Swiss League

Drei Punkte und eine Knelsen-Matchstrafe: Der EHC Olten schlägt die EVZ Academy diskussionslos 4:1

Der EHC Olten gibt sich in Zug keine Blösse und fährt einen ungefährdeten 4:1-Sieg gegen die EVZ Academy ein. Garry Nunn trifft als bester Oltner Spieler doppelt und leitet damit den Sieg ein. Mit dem vierten Erfolg in Serie verkürzen die Powermäuse den Rückstand auf Leader EHC Kloten auf fünf Punkte.

Ein Schussverhältnis von 36:21 war nach der Schlusssirene auszumachen, woraus sich ein Resultat von 4:1 zugunsten des EHC Olten ergab. Die Statistik mit fast doppelt so vielen Torchancen widerspiegelte das Spiel bei der EVZ Academy bestens. Zu keiner Zeit liessen die Oltner Zweifel aufkommen, dass diese Partie nicht mit dem Punktemaximum enden würde. Einen Schönheitsfehler gab es lediglich 56 Sekunden vor Ende der Partie, als Torhüter Silas Matthys wegen Zugs Powerplaytor durch Döpfner der zweite Shutout der Saison verwehrt blieb.

Das Zuger Ehrentor entstand letztlich aufgrund einer Szene, die sich einige Minuten zuvor ereignete: So wurde Dion Knelsen nach einem Check gegen das Knie von Zugs Verteidiger Nico ­Gurtner an der offensiven blauen Linie mit einer Matchstrafe unter die Dusche geschickt.

Dem Kanadier ist auch nach der Betrachtung der Videobilder zwar überhaupt keine Absicht zu unterstellen, dennoch könnte die Aktion noch über eine Spielsperre hinaus ein Nachspiel haben für Oltens Topskorer.

Matchwinner Nunn an drei von vier Toren beteiligt

Es bedeutete das Ende von Dion Knelsens Arbeitstag, der wiederum nebst Stan Horansky und Garry Nunn an vorderster Front stand, wenn es darum ging, Verantwortung zu übernehmen und das spielbestimmende Element im Oltner Team zu sein. Als absoluter Höhepunkt der Oltner Topsturmlinie stand das 2:0, das überaus unterhaltsam über fünf Stationen herausgespielt wurde und nach grandiosen Pässen von Knelsen und Horansky durch Garry Nunn vollendet wurde. Eine Torproduktion der Extraklasse!

Letzterer holte sich nach Spielende wiederum den wohlverdienten Zusatzapplaus der Oltner Fans ab. Denn Nunn war mit zwei Treffern und einem Assist an drei von vier EHCO-Toren beteiligt. Sein zweiter Treffer, das 3:0, war nicht weniger spektakulär herausgespielt: Im Powerplay erkämpften sich die Oltner eine verloren geglaubte Scheibe zurück, worauf Haas, Rouiller bediente, dieser Nunn einsetzte, der von seiner bekannten Powerplayposition auch das wohl grösste Schweizer Torhütertalent, Zugs Luca Hollenstein, bezwang und machtlos zurückliess.

Die Zuger, dessen Playoff-Chancen nach der kapitalen Overtime-Niederlage gegen die Ticino Rockets auf gegen null gesunken sind, versuchten daraufhin mit Körperspiel in die Partie zu finden. Die Oltner nahmen etwas den Fuss vom Gaspedal, liessen vor allem in der neutralen Zone den Zugern etwas mehr Raum, obwohl Olten dabei stets die kontrollierende Mannschaft blieb. Und so kamen sie zu einem ungefährdeten Sieg dank gradlinigem Spiel, auch wenn die Toreffizienz noch hätte besser ausfallen können.

Trainer Fredrik Söderström zog dennoch ein zufriedenes Fazit – und verglich die vier Direktduelle gegen die EVZ Academy miteinander, aus denen der EHC Olten mit dem Maximum von 12 Punkten hervorging. «Diese Partien haben gezeigt, dass wir gegen solche Teams selber unser grösster Gegner sind. Sie sind nie angenehm zu spielen, aber umso glücklicher bin ich, dass wir mit einer guten Einstellung vor allem in der Defensive besonders solide aufgetreten sind und über 60 Minuten fokussiert blieben.»

Der 4:1-Sieg dürfte den Powermäusen besonders süss schmecken, weil der EHCO an diesem Wochenende damit als einziges der Top-5-Teams volle drei Zähler verbucht hat, da Ajoie und Kloten sich gegenseitig Punkte abluchsten und Thurgau und Visp als Verlierer vom Eis gingen.

Dem EHC Olten steht nun wieder eine Zwei-Spiele-Woche bevor mit Partien gegen die Walliser Klubs. Am Dienstag reist der EHCO nach Sierre, worauf am Samstag Visp im Kleinholz gastiert.

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