BC Solothurn

Gestärkt aus dem Exil zurück – der BC Solothurn spielt wieder auf heimischer Unterlage

Der BC Solothurn erfreut sich an steigenden Mitgliederzahlen.

Der BC Solothurn erfreut sich an steigenden Mitgliederzahlen.

Aufstieg in die 1. Liga, grosse Nachwuchsabteilung und neu auch ein Frauenteam – der BC Solothurn ist zurück in der Heimat und erfreut sich nebenbei auch noch an steigenden Mitgliederzahlen.

Vor sechs Jahren verschwanden die Solothurner Basketballer nach Biel ins Exil. «Wir hatten gute Spieler, sie eine gute Halle», erklärt Nicolas Kofmel rückblickend den ungewöhnlichen Schritt.

Das Team Biel/Solothurn habe recht gut funktioniert. «Uns fehlte der Nachwuchs und die Infrastruktur. Das hat sich nun geändert. Wir dürfen jetzt die Heimspiele in der neuen Turnhalle im Hermesbühl austragen. Und beim Nachwuchs hat sich unsere Basisarbeit mit vielen guten Trainern herumgesprochen. Die Mitgliederzahl steigt und so können wir wieder sehr auf eigenen Beinen stehen.»


Trainiert wird im Hermesbühl oder der Kanti sowie und immer am Dienstagabend wieder in der CIS-Halle. Der marode Zustand dieser Halle war mit ein Grund, warum sich der BC Solothurn damals nach Biel orientierte. Es hat sich gar nichts verbessert: Vor drei Wochen fiel beim Einlaufen der U15-Junioren im CIS doch tatsächlich eine Lampe von der Decke. Verletzt wurde zum grossen Glück niemand.


Was sich ebenfalls nicht geändert hat: Der 36-jährige Nicolas Kofmel ist seit 20 Jahren Leistungsträger auf dem Platz, seit zehn Jahren Trainer und der grosse Organisator beim BC Solothurn. «Ich hoffe, dass in ein paar Jahren einer der Junioren nachrückt, der als Spieler meine Rolle übernehmen kann», sagt das Urgestein.

Bei den Junioren wolle man noch kompetitiver werden, um den Nachwuchs an die 1. Liga heranführen zu können. «Wir spielen auch gegen die Talente der U23-Teams der grossen Vereine. Das ist sehr anspruchsvoll. Ich bin immer noch voll motiviert und bin bereit, etwas mehr zu Zeit ins Training zu investieren. So kann ich immer noch bestens mithalten. Aber es ist klar, dass die 1. Mannschaft schon bald eine Verjüngung braucht.»

«Die menschliche Komponente ist und wichtig»

Mittlerweile hat der Verein zwei Männerteams, eines bei den Frauen und bereits sieben Nachwuchsmannschaften. «Das Aushängeschild sind die Männer in der 1. Liga national, also der dritthöchsten Schweizer Liga.

Unsere Frauen spielen aktuell in der 2. Liga im regionalen Verband ACNBA/Bernbasket gegen zehn andere Teams um die Meisterschaft. Ziel wäre es, auch noch ein Juniorinnen-Team aufzubauen», sagt Vorstandsmitglied Christopher Lenz. Und weiter: «Es wird nicht nur zum Plausch gespielt, Einsatz und Leistung sind uns wichtig. Die Junioren müssen aber auch etwas zum Vereinsleben beitragen und bei den Anlässen mithelfen. Wir sind ein familiärer Verein. Die menschliche Komponente ist uns wichtig, man muss sich in die Mannschaft und in den Verein integrieren.»


Nach harzigen Start in die Meisterschaft scheint der BC Solothurn nun in Schwung zu kommen. Bereits auswärts gegen Boncourt wie auch gegen Baden führten die Solothurner lange Zeit, konnten den Vorsprung jedoch nicht über die Runden bringen. Obwohl der BCS in Biel nicht brillierte, reichte es nun im Derby mit 64:49 zum ersten Saisonsieg. Diesen Samstag um 17 Uhr kommt es in der Hermesbühl-Sporthalle nun zum Heimspiel gegen den stark einzuschätzenden U23-Nachwuchs von Lugano.

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