Kanu

Drei Solothurner an den Kanu-Europameisterschaften in Slowenien - Melanie Mathys will aufs Podest

Nico Meier, Leano Meier und Melanie Mathys wollen an der Kanu-EM für Furore sorgen.

An den am Mittwoch beginnenden Kanu-Europameisterschaften auf der Soca in Slowenien werden auch drei Fahrer des Kanu-Leistungszentrums Solothurn für die Schweiz an den Start gehen

Für die Teamleaderin des Schweizer EM-Teams, Melanie Mathys sind die Zielsetzungen klar. Sie will in beiden Einzelrennen auf das Podest, am liebsten ganz zuoberst, den dieser Titel fehlt ihr noch in ihrer Medaillensammlung. Junioren-Weltmeisterin und U23-Weltmeisterin war sie bereits. Eine Silber- und Bronzemedaille bei den Elitewettkämpfen (EM/WM) hat sie auch schon, nur die Goldmedaille fehlt noch. Die Gesamtweltcupsiegerin der letzten beiden Jahre befindet sich in einer ausgezeichneten Form. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz bei den int. Sprintrennen auf dem Eiskanal in Augsburg ist sie für die Rennen in Slowenien bestens vorbereitet.

Für Nico Meier, den zweiten selektionierten Solothurner, ist es das Ziel sich im Feld der Weltbesten zu etablieren und auch im Sprint die Final-Qualifikation der besten Fünfzehn zu schaffen. An den int. Wettkämpfen in Augsburg vor Wochenfrist  hat er die Sprintquali nur um einige Zehntelssekunden verpasst. Da das Team aber direkt aus dem intensiven Trainingslager auf der Soca an den Wettkampf in Augsburg anreiste, hofft Nico Meier, dass er  an der EM seine Bestleistung abrufen und die Qualifikation für den Sprintfinal schaffen kann.

Erfahrungen sammeln

Der dritte Solothurner, der die Selektion für die EM schaffte, ist der jüngere Bruder von Nico, Leano Meier. Er schaffte die EM-Quali nicht wie die beiden anderen Solothurner bereits im ersten Selektionswettkampf, sondern musste noch ein Selektionsrennen in Italien bestreiten, wo er das EM-Ticket holte.

Für Leano Meier ist es die erste Teilnahme an einem int. Grossanlass der Elite und es geht bei ihm vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln, um möglichst bald den Anschluss an die Weltspitze schaffen zu können. Im letzten Jahr hat Leano zwar die Qualifikation für die Heim-WM geschafft, da aber nur vier Fahrer pro Land starten konnten, wurde er nur als Ersatzfahrer selektioniert.

Schlüsselstellen am Schluss

Die Soca in Slowenien ist einer der schönsten Wildbäche in Europa, aber auch einer der technisch anspruchsvollsten und unberechenbarsten. Dies, weil es nicht nur eine oder zwei Schlüsselstellen gibt, sondern die ganze Rennstrecke des klassischen Rennens besteht aus schwierigen Passagen. Die Fahrer befinden sich in einem Labyrinth von Steinen und Felsblöcken und müssen bei jedem Wasserstand den richtigen und vor allem schnellsten Weg finden.

Zudem ändert der Wasserstand sehr häufig und bei jeder Wasserstandsänderung müssen für viele schwierige Stellen andere Fahrrouten gewählt werden. Dies hat das Schweizer Team im Trainingslager vor zwei Wochen am eigenen Leib erfahren. Zuerst hatte es zu wenig Wasser und nicht alles war befahrbar, danach hatte es Hochwasser. Zudem befindet sich der schwierigste Teil am Schluss des langen Rennens. Da gilt es trotz Müdigkeit mit voller Konzentration in den Schlussteil einzufahren. Auf diesem sehr schwierigen Abschnitt werden dann auch die Sprintrennen ausgetragen.

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