehabilitieren. Doch die Aufgabe gegen die ambitionierten Aufsteiger des TC Sonnenberg war alles andere als einfach. Denn bei den Zürchern spielen mit Henri Laaksonen, Sandro Ehrat und Antoine Bellier nicht weniger als drei Schweizer Davis-Cup Spieler. Dazu kommen noch zwei starke Franzosen, die zu den Top 300 der Welt gehören.

Der Start in die Begegnung lief denn auch nicht wie gewünscht für die Mannschaft von Coach Bartolomé Szklarecki. Youngster Jonas Schär stand gegen die letztjährige Trimbacher Nummer eins Sandro Ehrat auf verlorenem Posten und musste sich nach rund einer Stunde Spielzeit ohne Gamegewinn geschlagen geben.

Auch Routinier Cristian Villagran tat sich gegen Vullnet Tashi, den Grenchner in Sonnenberger Diensten, schwerer als erwartet. In einem veritablen Abnützungskampf musste er sich am Ende gar hauchdünn geschlagen geben. Die Trimbacher drohten schon früh, den Anschluss zu verlieren. Die Verantwortung lastete also auf den beiden spanischen Profis Pedro Martinez und Pablo Andujar.

Spanisches Top-Duo überzeugt mit Siegen

Und die beiden hielten dem Druck stand. Pedro Martinez, die Weltnummer 106, verlor zwar den ersten Satz, steigerte sich aber mit zunehmender Dauer der Partie gegen den starken Franzosen Arthur Rinderknech. Dank einem fulminanten Champions-Tiebreak mit mehreren spektakulären Punktgewinnen sicherte er den Trimbachern einen wichtigen Punkt.

Und auch der zweiten Spanier in Trimbacher Diensten, die Weltnummer 53 Pablo Andujar, wurde seinen Vorschusslorbeeren gerecht. Im Duell der beiden stärksten Spieler setzte er sich gegen Henri Laaksonen mit 7:5, 7:5 durch.

«Die beiden Spanier sind die stärksten ausländischen Spieler, die wir je in unserem Team hatten», schwärmt Teamchef Peter Gubler. «Pablo überzeugt mit seiner enormen Ruhe auf dem Platz und Pedro hat uns mit seinen Emotionen begeistert. Das macht richtig Spass.»

Adam Moundir und der Hägendorfer Mischa Lanz schlugen sich gegen ihre stärker klassierten Gegner achtbar. Das letzte Quäntchen fehlte jedoch und so waren es die Sonnenberger, die mit einem 4:2-Vorsprung in die abschliessenden Doppelpartien starten konnten.

Dort sicherten sich die Trimbacher dank dem Duo Andujar/Moundir immerhin noch einen Punkt. «Mit sechs Punkten aus zwei Begegnungen können wir trotzdem nicht zufrieden sein. Es sind zu viele enge Partien, die wir bislang nicht gewinnen konnten. Und natürlich spüren wir den verletzungsbedingten Ausfall von Yann Marti», sagt Teamcoach Bartolomé Szklarecki.

Zwei Siege gefordert

Mit sechs Zählern aus zwei Partien stehen die Trimbacher derzeit auf Rang fünf. Wenns mit der Finalrunde noch klappen soll, dann müssen am Wochenende dringend Punkte her. Das sollte sowohl morgen gegen GC (11 Uhr, in Trimbach), als auch am Sonntag in Genf (12 Uhr) machbar sein.

«Ich bin überzeugt, dass wir uns steigern werden. Aber das müssen wir auch, denn die Ausgangslage ist jetzt sicher schwieriger als noch zu Beginn der Saison», so Peter Gubler.

Dem pflichtet Bartolomé Szklarecki bei. «Wir müssen gegen GC und gegen Genf gewinnen, wenn wir die Halbfinals noch erreichen wollen. Jetzt müssen wir liefern. Es muss mehr kommen als bisher», fordert Szklarecki.

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