Mischa Gasser, Sie haben in Moskau den herausragenden sechsten Rang erreicht und somit das beste Resultat Ihrer Karriere, sind Sie überrascht von diesem Resultat?

Mischa Gasser: Überrascht ist vielleicht das falsche Wort dafür. Ich weiss, dass – wenn ich einen guten Tag habe und meine Sprünge so mache, wie ich sie kann – viel drin liegt. Mit einem Finalplatz unter den Top 12 konnte ich mit einem guten Sprung sicher rechnen. Dass ich es in den Superfinal der besten sechs schaffe, habe ich jedoch nicht wirklich erwartet.

Ihre Ski-Karriere verläuft momentan steil nach oben, wie sieht Ihr Erfolgsrezept aus?

Dank verschiedener Sponsoren und der Unterstützung im privaten Umfeld sowie bester Trainingsbedingungen auf einer optimalen Anlage hatte ich diesen Sommer sicherlich die Bedingungen, die ich brauche, um mich perfekt auf die Wintersaison vorzubereiten. Momentan habe ich sicherlich auch sehr viel Selbstvertrauen, da ich mich auch im mentalen Bereich weiterentwickelt habe. Ich versuche jeweils, mich von schwierigen Bedingungen nicht zu sehr ablenken zu lassen und fokussiere mich auf das Wesentliche.

Um ganz vorne mitzumischen, müssen Sie die vier Schrauben meistern, wie weit sind Sie davon noch entfernt?

Eigentlich nur noch eine Schraube. Leider tönt das aber viel einfacher, als es dann schlussendlich ist. Die Fähigkeiten, um im nächsten Jahr vier Schrauben zu springen, besitze ich sicherlich. Um dieses Ziel dann auch zu erreichen, braucht es jedoch noch viel hartes Training während der kommenden Sommersaison.

Am kommenden Sonntag endet der Weltcup in Minsk, mit welcher Zielsetzung treten Sie dort an?

Das Hauptziel ist wie in jedem Wettkampf, gut zu springen und zu zeigen, was ich kann. Natürlich wünsche ich mir, das Resultat des Wettkampfes von Moskau von letzter Woche bestätigen zu können. Trotzdem darf man jetzt noch nicht erwarten, dass ich jedes Mal in die Top 6 springe.

Was nehmen Sie sich für die nächste Saison vor? Ist der erste Podestplatz dann fällig?

Das Ziel für nächste Saison ist es, mich im Gesamtweltcup in den Top 10 einzureihen. Wenn ich bis dahin meine vier Schrauben springen kann, liegt diesbezüglich sicherlich auch einiges drin. Jedoch darf man trotz allem die Erwartungen nicht zu hoch setzen und bereits in der vierten Weltcupsaison Podestplätze von mir erwarten.