Tennis

Der TC Solothurn schafft den Einzug in die Finalrunde

Johannes Ager und der TC Solothurn konnten gestern überzeugen.

Johannes Ager und der TC Solothurn konnten gestern überzeugen.

Nach einem souveränen 9:0-Sieg gegen Nyon steht Solothurn erstmals in seiner noch jungen NLA-Interclub-Geschichte in der Finalrunde der besten vier Schweizer Teams. Der TC Solothurn feiert damit seinen bisher grössten nationalen Erfolg.

Den Grundstein für die Finalteilnahme legten die Solothurner mit ihren beiden 5:4-Erfolgen an den ersten beiden Spieltagen gegen die Mitkonkurrenten Genf und GC, zwei alteingessenene Klubs mit grosser Interclub-Vergangenheit, die zusammen bisher nicht weniger als 47 Meistertitel gewonnen haben.

Mit dem wohl formulierten Saisonziel Ligaerhalt vor Augen, holten die Solothurner ohne ihren bestklassierten Schweizer Spieler Stéphane Bohli, auch gegen die beiden «Überflieger»-Teams aus Cologny und Ried Wollerau Punkte und spielten sich in der Schlussrangliste auf den dritten Platz vor. Stéphane Bohli, der am Dienstag seinem Klub einen Besuch abstattete, zeigte sich «beeindruckt von der guten Stimmung» .

In der «familiären Atmosphäre unseres «kleinen Klubs» und dem guten Teamgeist», ortet Präsident Derendinger einen Hauptgrund für die guten Leistungen seiner Mannen, die auch gestern verbissen um jeden Punkt kämpften. Beste Beispiele dafür waren Martin Vacek, der nach einem Kaltstart Philippe Kahoun niederrang und Johannes Ager, der in einem epischen Duell gegen Jacob Kahoun das bessere Ende behielt.

Kurzferien vor dem Halbfinal

Während dem «seine Spieler» nach getaner Arbeit zu einem «Kurzurlaub» nach Hause fahren, steht einem zufriedenen Präsidenten nach wie vor einiges an Arbeit bevor, denn Hugo Derendinger ist noch nicht sicher, wie sein Team am Samstag im Halbfinal gegen Ried Wollerau aussehen wird. Da die meisten Ausländer in der Schweizer NLA-Interclub-Meisterschaft gleichzeitig auch Verträge mit einem deutschen Bundesligisten haben, könnte es sein, dass Solothurn der eine oder andere Ausländer fehlen wird.

«Bisher ist nur sicher, dass unsere Nummer 1, Matteo Viola, zu 100 Prozent dabei sein wird, bei den andern Spielern – Simon Greul, Johannes Ager und Thomas Schiessling – hängt die Halbfinal-Teilnahme einzig und allein von der Freigabe ihres Bundesliga-Klubs ab, denn spielen wollen alle,» weiss Derendinger und hofft, «dass wir mit sechs Spielern antreten können.» Spätestens am Donnerstag, wenn sich das Team wieder in Solothurn trifft, wird er Gewissheit haben.

Wenig Chancen auf den Final

Chancen auf eine Finalteilnahme rechnet er sich nur wenige aus, zumal die Solothurner davon ausgehen, dass der Halbfinal-Gegner Ried Wollerau, der amtierende Schweizer Meister, in Bestbesetzung antreten kann. «Im Normalfall», so Derendinger, «haben die Teams auf den Plätzen 3 bis 6 – Solothurn, Genf, Grasshoppers und Nyon – gegen die beiden Top-Mannschaften aus Cologny und Ried Wollerau praktisch keine Chance.

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