2.Liga

Italgrenchen ist klarer Sieger im Grenchner Duell

Italgrenchen bleibt unangefochten die Nummer 1 der Grenchner 2.-Liga-Szene. Mit dem Sieg im Derby gegen Absteiger Wacker verbleibt Ital in der Winterpause auf Platz 3. Für Wacker hingegen wird die Lage immer ungemütlicher.

Es war Itals erster Angriff und ausgerechnet Goalgetter Mohamed Hamad, der technisch beste Spieler in den Reihen von Wacker, der ausnahmsweise hinten aushelfen wollte, verhaute den Ball so fürchterlich, dass Fabrizio Laus keine Mühe mehr hatte, seine Farben in Führung zu bringen. Gespielt waren keine zwei Minuten und im Grenchner Derby schien sich ein weiteres Debakel für das bisher noch sieglose Schlusslicht abzuzeichnen.

Auf der Wacker-Ersatzbank sassen einsam Trainer Pasqualino Gaudiero und Daniele Caroli. «Es muss wohl die frustrierende Situation sein», erklärte Caroli, warum keine Ersatzspieler zur Verfügung standen. «Ein paar haben sich nicht einmal abgemeldet und sind einfach nicht erscheinen.»

Wackere Reaktion von Wacker

Doch wer geglaubt hatte, dass sich Wacker in dieser Situation aufgegeben hätte, der wurde positiv überrascht. Plötzlich zeigte der Abstiegskandidat gute Ansätze. Die Fortschritte, die die neu formierte Mannschaft gemacht hat, sind erkennbar. Vorne jedoch fehlt noch immer die Durchschlagskraft. Doch als dann auch noch der bereits verwarnte Adriano da Silva nach vielen Fouls mit der gelb-roten Karte unter die Dusche geschickt wurde, schien Wackers Schicksal besiegelt. Kurz darauf jedoch wollte Pedro Henrique Conceição aus 25 Metern schiessen. Er traf den Ball zu tief, dieser ging hoch in die Luft und senkte sich hinter Itals verdutztem Ersatzgoalie Luca Amerzin und es hiess völlig überraschend 1:1.

Nie einfach, zu gewinnen

Aber wenn einem derart «Pech an den Schuhen klebt», dann nützt einem auch ein solcher Glücksschuss nichts. In der Endphase kamen Ital die neu eingewechselten Kräfte mehr als gelegen. So entwischte Fabian Frick mit einem gut tempierten Pässchen und schoss Ital wieder in Führung.

Demselben Spieler gelang auch das 1:3. Dann war auch schon der Schlusspfiff zu hören. «Die Grenchner Derbys sind nie einfach zu gewinnen», sagte Italgrenchens Assistenztrainer Vincenzo Zoccali nach dem Match. Er musste im Nachtragsspiel für Mirko Recchiuti einspringen, der in die Ferein verreist ist. «Ich bin froh, dass wir in den Schlussminuten nochmals aufdrehen und gewinnen konnten.» Ob in der Winterpause bei Wacker etwas unternommen wird, um dem Abstieg vielleicht doch noch zu entkommen, ist laut Ehrenpräsident Christian Schlup noch offen. «Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und unsere Möglichkeiten besprechen.»

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