Fussball 2. Liga inter

Der Riesen-Sprung: Patrick Riesen wechselt von Koppigen zu Solothurn

Patrick Riesen spielte letzte Saison noch beim Koppiger SV in der 3. Liga.

Solothurner Wintertransfer: Patrick Riesen spielte letzte Saison noch beim Koppiger SV in der 3. Liga. Nun will der 22-Jährige an seinem steilen Aufstieg beim FC Solothurn anknüpfen. Sein Ziel ist immer in der Startelf zu spielen.

In der Vorsaison wirbelte der 22-jährige Grasswiler Patrick Riesen noch beim Berner Drittligisten Koppiger SV. Auf die laufende Spielperiode holte ihn der FC Subingen in die 2. Liga inter, in der Winterpause wechselte er zum FC Solothurn. Innerhalb eines halben Jahres erlebte Riesen einen fulminanten Aufstieg und spielt mittlerweile vier Stufen höhrer. «Das ist für mich ein Riesensprung, daran muss ich mich noch gewöhnen, wobei ich jeden Tag, in jedem Training dazulerne», sagt Riesen.

Der Oberaargauer ergänzt: «Es ist ein gewaltiger Unterschied, die Passgenauigkeit und dass alles viel schneller abläuft, sind meine grössten Herausforderungen. Jeder hilft mir, dies ist sehr motivierend bei einem solchen Schritt; ich kann extrem viel lernen».

Eigentlich ist es eine Rückkehr, denn der FC Solothurn erkannte sein Talent schon im Juniorenalter. Riesen begann bei Koppigen mit Fussball. Die Ambassadoren holten ihn zu den U12-Junioren. Er stieg bis in die U16 auf und wurde vom FC Basel sogar zu einem Probetraining eingeladen.

Doch mit der körperlich und zeitlich anspruchsvollen Berufslehre als Zimmermann war dieser Aufwand nicht mehr vereinbar. «Das alles war zuviel aufs Mal. Ich musste weniger machen, Priorität hatte für mich die Lehre», erklärt Riesen. Zuerst wechselte er ins Team Untere Emme in Kirchberg, ehe er zu Koppigen bei den Aktiven in die 4. Liga zurückkehrte. Mit seinem Stammverein stieg er 2017/18 in die 3. Liga auf.

«Ich will diese Chance nützen»

Riesen ist weiterhin als Zimmermann in Grasswil tätig. Weil er teilweise im Büro arbeiten kann, haben sich seine fussballerischen Perspektiven mittlerweile etwas geändert. Dies schlagartig am 23. Dezember 2018 mit einem Telefonanruf von Solothurns Sportchef Hans-Peter «Bidu» Zaugg. Diese Anfrage entspricht der Philosophie der Aarestädter, ehemalige Junioren weiter im Auge zu behalten und sie zurückzuholen.

«Wir haben abgemacht, dass ich die ganzen Vorbereitungen mitmache, um zu sehen, ob ich ins Team passe und ob sie in mir Potenzial sehen», merkt Riesen an. Im Trainingslager Mitte Februar auf Teneriffa eröffnete Zaugg dem 1.71 m grossen Mann, dass der FC Solothurn ihn ins Kader aufnehmen möchten. «Subingen, obwohl Tabellenletzter, hat sich nicht dagegen gesträubt und mir gesagt, sie wollen mir helfen, obwohl sie meinen Abgang schade finden», ist Riesen den Wasserämtern dankbar.

Sein persönliches Ziel lautet, immer mehr zu spielen, um in die Startelf zu kommen: «Dazu braucht es Zeit, die mir aber der Trainer gibt; ich will diese Chance nützen». Mit seinen Stärken, der Schnelligkeit und Wendigkeit, will Riesen alles geben, um das Hauptziel, den Aufstieg zu erreichen. «Ich freue mich auf die nächsten drei Spiele, denn sie sind für mich auch eine Chance wegen der Verletzten und Gesperrten», sagt Riesen.

«Dieser Sieg in Bassecourt tat gut, gibt uns viel Selbstvertrauen und dank unserer solidarischen Leistung grossen Kitt», strahlt der Zuzüger Optimismus aus. Mit seinen Leistungen nach Teileinsätzen gegen Luzern II (27 Minuten) und in Basel gegen die Black Stars (35 Minuten) hat der linke Flügel in Bassecourt bei seinem Startspieldebüt mit seiner den Sieg sichernden 3:1-Torpremiere in der 32. Minute seine Chancen klar verbessert.

Drei gesperrte Spieler

Für die bevorstehende Englische Woche – drei Heimspiele: Goldau heute Samstag 16 Uhr, Schötz Nachtragsspiel wegen Cup-Einsatz gegen Echallens am Mittwoch 20 Uhr und Buochs folgender Samstag 16 Uhr – sind wegen Ausfällen die zur Verfügung stehenden Spieler gefordert. Edin Hasanovic fällt wegen seines Muskelfaserrisses vier bis fünf Wochen aus. Nächste Woche soll er wieder mit dem Lauftraining beginnen können. Jeffrey Grosjean erlitt in Bassecourt eine Zerrung und fällt dieses Wochenende aus.

Wie es für die anderen beiden Spiele vor Ostern aussieht, wird sich nächste Woche erweisen. Colin Bähler wird gegen Goldau im Tor stehen und ein Torhüter von der CCJLA-Equipe als Ersatz aufgeboten. Raphael Koch (Gelbrot) und Waylon Grosjean (vierte Verwarnung) sind für je ein Spiel gesperrt, während Loïc Chatton zweimal fehlt (Direktrot für grobes Spiel).

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