Auch im vierten Anlauf, zum zweiten Mal davon im Penaltyschiessen, konnte der erstmalige Sieg am Czech Open in Prag nicht ins Palmares des Rekordmeisters eingefügt werden. Im Duell mit dem schwedischen Topteam Falun, Titelverteidiger, mehrfacher schwedischer Meister und viermaliger Champions Cupsieger, holte das Team aber alles aus sich heraus. Im achten Spiel innnert vier Tagen und nur noch mit 15 Feldspielern (ausgerechnet die Offensiv-Trümpfe Hofbauer/Känzig mussten passen) schien die Entscheidung kurz nach Beginn des Mitteldrittels gefallen. Die Schweden mit ihren Topstars Galante und Johansson erzielte drei Tore innerhalb von 5 Minuten und zogen scheinbar vorentscheidend von 1:1 auf 4:1 davon.

Doch die Berger-Truppe zeigte eine angesichts der latenten Müdigkeit tolle Reaktion und kämpfte sich ins Spiel zurück. Ja, der SVWE war physisch sogar besser und zwang die Schweden immer wieder, Strafen zu nehmen. Der überragende Youngster Dudovic (dreifacher Finaltorschütze und zum besten Spieler des Turniers gewählt) sowie Neuzugang Pylsy konnten drei davon zu Toren ummünzen. Und so glückte dem starken Marco Louis mit einem seiner vielen Steals am Turnier dann tatsächlich noch der 5:5-Ausgleich (57.).

Bald schon kommt der nächste Gradmesser

Dabei blieb es bis zum Spielende, es folgte direkt das Penaltyschiessen. Dort traf beim SVWE von drei Schützen nur Louis und so jubelte am Ende Falun. Trotzdem darf die Reise nach Prag als Erfolg gewertet werden. Die Absenzen und Verletzungen von Titularen gab allen Kaderspielern genügend Spielzeit, jeder (auch die Jungen) mussten bereits viel Verantwortung übernehmen und konnte das Vertrauen mit ihrer Nominierung rechtfertigen. Und wie immer schweisste das Turnier das Team zusammen, die Neulinge konnten rasch und gut integriert werden.

Jetzt wird das Team eine Woche etwas reduziert trainieren, ehe dann ab dem 21. August mit dem Turnier in Lettland gegen andere Topteams wie Classic, Linköping oder Växjö der nächste Gradmesser wartet. Dann werden auch die fehlenden Teamstützen Alder, Rentsch und Verteidiger-Ass Krister Savonen dabei sein. Am 31. August steht dann in der Saalsporthalle Zürich der Supercup gegen Kantonsrivale Tigers Langnau auf dem Programm.