Fussball

FC Gerlafingen schlägt Wacker Grenchen 3:1

Mit einem frühen Tor legte Gerlafingen die Basis zum 3:1-Sieg gegen Wacker Grenchen. Das neue Trainerduo und die Reaktivierung von Spielern wie Rolf Kirchhofer und Tolga Sahin wirken sich positiv aus.

Der Start in dieses Zitterspiel gelang Gerlafingen optimal: Der wirblige Mehmet Karakus setzte sich am rechten Flügel resolut durch, sah in der Mitte Sturmtank Tolga Sahin, der das präzise Zuspiel nur noch über die Linie zu drücken brauchte.

Die Grencher lagen 0:1 zurück, bevor sie richtig auf dem Rasen standen. Wacker war in der ersten Viertelstunde ganz einfach mental nicht parat, jeder brauchte zu lange, um sich den Ball zurechtzulegen, die Zuspiele waren ungenau und es wurde lasch gedeckt. «Letztes Wochenede waren meine Spieler motivierter und wir standen viel kompakter», analysierte der neue Trainer Antonio Amodio die für den weiteren Verlauf prägenden Szenen.

«Es fehlte an der Einstellung und der Konzentration in der Vorbereitung. Wir haben heute eine grosse Chance verspielt, aber der Kampf gegen den Abstieg ist noch nicht verloren.»

Wieder ein Paukenschlag

Mit der Zeit fand Wacker besser ins Spiel und war deutlich mehr am Ball. Die grösste Ausgleichschance vergab Kara Kamer Semsi, als er aus kurzer Distanz den Ball nicht über die Linie brachte und ein Gerlafinger befreien konnte.

Auch die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Philipp Breu brach mit einem Steilpass durch, aber José Antônio Gomes Oliveira holte stoppte den Konter mit einem groben Foul von hinten. Schiedsrichter Jovan Jankovic zeigte Wackers Nummer 8 absolut zurecht die rote Karte. Der Raum für weitere Gerlafinger Konter war damit weit, weit offen. Nach einer Stunde verhinderte Goalie Nico Allemann mit einer Glanzparade im 1:1 gegen Breu den zweiten Treffer - der junge Gerlafinger hätte besser den alleine mitgelaufenen Karakus bedient.

Extrem wichtig für die Moral

Aber Wackers Sturmlauf mit einem Mann weniger konnte nicht ewig gut gehen. Sahin nutzte die Löcher in der Grenchner Abwehr mit einem Solo zum 0:2 und wenig später machte Murat Akyüz mit einem herrlichen Freistosstor aus 20 Metern – Marke Cristiano Ronaldo – den Sack zu. Das 1:3 durch Kamer Semsi kam zu spät und änderte am verdienten Gerlafinger Sieg nichts mehr. «Das war für unsere Moral extrem wichtig», sagte am Ende Gerlafingens Präsident Urs Wyler erleichtert.

Das neue Trainerduo und die Reaktivierung von Spielern wie Rolf Kirchhofer und Tolga Sahin hatten sich positiv ausgewirkt. Wyler ist zuversichtlich, dass Gerlafingen das 100-Jahr-Jubiläum in nächstes Jahr als Zweitligist begehen kann. «Jetzt sind wir im Aufwind und haben ein Zeichen gesetzt. Ich bin überzeugt, dass wir Mümliswil noch überholen können.»

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