Handball-Cup

Der eigentlich gar nicht so willkommene Cup-Knüller: Der HV Olten trifft zuhause auf NLA-Leader Pfadi Winterthur

Hanspeter Arnold trifft mit Olten zum zweiten Mal auf Pfadi.

Pfadi Winterthur ist aktuell das beste Team der Schweiz. Nach sieben Spielen mit sechs Siegen und einem Unentschieden führen die Zürcher die Tabelle der NLA an. Morgen gastiert Pfadi Winterthur im Zuge des Cup-Achtelfinals beim HV Olten in der Stadthalle (20.30 Uhr). Der Fokus liegt bei den Oltner indes eher auf dem nächsten Meisterschaftsspiel.

Diese Affiche gab es zuletzt in der Saison 2014/15 im Cup-Sechzehntelfinal. Der Trainer der Oltner hiess damals schon Hanspeter Arnold. «In den ersten zehn Minuten führten wir sogar, doch dann wurde die Sache immer klarer», erinnert er sich an die 15:30-Niederlage. Sein Team eliminierte auf dem Weg in die Achtelfinals den Erstligisten Seen Tigers (38:23) und Wädenswil/Horgen aus der NLB (28:27). Pfadi Winterthur machte im Sechzehntelfinal mit dem BSV Bern kurzen Prozess – 32:16-Sieg.

«Es wäre vermessen, zu sagen, wir wollen gegen sie etwas holen», blickt Arnold dem Aufeinandertreffen mit dem NLA-Spitzenreiter entgegen. Vielmehr gehe es darum, mal zu schauen, was gegen einen Gegner von diesem Kaliber klappt und was nicht. «Das Ziel muss es sein, ein paar schöne Aktionen zeigen zu können», sagt Arnold.

«Wir wollen dem Publikum einen gewissen Unterhaltungswert bieten, Chancen auf ein Weiterkommen werden wir keine haben.» Der Niveauunterschied sei schlicht zu gross. «Der kristallisiert sich während des Spiels auch viel deutlicher heraus als etwa beim Fussball, wo es mehr Sensationen gibt. Nur schon in der NLA selbst ist das Gefälle riesig.»

«Der Fokus liegt ganz klar auf der Meisterschaft»

Gegen ein NLA-Team antreten zu können, sei speziell und ein Zückerchen für den Erstligisten. Der Cup-Schlager kommt aber zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt. Denn bereits zwei Tage später wartet in der 1. Liga das nächste wichtige Spiel. Der HV Olten startete in seiner Gruppe mit fünf Siegen und einer Niederlage, was aktuell Platz eins bedeutet. Doch die Konkurrenz ist dicht dran und nur die besten zwei Teams kommen in die Finalrunde. Die restlichen sechs Klubs spielen im Frühjahr gegen den Abstieg.

«Der Fokus liegt ganz klar auf der Meisterschaft und dem Spiel gegen Dagmersellen am Samstag», sagt denn auch Trainer Arnold, der sich zufrieden zeigt mit dem bisherigen Verlauf der Saison. Die vielen Verletzten bereiten ihm indes etwas Sorgen: «Ich hätte nie gedacht, dass wir mit unserem riesigen Kader solche Probleme bekommen. Doch die Ausfälle haben sich gehäuft, was natürlich Pech ist, aber wir nehmen es, wie es kommt. Ich gehe davon aus, dass wir den Einzug in die Finalrunde schaffen werden.» 

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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