EHC Olten

Der EHC Olten schlägt die Ticino Rockets 7:2 - es kommt im Playoff-Viertelfinal zum Derby gegen Langenthal

Der EHC Olten erfüllt die Pflichtaufgabe Ticino Rockets souverän mit 7:2 und beendet damit die Swiss-League-Qualifikation auf dem dritten Rang. Es kommt im Playoff-Viertelfinal zum Derby gegen den SC Langenthal.

Die letzten Sekunden des 44. und letzten Qualifikationsspiels zählen herunter, als aus der EHCO-Fankurve erste Sprechchöre zum Playoff-Viertelfinal-Gegner zu hören sind: Weil Langenthal gegen Winterthur nicht gewinnen konnte – oder wollte? – und zugleich Thurgau überraschend Leader Kloten niederrang, ist schon vor der Schlusssirene in Olten klar: Es kommt zum dritten Playoff-Derby in den letzten drei Jahren.

Kaum war die Ausgangslage vor dem ersten Puckeinwurf deutlicher als in dieser Saison. Der EHC Olten hat aus vier Direktduellen drei für sich entschieden und geht als Favorit in die Serie gegen das auf und neben dem Eis arg wankende SC Langenthal.

Für eine packende Playoffserie hat sich der EHC Olten gegen die Ticino Rockets noch einmal kräftig in Laune gespielt. Beim deutlichen 7:2-Heimsieg liess der EHCO seinem Gegner nie den Hauch einer Chance, sodass man sich zeitweise sogar fragte, wie der Tabellenletzte aus dem Tessin bloss das Kunststück zustande brachte, vier Tage zuvor den HC Thurgau zu besiegen.

Vieles erinnerte bei den Oltnern gegen die Rockets an das Spiel gegen Winterthur vom Dienstag. Der EHC Olten legte wiederum einen beeindruckenden Blitzstart auf das Eis, 17 Sekunden nach dem Beginn hatte Dion Knelsen bereits getroffen. Der EHC Olten schraubte in der Folge munter weiter an der Anzeigetafel, der bärenstarke Lukas Haas sowie Alban Rexha und Jewgeni Schirjajew erhöhten bis zur ersten Pause auf 4:0. Doch danach beschränkte sich der EHC Olten bis auf Daniel Eigenmanns Weitschusstor (31.) wie bereits in Winterthur auf das Nötigste. Die Folge: Die Ticino Rockets vermiesten EHCO-Torhüter Simon Rytz vorzeitig einen Shutout, der sich über die Fahrlässigkeit, die sich im Oltner Spiel breit machte, besonders ärgerte.

13 Minuten vor Ende der Partie zog Trainer Fredrik Söderström schliesslich sein Timeout, um von seinen Spielern noch einmal etwas mehr Intensität zu fordern. Auf die Worte des EHCO-Trainers spielte Stan Horansky einen Wunderpass auf Dion Knelsen, der nur noch den Stock hinzuhalten brauchte. Zwar liess sich der EHCO ein weiteres Mal erwischen, setzte aber wenig später mit dem 7:2 den Schlusspunkt auf ein Spiel, dessen Skore die Kräfteverhältnisse in dieser Höhe bestens wiedergab.

Keine Härtetests vor den Playoffs

Sie hätten wiederum nicht 60 Minuten ihr bestes Eishockey gespielt, sagte Trainer Fredrik Söderström. „Aber ich kann dem Team keinen Vorwurf machen. Es standen nicht jene Teams gegenüber, die von uns 100 Prozent Intensität abverlangen konnten. Ich verstehe die Spieler, wenn sie beim Stande von 4:0 oder 5:0 die Playoffs im Hinterkopf haben und nicht mehr den letzten Schritt gehen“, sagte der Schwede.

Auf die Frage, ob er gerne zum Abschluss der Qualifikation lieber noch einen Härtetest absolviert hätte, sagte er: „Vielleicht hätte uns ein Spiel gegen Ajoie oder Kloten gut getan, aber das lag ja nicht in unseren Händen. Letztlich haben wir unseren Job gemacht und die beiden Spiele souverän gewonnen. Ich hätte nicht mehr erwarten können.“

Söderströms Vorfreude auf seine ersten Schweizer Playoffs

Er freue sich nun auf seine ersten Playoffs in der Schweiz, sagte Söderström weiter. Diese Premiere sogleich mit einem Derby zu feiern, sei etwas Spezielles. Er schaue der Serie sehr zuversichtlich entgegen. „Es werden Emotionen im Spiel sein und wir werden gefordert sein. Aber wir haben so viele Leader im Team, die viele Playofferfahrungen in ihrem Rucksack haben. Langenthal spielte hier in Olten ein starkes Spiel im Dezember. Aber ich denke, wir werden über eine Serie gesehen die bessere Mannschaft sein.

Meistgesehen

Artboard 1