EHC Olten

Genügsam zum Erfolg zurück: Der EHC Olten schlägt dank Blitzstart den EHC Winterthur 4:1

Der EHC Olten beschränkt sich beim 4:1-Sieg in Winterthur auf das Nötigste – und sieht mit Thurgau, Langenthal, La Chaux-de-Fonds und den GCK Lions plötzlich vier potenzielle Playoff-Gegner.

47 Sekunden waren absolviert, da stand es bereits 2:0 für den EHC Olten. Mit einfachsten Spielzügen finden die Powermäuse gegen Winterthur, mit fast fünf Gegentoren pro Spiel die Schiessbude der Liga, zum frühen Erfolg. Comeback-Mann Stan Horansky war es, der das Skore mit einem seiner ersten Puckkontakte eröffnete, worauf Schwarzenbach nur Sekunden später erhöhte.

Ganz allgemein schien es, als wäre Horansky, Oltens wichtigster Mann, nie weg gewesen. Der Slowake mit Schweizer Lizenz war der aktivste Spieler auf dem Eis und riss das Spiel in jedem seiner Shifts an sich. Kein Wunder also, wurde er beim letztlich ungefährdeten 4:1-Sieg zum Oltner Mann des Spiels gewählt.

Der EHC Olten, der damit nach zuletzt drei Niederlagen in Folge zum Erfolg zurückkehrt, zeigte sich allerdings auf den Blitzstart ziemlich genügsam und setzte vermehrt auf die Karte Unterhaltung. Die Spielkombinationen lösten selbst beim Winterthurer Anhang grosse Bewunderung aus. Doch es mangelte eben an der Vollstreckung. Die Tore wollten nicht fallen, was sich bei 44:14-Torabschlüssen zugunsten des EHCO auch statistisch unterstreichen lässt.

Knelsen: «Man wird nicht über Nacht zu einem schlechten Skorer»

Schliesslich sorgte Dion Knelsen, einmal mehr ein grosser Aktivposten, für die Vorentscheidung zum 3:1. Er traf in einer Phase, in welcher der EHC Olten wieder etwas auf das Gaspedal drückte. Das Tor des Oltner Topskorers, das mindestens zur Hälfte Passgeber Garry Nunn angerechnet werden darf, bedeutete das Ende einer doch bemerkenswerten Durststrecke Knelsens. Denn der Kanadier blieb über satte neun Spiele ohne Torerfolg – 595 Spielminuten verstrichen, ohne dass sich Knelsen als Torschütze feiern lassen durfte.

«Neun Spiele? Wow, das wusste ich nicht», sagte Knelsen nach Spielende und lachte. Natürlich habe er sich zuletzt Gedanken darüber gemacht, gibt er zu, «aber es war nicht so, dass es mich gehemmt hätte. Denn ich weiss, dass man nicht über Nacht zu einem schlechten Skorer wird. Ich blieb positiv und geduldig und wusste, dass der Tag kommt, an dem ich wieder treffen würde. Es ist ein schönes Gefühl, dem Team wieder auch auf diesem Weg helfen zu können.»

Den Schlussstrich unter die Pflichtaufgabe setzte schliesslich Esbjörn Fogstad Vold mit seinem Treffer ins leere Tor, der dank Mike Rudolf zustande kam, der die Scheibe zuvor ausgegraben hatte.

Trainer Fredrik Söderström zeigte sich nach dem Spiel verhalten zufrieden: «Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben unseren Job erledigt», sagte er und erzählte eine Episode: «Nach dem 2:0 ging ich zu Assistent Tommy Sjödin und sagte ihm: ‘Ich mag das nicht’, worauf er mich mit grossen Augen ansah. Und tatsächlich: Wir liessen danach etwas nach», hielt Söderström zähneknirschend fest, «wir wurden etwas verspielt und waren zu wenig effizient. Aber unter dem Strich kann ich dem Team nichts vorwerfen. Wir haben drei Punkte und haben die zehntägige Pause gut hinter uns gebracht. Nun schliessen wir die Woche gut ab – und dann kann es losgehen», sagt Söderström schmunzelnd, der ganz offensichtlich seine ersten Playoff in der Schweiz kaum erwarten kann.

Playoffduell gegen den HC Thurgau?

Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass aus dem Duo der potenziellen Playoffgegner, La Chaux-de-Fonds und Langenthal, plötzlich ein Quartett mit Thurgau und den GCK Lions wird. Denn Thurgau verlor bei den Ticino Rockets überraschend 3:6.

Setzen sich jeweils die Favoriten im letzten Qualifikationsspiel der Saison durch, wird es der EHC Olten mit Thurgau zu tun bekommen. Gegen die Ostschweizer haben die Powermäuse zwar beide Heimspiele für sich entschieden, aber gingen eben auswärts als Verlierer vom Eis. Spannung ist noch vor dem ersten Playoffduell garantiert.

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