Eishockey

Eine Genusswoche – dann geht es für die Oltner richtig los

Jan Lestander (links) schwitzt, aber geniesst die Trainingsstunden mit der ersten Mannschaft.

Jan Lestander (links) schwitzt, aber geniesst die Trainingsstunden mit der ersten Mannschaft.

Der EHCO gestaltete den ersten Eiskontakt mit «Mätschle» bewusst locker. Trotz nicht mehr ganz so hitzigen Temperaturen kamen die Cracks ins Schwitzen, allen voran Sommertrainer Jan Lestander, der als 16. Feldspieler in die Bresche sprang.

Das offizielle Eistraining des EHC Olten startet zwar erst am kommenden Montag, doch schon am Montag nutzten 17 Spieler der ersten Mannschaft die Gelegenheit, das frisch präparierte Eis im Oltner Kleinholz zu testen. Der Tenor war klar: Zum Glück fand die Hitzewelle mit dem Sonntagabend ein (erstes) abruptes Ende, denn selbst so schwitzten die EHCO-Cracks noch genug.

Am meisten Schweissperlen vergoss Jan Lestander, der als 16. Feldspieler für zahlenmässig ausgeglichene Verhältnisse auf dem Eis sorgte. «Es fehlen immer zwei Meter», meinte er nach den ersten 120 Eis-Minuten gut gelaunt. Er wisse zwar noch immer, so der frühere Profi, wo er zu stehen hätte, «aber es geht einfach nicht mehr.»

Die erste freiwillige Woche auf dem Eis ist für den gebürtigen Schweden die schönste im Hockeyjahr: «Es ist ein lustiges Gefühl, mit den Jungs mitzumachen», so der mittlerweile 50-Jährige, «das Herz frohlockt.»

Und so habe er auch gewisse Ansprüche auf den einen Ausländerposten, meinte er augenzwinkernd, im Wissen, dass Scott Beattie zusammen mit Justin Feser am nächsten Montag zum Team stossen wird. Shayne Wiebe reist aus familiären Gründen erst in der Woche darauf nach Olten.

Verletzungsfrei durch die Saison

Zur guten Stimmung bei Sommertrainer Lestander trug aber auch der Formstand der Spieler bei. Anders als in den letzten Jahren legte er den Fokus in den letzten beiden Monaten nicht auf den Ausdauerbereich, sondern auf kürzere, dafür intensivere Einheiten: «Wir arbeiteten ausschliesslich im Bereich Kraft, Schnelligkeit und Explosivität, auch mit entsprechenden Spielformen.»

Es war der ausdrückliche Wunsch von Trainer Scott Beattie, in den Sommermonaten diesen (neuen) Weg zu gehen. Lestander geht deshalb davon aus, dass die Spieler ab nächster Woche in den Eistrainings viele Kilometer zurücklegen werden.

Verschleisserscheinungen unter der Montur

Viel gearbeitet wurde seit der ersten Juni-Woche auch an der Beweglichkeit, der Körperspannung sowie der Vorbeugung von Verletzungen. «Wir hatten in der letzten Saison 84 Spiele, das zehrte extrem an der Substanz.» Den meisten Spielern sei von aussen, in voller Montur nichts anzusehen gewesen, «doch darunter waren die Verschleisserscheinungen deutlich sichtbar», so Lestander.

Und deshalb ist er auch überzeugt, dass nächsten Montag ein (praktisch) vollständiges Kader auf einem körperlich sehr hohen Niveau zum Eistraining einrücken wird. Er könne zu diesem Zeitpunkt zwar nur über jene rund 15 Spieler urteilen, welche unter ihm regelmässig das Mannschaftssommertraining besuchten, denn die hätten «wahnsinnig gut» mitgemacht. Der Rest, also praktisch die Hälfte des Teams, trainierte im Sommer mit den Personal Coaches.

Erholung das A und O

Die Herausforderung werde es in den kommenden Wochen und Monaten sein, den Spielern die nötige Regeneration zuzugestehen. «Es stehen unglaublich viele Trainings auf dem Programm», weiss Lestander, «dazwischen müssen die Spieler aber wieder herunterfahren können. Die Erholung ist das A und O, gerade in der Vorbereitungsphase.»

Als Physiotherapeut ist er zudem darauf bedacht, seine Spieler möglichst verletzungsfrei durch die Saison zu bringen. «Das ist mein Ziel, und darauf legen wir den grössten Wert.»

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