Final4-Turnier

Final4-Turnier in Jona: Doppelte Neuendörfer Medaillenchance

Die Neuendörfer Kevin Nützi, Dominik Rhyn, Kevin Hagen und Severin Schenker (v. l.) beim 3:1-Sieg im Heimspiel gegen Wigoltingen.

Am Final4-Turnier der NLA sind am Wochenende in Jona sowohl die Männer als auch die Frauen von Faustball Neuendorf mit dabei. Die Männer müssen sich gegen den Vize-Meister Wildnau beweisen. Die Frauen werden von Kreuzlingen gefordert. Beide Teams haben in der Qualifikation gezeigt, dass sie ihren Gegner schlagen können.

2003 hat Faustball Neuendorf bei den Männern zum letzten Mal eine Medaille gewonnen. Bronze gab es damals für die Solothurner. Seither haben es die Männer nie mehr an ein Final4-Turnier geschafft. In dieser Saison traute man den Neuendörfern den Sprung ans Saisonhighlight durchaus zu. Dass die Equipe von Trainer Daniel Pfluger jedoch so souverän auftritt, kam überraschend.

Bereits eine Runde vor dem Ende der Qualifikation stand fest, dass die Neuendörfer am Final4-Turnier in Jona dabei sind. Rang drei haben sie sich gesichert und konnten dabei auch mit den besten Teams der Nationalliga A mithalten. «Ich hatte eigentlich erwartet, dass es sehr viel schwieriger werden würde, ans Final4-Turnier zu kommen. Wir haben eine fantastische Saison gespielt», freut sich Daniel Pfluger.

Klares Ziel vor Augen

Zwei Punkte streicht der Trainer heraus, die aus seiner Sicht für die Leistungssteigerung seiner Equipe in dieser Saison verantwortlich sind. Zur Erinnerung: Neuendorf ist in der letzten Hallensaison mit nur einem Sieg aus der NLA abgestiegen und in der letzten Feldsaison haben sie den Ligaerhalt nur via Barrage geschafft.

«Einerseits hat unser Angreifer Dominik Rhyn einen riesen Sprung gemacht. Er spielt mit viel mehr Druck und Variation als noch letztes Jahr. Und andererseits ist Kevin Hagen nach seiner langen Verletzung wieder zurück, was uns sehr viel Stabilität verleiht», so Pfluger.

Am Samstag laufen die Neuendörfer nun erstmals seit 16 Jahren wieder an einem Final4-Turnier auf. Und das Ziel ist klar. «Wir fahren nach Jona, um eine Medaille zu gewinnen», sagt Daniel Pfluger.

Offene Ausgangslage vor dem Halbfinal

Im Halbfinal wartet das Duell mit dem amtierenden Vize-Meister Widnau. Ein Gegner, der Neuendorf liegt. In der Qualifikation konnten die Gäuer die Ostschweizer zwei Mal bezwingen. Klar ist aber auch: Widnau hat mehr Erfahrung an Final4-Turnieren und stellt mit Mario Kohler und Jan Meier zwei aktuelle Nationalspieler.

«Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe. Wenn wir es schaffen, von Anfang an ins Spiel zu kommen und ihren Service zu entschärfen, dann können wir gewinnen. Entscheidend wird dabei auch sein, wie viel Druck wir entwickeln können», sagt der Trainer der Neuendörfer.

Die Frauen sind froh, dass es endlich geklappt hat

Doch nicht nur die Neuendörfer Männer überzeugen in der laufenden Meisterschaft, sondern auch die Frauen. Nachdem sie in den letzten zwei Jahren die Qualifikation fürs Final4-Turnier jeweils als Fünfte vier Mal ganz knapp verpasst hatten, reichte es diesmal endlich.

«Wir sind sehr froh, dass es geklappt hat, und freuen uns wahnsinnig auf diesen Event», sagt Angreiferin Livia Galli vor den wichtigsten Spielen der Saison. Genau wie die Männer haben die Frauen in der Qualifikation den dritten Rang belegt.

Nicht nur das: Sie konnten mit Jona, Diepoldsau und Kreuzlingen alle Teams, die am Final4 dabei sind, einmal bezwingen. «Wir haben uns im Angriff mit Andrea Gerber verstärkt, aber wir konnten uns auch individuell verbessern, sodass wir in dieser Saison als Team gesamthaft stärker gespielt haben.»

Realistische Medaillenchance 

Im Halbfinal des Final4-Turniers wartet mit Kreuzlingen der vermeintlich einfachste Gegner. Entsprechend rechnen sich die Neuendörferinnen berechtigte Siegchancen aus. «Wenn wir unser bestes Faustball spielen, können wir gewinnen», ist Galli überzeugt.

Klar ist aber auch: Die Partien gegen Kreuzlingen waren in dieser Saison hart umkämpft. Das erste Kräftemessen gewann Neuendorf mit 3:2, das letzte Duell vor zwei Wochen ging mit demselben Resultat an Kreuzlingen. Man darf also gespannt sein, wer am Samstag den besseren Tag erwischt. Klar ist aber schon jetzt, dass beide Neuendörfer Teams realistische Medaillenchancen haben.

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