EHC Olten

Der EHCO ist nicht zu bremsen: Mit Coolness zum achten Sieg in Serie

Der EHC Olten schlägt im Kleinholz den EHC Visp mit 3:1. Der Gastgeber gerät dabei im letzten Abschnitt durch den Anschlusstreffer von Andy Furrer zwar kurz in Bedrängnis, doch nur sechs Minuten später gelingt Dion Knelsen mit einer kleinen Show-Einlage die Entscheidung. Dank dem Sieg grüssen die Powermäuse neu von Platz 3 der Tabelle.

Es hätte ein Moment sein können, in welchem eine verunsicherte Mannschaft in Schwierigkeiten hätte geraten können. Dem EHC Visp gelang in der 47. Minute auf glückliche Art und Weise – Furrer traf via Bein von EHCO-Goalie Simon Rytz – der Anschlusstreffer zum 1:2. Während die Oltner zuvor Chance um Chance vergeben und es verpassten hatten, sich eine komfortablere Führung zu erkämpfen, kamen die Walliser fast aus dem Nichts zurück in die Partie. Wie würde der EHC Olten auf diesen Rückschlag reagieren?

Einziger Kritikpunkt: Die Chancenauswertung

Es spricht für den derzeit ungemein stabilen Zustand der Mannschaft, dass sie sich durch diese Unebenheit nicht von der Siegerstrasse abdrängen liess. Im Gegenteil: Die Oltner nahmen das Zepter sofort wieder in die Hand, blieben aktiv und liessen den Visper so weder Zeit noch Raum, zu einer späten Aufholjagd anzusetzen. «Jetzt sind wir endlich an dem Punkt angelangt, an welchem wir uns durch einen ungünstigen Spielverlauf nicht mehr stressen lassen», freute sich EHCO-Headcoach Fredrik Söderström über die coole Reaktion seiner Schützlinge, die den achten Meisterschaftssieg in Serie schliesslich souverän nach Hause brachten. Dion Knelsen sorgte mit einer feinen Einzelleistung in der 55. Minute für die endgültige Beruhigung des Nervenkostüms. Es passte, dass die nominell erste Sturmlinie, die zuvor im Abschluss oft gesündigt hatte und auch beim Gegentor auf dem Eis stand, für die Entscheidung besorgt war.

EHCO - Visp (13.11.19)

Will man nach diesem grundsoliden Auftritt der Powermäuse überhaupt nach einem Haar in der Suppe suchen, dann betrifft das eigentlich exklusiv das Thema Chancenauswertung. «Wir müssen im Abschluss noch entschlossener als Werk gehen. Wir suchen zu oft den perfekten Pass», fand Söderström durchaus kritische Worte. Schon nach dem ersten Drittel hätten die Oltner höher führen müssen als nur mit 2:0. Sie wirkten nach der Meisterschaftspause deutlich frischer als ihre Kontrahenten aus dem Wallis. Den Visper gelang zwar im zweiten Durchgang eine Leistungssteigerung, trotzdem kam deren Sportchef Bruno Aegerter in der TV-Analyse nach 40 Minuten nicht darum herum, einzugestehen: «Es könnte auch 4:0 für Olten stehen. Da dürften wir uns nicht beklagen.»

Anthony Rouillers geglücktes Comeback

Am Ende war das aber alles Jammern auf höchstem Niveau. Angesichts der laufenden Siegesserie – zuletzt gelang den Powermäusen vor zwei Jahren eine identische Sequenz – ist man mittlerweile auf den dritten Tabellenrang vorgerückt. Die Perspektiven sind wunderbar, zumal auch die personelle Situation viel mehr Spielraum zulässt. Rückkehrer Anthony Rouiller zeigte eine gute Leistung. «Ich bin positiv überrascht, wie er nach dieser langen Pause aufgetreten ist», freute sich auch Fredrik Söderström.

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