Fussball 1. Liga
Mathys’ goldener Kopfball kurz vor Schluss bringt FC Solothurn den Sieg

Der FC Solothurn schlägt den FC Wohlen in der siebten Runde der 1. Liga mit 1:0. «Dieser Sieg ist für uns eminent wichtig. Die Mannschaft ist immer besser eingespielt», freut sich Trainer Jürg Widmer.

Pius Rüegger
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Marco Mathys schoss den FC Solothurn mit seinem zweiten Tor in dieser Saison zum Auswärtssieg in Wohlen.

Marco Mathys schoss den FC Solothurn mit seinem zweiten Tor in dieser Saison zum Auswärtssieg in Wohlen.

Hans Peter Schläfli

Geduldig zu bleiben, zahlte sich für den FC Solothurn beim zusammen mit Höngg, GC II und Bassecourt die Gruppe 2 mit je 13 Punkten als Leader-Quartett anführende FC Wohlen aus. In der 87. Minute realisierte Marco Mathys mit dem Kopf das goldene Siegestor. Dass es auf einen Standard fiel, passte zum Spiel.

Auslöser war ein schneller Vorstoss des eingewechselten rechten Aussenläufers Daniel Mzee. Wohlens Innenverteidiger Anatolii Kozlenko stoppte ihn mit einem Foul, mit Freistoss und Gelber Karte als Konsequenz. Huser drehte diesen aus 25 Metern mit Übersicht in den freien Raum. Mathys löste sich geschickt und traf mit dem Kopf wunderbar wie unhaltbar.

«Die Mannschaft brauchte diesen Erfolg und hat ihn sich verdient», sagte Trainer Jürg Widmer. Es war kein einfaches Spiel. Die Freiämter legten los wie die Feuerwehr, setzten Solothurn einem 25-minütigem Dauerdruck aus. Ihrem kraftvollen, tempostarken und aggressiven Spielaufbau blieb jedoch der Erfolg versagt. Einzig aus Eckbällen oder nach Fehlern der Solothurner entstand Torgefahr.

Die Solothurner widersetzten sich diesem Ansturm mit Geschlossenheit und bewahrten Ruhe. «Wir blieben sehr kompakt und standen gut», lobte Widmer. Allerdings war es für sein Team schwierig, in den Angriff zu gehen. Konter wurden frühzeitig abgefangen. Die Aargauer überzeugten mit ihrer defensiven Organisation.

Wohlen konnte seine Gangart in der Offensive aber nicht durchziehen. Damit eröffneten sich dem FC Solothurn Möglichkeiten. Mathys nach einer Kombination, ausgelöst durch Jano Loosli im Mittelkreis (35.), Mathys nach Balleroberung Loic Chattons (38.), Onno Koekenbier mit dem Kopf auf den ersten Corner Robin Husers und Philippe Gerspacher mit einem von Jacot abgewehrten Schuss auf Emmanuel Mast (43.) verpassten die Führung für den FCS.

FC Solothurn mit einigen Umstellungen in der Pause

Der Start der zweiten Halbzeit war weniger einseitig. Umstellungen – Loosli blieb draussen, Mathys wechselte ins Zentrum, Huser wurde zum zweiten Doppelsechser, Enis Musai kam als linker Aussenläufer – wirkten sich positiv auf die Gästeoffensive aus. Trotzdem hatte zuerst Bähler einen Freistoss Seferis wegzuboxen. Der Distanznachschuss von Cuinjinca zischte rechts am Gehäuse vorbei (51.).

Das Geschehen flachte danach etwas ab. Durch die gehäuften Ballverluste – weil sich die beiden Protagonisten nichts schenkten – konnte sich kein Spielfluss entwickeln. Es wurde um jeden Ball gerungen. Allerdings gelang es den Solothurnern, ihre Spielanteile auszubauen.

Mast halbrechts auf Mathys (55.), Musai aus der Distanz (72.), Chattons Kopfablenker auf Mathys in die Hände von Jacot (75.), Musai, der seinen Querpass zu Chatton von Jacot abgefangen sah (77.), Musai nach Vorarbeit von Kohler und Mzee (84.) standen Wohlens Versuchen durch Giampa (57. und 70.) und Seferi (94.) gegenüber und Huser konnte Lugo im Strafraum abdrängen (82.).

«Es war kein schöner Match. Er zeigte einmal mehr, wie ausgeglichen die Gruppe ist. Dieser Sieg ist für uns eminent wichtig», resümierte Widmer. «Die Mannschaft ist immer besser eingespielt und kommt langsam dahin, wo ich sie sehen will. Sie darf nun wegen unseres Cup-Freiloses in der ersten Qualifikationsrunde nach vier intensiven Monaten und vor den letzten sieben Spielen ein freies Wochenende geniessen.»

Wohlen – Solothurn 0:1 (0:0)
Niedermatten. – 369 Zuschauer. – SR: Imboden. – Tor: 87. Mathys 0:1.
Wohlen: Jacot; Golaj, Künzli, Kozlenko, Calbucci (86. Chabin); Seferi, Balaj (77. Bozic); Schiavano (67. Lugo), Minkwitz (46. Cuinjinca), Milicaj (86. Gabathuler); Giampa.
Solothurn: Bähler; Kohler, Kaiser, Stuber, Ph. Gerspacher; Loosli (46. Musai), Koekenbier; Mast (76. Mzee), Huser, Mathys (92. S. Gerspacher); Chatton (80. Nushi).
Bemerkungen: Solothurn ohne Hunziker (gesperrt), Anderegg (verletzt) und Huber (Ausbildung). – 80. Augustin Nushi gibt Debüt für den FC Solothurn. – Verwarnungen: 13. Künzli und 86. Kozlenko (beide Foul). – Eckbälle: 8:2 (6:2).

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