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Di Santo schiesst Laupersdorf in den Final

Die Laupersdörfer konnten sich im Halbfinal gegen Tuggen wie gewohnt auf ihren Goalie Sven Zürcher verlassen.

Der Topskorer erzielt in den beiden Halbfinal-Partien gegen Tuggen acht Tore für den Titelverteidiger. Und war somit hauptverantwortlich für die Final-Qualifikation der Laupersdorfer.

34 Tore und 31 Vorlagen buchte Nicola Di Santo in der Qualifikation der Nationalliga A. Das ergibt im Schnitt genau fünf Skorerpunkt pro Spiel für den Oltner im Dress des Titelverteidigers HC Laupersdorf. So soll es im Halbfinal gegen Rolling Stoned Tuggen weitergehen. Drei bis vier Punkte pro Spiel seien auch in den Playoffs realistisch, meinte Di Santo im Vorfeld. Mit Tuggen wartete im Halbfinal der Vierte der Qualifikation auf den Qualisieger HC Laupersdorf. Die Schwyzer holten 16 Punkte weniger als die Thaler in der ersten Phase der Meisterschaft.

Im Halbfinal-Hinspiel vom Samstag in Kaltbrunn brauchte der Liga-Topskorer Nicola Di Santo keine Minute, um das erste Tor in den Playoffs zu erzielen. Nach exakt 51 Sekunden schoss der 24-Jährige Laupersdorf in Führung. Zwei Minuten später legte Adrian Gerber mit dem 2:0 nach. Die Vorlage kam von Di Santo. Tuggen erwischte dann aber nach dem Seitenwechsel den besseren Start und konnte den Spielstand verkürzen. In der 42. Minute nutzt der HC Laupersdorf seine vierte Überzahl-Möglichkeit. Der Torschütze: Nicola Di Santo. Sein zweiter Streich, der dritte folgte zwei Sekunden vor Spielende zum 4:2. Eine Minute davor hatte Tuggens Captain Benjamin Neukom, der ab September wieder für die SCL Tigers auf Kufen unterwegs ist, getroffen.

Diego Schwarzenbachs Rückkehr

Drei Tore und einen Assist also in der Summe für den besten Punktesammler der Liga. Nicht schlecht, aber es sollte im Rückspiel am Sonntag sogar noch besser kommen. Und wieder zeigten die Thaler einen Blitzstart. Im Eishockeystadion Kleinholz in Olten, seit letzter Saison die Heimspielstätte der Laupersdörfer, eröffnete Di Santo das Skore diesmal sogar schon nach 24 Sekunden. Die Schwyzer vermochten den Sturmlauf der Nummer 97 schlicht nicht zu stoppen. Nach überstandener Strafe forcierte der HCL das Tempo und konnte folgerichtig erhöhen. Mittels herrlichem Doppelpass von Nicola Di Santo und EHCO-Spieler Diego Schwarzenbach.

Dieser hatte im Hinspiel am Vortag noch gefehlt. In der Qualifikation war Diego Schwarzenbach, dessen Bruder Boris ebenfalls seit vielen Saisons im Kader der Thaler figuriert, mit 22 Toren und 26 Vorlagen der viertbeste Skorer der NLA. Nach dem Assist beim zweiten Tor traf die Nummer 9 in der 15. Minute zum 3:0 für Laupersdorf – ein unhaltbarer Weitschuss im Powerplay. Die Laupersdörfer nutzen somit gleich die erste Strafe der Gäste aus. Tuggen brauchte drei Anläufe. Dafür trafen die Schwyzer bei ihrem dritten Versuch in Überzahl nach lediglich 14 Sekunden. Und knapp drei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit feierten die Gäste noch ihren zweiten Torerfolg und verkürzten auf 2:3.

Wichtiges Tor vom Spielertrainer

Gefahr, den Vorsprung aus dem Hinspiel noch zu vergeben, lief der Titelverteidiger deswegen aber noch lange nicht. Auch der Ausgleichstreffer fünf Sekunden nach dem Seitenwechsel warf den fünffachen Schweizer Meister nicht aus der Bahn. Denn jetzt, in diesem kurzen heiklen Moment, traten beim HC Laupersdorf die Routiniers so richtig in Erscheinung. Zudem war Goalie Sven Zürcher der gewohnt sichere Rückhalt. Spielertrainer Michael Gerber brachte den HCL anderthalb Minuten nach dem 3:3 wieder in Front. Sein Bruder Adrian legte in der 40. Minute nach und sorgte damit für die endgültige Entscheidung um den Finaleinzug. Es war ein herrlicher Weitschuss in den Winkel.

Die Pflicht war damit erledigt, für die Kür sorgte dann wieder Topskorer Nicola Di Santo. In der 46. Minute traf er im Powerplay nach schöner Vorarbeit von Diego Schwarzenbach. In der 47. Minute schoss er die Scheibe über das ganze Spielfeld ins leere Tor, als die Schwyzer immer noch hofften. Und in der zweitletzten Minute landete Nicola Di Santo mit seinem insgesamt fünften Tor des Spiels sogar noch einen Hattrick. Ergibt mit dem Assist zum 3:0 sechs Skorerpunkte im Rückspiel, und im Schnitt deren fünf in den zwei Playoff-Spielen. Die Ansage vor dem Spiel war also nicht zu hoch gegriffen.

Rüschlikon ist der Finalgegner

Im zweiten Halbfinal setzten sich die Rüschlikon Chiefs hauchdünn gegen die Keyplayers Embrach durch. Mit 7:7 hatte das Hinspiel am Samstag geendet. Im Rückspiel lag Rüschlikon ab der 5. Minute und dem Tor von SC-Langenthal-Captain Stefan Tschannen stets in Führung. Nach 40 Minuten mit 5:2, die Aufholjagd der Embracher kam zu spät. Somit kommt es am nächsten Wochenende zum Final zwischen dem HC Laupersdorf und dem Dritten der Qualifikation, den Rüschlikon Chiefs.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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