Handball NLB

Freud und Leid für Solothurn: Je ein Sieg und eine Niederlage für die NLB-Handballer

Der TV Solothurn gewinnt unter der Woche verliert aber am Wochenende.

Der TV Solothurn gewinnt unter der Woche verliert aber am Wochenende.

NLB-Handball. Gleich zweimal musste der TV Solothurn diese Woche ran. Zuerst am Mittwoch im Derby gegen den HS Biel, am Samstag dann gegen den Tabellenzweiten Lakers Stäfa. Im wichtigen Mittelfeld-Duell gegen Biel konnte der TVS 31:20 gewinnen, gegen Stäfa hingegen resultierte eine ärgerliche Niederlage.

Der TV Solothurn Handball kann es doch noch. Nach zuletzt eher dürftigen Leistungen, vor allem im Angriff, hatten sich die Aarestädter für das Duell mit dem Lokalrivalen Biel viel vorgenommen.

Und die Mannschaft von Trainer Marco Kurth hat geliefert. Nach vielen Gesprächen innerhalb des Teams und langem Videostudium war das Selbstvertrauen zurück. Und einmal mehr, wie schon in der Hinrunde, war der HS Biel Opfer der wieder erstarkten Solothurner.

Stöck, Wyys, Stich - Match

Vor grosser Kulisse starteten die Ambassadoren mit hohem Tempo. Und auch der Gegner vom Bielersee, ebenfalls ein junges und fittes Team, ging den Rhythmus mit. Doch schon nach wenigen Minuten war klar, wer an diesem Abend den Trumpf gemacht hat. Der TVS konnte ein «Drüblatt» weisen. «Trumpf-Ass» Mathias Blaser eröffnete bereits nach einer halben Minute den Torreigen. Danach kam bereits der «Trumpf-Buur» ins Spiel.

Der bestens aufgelegte TVS-Hüter Rados Dukanovic war von Beginn weg hellwach, und behielt seine Form bis Ende Spiel. Eine sensationelle Abwehrquote von über 45 Prozent spricht Bände.

Nach dem Blitzstart und zwei Mal «ziehen», was in einer komfortablen 5:1-Führung resultierte, legten die Solothurner ihre «Böck». Dario Lüthi, Sven Schafroth und Nicolo Moggi hielten die Bieler auf Distanz, ehe die dominanten Ambassadoren mit den «Näll» ein weiteres Mal stachen. Der linke Flüger Oliver Räz glänzte mit neun Treffern aus zehn Versuchen.

Ungefährdet über die gesamte Spieldistanz setzte der TV Solothurn zum finalen Schlag an, genannt «Match». Und tatsächlich hatten die Berner am Ende keinen Stich. Der 31:20-Sieg ist gleichbedeutend mit dem höchsten Saisonsieg für den TVS.

Stäfa wieder im Glück

Im Samstagsspiel gegen das zweitplatzierte Stäfa hingegen musste der TVS ein weiteres Mal eine knappe Niederlage hinnehmen. Hatte das Hinspiel noch knappst möglich mit einem Tor Unterschied für die Zürcher geendet, waren es im Rückrundenspiel drei Tore. Und wie schon in der ersten Saisonhälfte wäre für die Solothurner mehr drin gelegen. Mehrmals waren die Gäste an der Zürcher Goldküste vorne, mussten aber jeweils wieder den Ausgleich hinnehmen. Das enorm intensive und schnelle Spiel war einerseits geprägt von den beiden starken Angriffsreihen, andererseits erstaunlicherweise aber gleichzeitig durch sehr starke Torhüter auf beiden Seiten.

56 Minuten lieferten die beiden Mannschaften das perfekte Drehbuch für ein Hitchcock-Finale. Keines der Teams konnte sich entscheidend absetzen und als die hektische Schlussphase losging, lagen die favorisierten Zürcher mit 28:27 in Führung. Soeben hatte Solothurn nach einem 25:28-Rückstand den Anschluss wieder geschafft, als Sven Schafroth mit einem Wurf an Stäfa-Hüter Patrick Murbach (früher TV Solothurn) scheiterte.

Der ehemalige TVS-Spieler lenkte denn Ball noch an die Latte und von da ins Seitenaus. Da die Schiedsrichter dies nicht sahen, fragten sie auf Intervention der Solothurner bei Murbach nach. Der Stäfa-Trainer untersagte seinem Spieler jedoch, die Wahrheit zu sagen und somit waren die Lakers in Ballbesitz. Diese Gelegenheit liess sich das Heimteam nicht nehmen und sicherte sich den am Ende glücklichen Sieg in einem hektischen und emotionalen Spiel.

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