Eishockey

Die Kelly Family bleibt dem SC Langenthal treu

Häufiges Bild: Brent Kelly skorte bislang 352 Punkte für die Langenthaler.

Häufiges Bild: Brent Kelly skorte bislang 352 Punkte für die Langenthaler.

Brent Kelly bestreitet heute sein 250. Meisterschaftsspiel für den SC Langenthal. Mit insgesamt 352 Skorerpunkten trug der Nordamerikaner stets einen wesentlichen Teil zu den Erfolgen der Mannschaft bei.

Auch in dieser Saison kann Brent Kelly meist nur von der Schlusssirene gestoppt werden. Trotz der Durststrecke seines Teams, das zwischenzeitlich auf den vorletzten Rang fiel, ist der Kanadier ein tragender Eckpfeiler geblieben. In der NLB-Skorerwertung steht er heute an dritter Stelle, punktgleich mit James Desmarais (EHC Visp) und nur einem Zähler hinter Leader Christopher DiDomenico (SCL Tigers).

Kelly wirkt als stiller Schaffer, der nicht polarisiert und kaum Leistungsschwankungen kennt. Er liegt in die Schüsse statt auf die faule Haut. Und wenn es mal nicht wie gewünscht läuft und er nicht während der regulären Spielzeit skort, dann trifft er halt entscheidend im Penaltyschiessen – wie in der letzten Runde beim HC Ajoie (3:2-Sieg).

Gut für die Familie

Heute (20 Uhr, Schoren) bestreitet Brent Kelly nun also sein 250. Spiel im Dress der Langenthaler. Mit 140 Toren, 212 Assists und 352 Punkten trug der Nordamerikaner wesentlich zum Titelgewinn sowie zu den mehrfachen Halbfinal-Qualifikationen bei. «Es ist schön, so viele Matches aneinanderreihen zu können. In Nordamerika wechselt man manchmal nach jeder Saison das Team», erklärt der werdende Jubilar.

So lange an einem Ort zu leben, sei gut für die Familie. Sein Sohn Nash besucht mittlerweile den Kindergarten, und er spreche bereits recht gut Schweizerdeutsch. Und das bleibt vorerst auch so, Kellys Vertrag läuft noch bis 2016. Dass im Moment nur neun Teams in der Nationalliga B spielen, und sich die Clubs dadurch sechsmal gegenüberstehen, mache es für ihn nicht langweilig. «In Nordamerika gibt es zum Teil über 80 Spiele und es kann sein, dass man zehnmal gegen die gleiche Mannschaft antritt.»

Zwar freue er sich über seine Auftritte in dieser Saison, «aber ich wäre glücklicher, wenn wir häufiger gewonnen hätten», blickt der Hockey-Büetzer auf die ersten 19 Matches zurück. Das Team sei etwas langsam gestartet. «Wir hätten häufiger gewinnen müssen. Oft wurden die Linien wegen Verletzungen umgestellt.»

Heimspiele stets verwertet

Zuletzt aber nahm die Mannschaft Fahrt auf: In den letzten sechs Qualifikationsspielen hat der SCL nur einmal nicht gepunktet. Auf eigenem Eis feierte die Mannschaft drei Siege in Serie: 9:0 Punkte und 11:4 Tore gegen Visp, Martigny und Olten. Doch gegen die GCK Lions, den heutigen Gegner, hat der SCL noch keine Stricke – höchstens einen dünnen Faden – zerrissen: 2:7 Zähler resultierten aus den Duellen gegen die Zürcher.

Motiviert eine solche Ausgangslage zusätzlich? Brent Kelly führt aus: «Es kann einen Unterschied machen. Ich hoffe, dass es für alle von uns zur Extra-Motivation wird.» Denn klar sei betreffend den Lions: «Sie sind jung, verfügen über gute Fähigkeiten und viel Energie. Wenn wir nicht das Beste geben, siegen wir nicht.» Deshalb sei wichtig, dass jeder seinen besten Effort an den Tag lege.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1