Unihockey NLA

Heimspiel-Premiere in Zuchwil: Captain Tatu Väänänen sichert Wiler-Ersigen glücklichen Sieg gegen Rychenberg Winterthur

Siegestor und 3 Assists: Tatu Väänänen war einer der wenigen SVWE-Akteure, der sein Niveau erreichen wollte.

Mit einem Powerplay-Treffer durch Captain Tatu Väänänen holte sich Wiler-Ersigen zwar den sechsten Sieg in Folge, doch das 7:6 nach Verlängerung gegen ein starkes Winterthur ist eher ein zu grosser Lohn für eine über weite Strecken bescheidene Vorstellung, insbesondere was die zuletzt so herausragende Defensivarbeit angeht.

Es brauchte schon eine Reduktion der Kräfte im Schlussabschnitt, um auf das eigentlich über 60 Minuten angestrebte Niveau zu gelangen und einen Zweitore-Rückstand noch in einen Sieg zu verwandeln.

Wenn die Wiler Trainercrew sich genötigt sieht, die Kräfte vor dem letzten Drittel zu bündeln, dann ist in der Regel einiges nicht nach Plan gelaufen. Tatsächlich stand es nach 40 Minuten 4:6 zugunsten der Winterthurer.

Und es ist dann durchaus auch die Qualität eine Spitzenteams, wenn es gelingt, in einer schwierigen Ausgangslage zu reagieren und ein Spiel noch zu drehen. So war es letztlich ein vielleicht nützlicher Warnschuss zu einem Zeitpunkt, wo die Siege dem Team nur so in den Schoss zu fallen schienen, und sich die Equipe wohl eher ein vergnüglichen, den arbeitsreichen Abend gönnen wollte. Doch wie im richtigen Leben kommt die Arbeit eben auch im Unihockey vor dem Vergnügen.

Das Führungstor als falsches Signal

Und der Spielverlauf kann manchmal auch trügerisch sein: Als Savonen in der 13. Minute nach einem überraschenden Vorstoss den Führungstreffer erzielte, schien alles den erwarteten Gang zu nehmen. Die Spieler sahen sich fatalerweise sogar bestätigt für eine pomadige Vorstellung ab Spielbeginn, die von aggressiven und entschlossenen Winterthurern schon hätte bestraft werden können, ja müssen.

Mehr als ein halbes Dutzend Warnschüsse gaben sie schon in der Startphase ab, scheiterten dann aber noch an Wiler Goalie Menetrey. Auch das Heimteam hatte in der Startphase durchaus Abschlussmöglichkeiten, doch die Qualität dieser war in etwa gleich gut wie die mangelnde Konsequenz und Bereitschaft den Kampf des Gegner anzunehmen.

Die Quittung für die lasche Einstellung der Gastgeber folgte aber dann rasch und gleich mehrfach. Nach dem Startdrittel stand es 2:4. Der HCR war das bessere, weil engagiertere Team, war überlegen in den Zweikämpfen, bei 5 gegen 5 und in den "special teams" sowieso.

Die Gäste verdienten sich auch das Glück, das sie bei insgesamt vier Stangentreffern des SVWE hatten. Am Ende belohnten sie sich eigentlich zu wenig, die dumme Strafe in der Offensive kurz vor Ende der Verlängerung dürfte doppelt ärgern, wenn man um die Penaltystärken der Winterthurer weiss.  

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1