Eishockey

Der EHC Olten führt den SC Langenthal quasi zum Sieg

Ruhnke (Nr. 98) verpasst eine Chance vor Langenthal Goalie Eichmann.

Ruhnke (Nr. 98) verpasst eine Chance vor Langenthal Goalie Eichmann.

Die Oltner verlieren das zweite Derby der Saison in Langenthal ziemlich unnötig mit 1:4. Olten hätte früh alles klar machen können, wenn sie im Power-Play effizienter gewesen wären.

Die Pause war mit zehn Tagen zwar nicht allzu lang, und doch schienen sie die Akteure in den ersten Minuten noch ein wenig zu spüren. Unterhaltsam war es nicht, was der SCL und der EHCO den knapp 3500 Fans zeigten. Doch aus Sicht der Gäste war das Erste noch das beste Drittel. Hatten die Gäste ganz zu Beginn der Partie einige gute Momente im gegnerischen Drittel, dauerte es bei den Langenthalern etwas länger. Zweimal mussten sie sich in Unterzahl bewähren, ehe sie erstmals aussichtsreich nach vorne spielten. Doch Vincenzo Küng, von der Strafbank kommend, konnte den Gegenbeweis für seine miserable bisherige Saisonbilanz von zwei Punkten aus siebzehn Partien nicht erbringen: Anstatt seine beiden mitsprintenden Kollegen in der Mitte zu bedienen, zielte er genau auf Gäste-Keeper Tobler.

Nach der Magerkost in Abschnitt eins besannen sich beide Teams nach dem Tee eines Besseren. Erstmals Grund zum Jubeln hatten aber die Oltner, welche in der fünften Überzahl zuschlugen: Topscorer Truttmann versenkte eine Ganz-Hereingabe bei vier gegen drei mit einem satten Direktschuss.

Olten vergab die Führung

Es wäre also angerichtet gewesen für den EHCO, die Lücke zum Erzrivalen in der Tabelle weiter anwachsen zu lassen. Doch anstatt eine der nächstbesten Möglichkeiten zur beruhigenden 2-Tore-Führung zu nutzen, bauten sie den Gegner mit ungenügender Effizienz im Powerplay auf. Anstatt einen Kelly-Stockschlag mit dem 2:0 zu bestrafen, gelang in Überzahl wenig nach Wunsch, und kaum war der SCL-Topscorer von der Kühlbox zurück, schlug es auf der Gegenseite ein: Kämpf knallte die Scheibe aus nächster Nähe unter die Latte.

Doch damit nicht genug: Zwei Minuten waren im Mitteldrittel noch zu spielen, als sich Füglister ein Herz fasste, die gesamte EHCO-Hintermannschaft ganz schlecht aussehen liess und trotz Doppeldeckung backhand in die Goalie-Ecke traf. Die Entscheidung, in einem jetzt ganz passablen Derby, war das natürlich noch nicht, und doch verschafften sich die Gastgeber schon kurz nach der zweiten Pause ein kleines Polster. Wieder halfen die Oltner, mit einer mehrfach ungenauen Passfolge in der neutralen Zone, etwas nach, und Campbell traf genau ins entfernte hohe Eck. Tobler war beim 3:1 schuldlos, war ihm doch halbwegs die Sicht verdeckt.

Es wollte wenig gelingen

Spätestens jetzt war klar, dass es kaum noch etwas werden würde mit einem positiven Resultat für den Tabellenzweiten. Diese spielten zwar die letzten acht Minuten der Partie auf ein Tor – ohne Erfolg. Als der Druck mit einem 6. Feldspieler für den SCL beinahe nicht mehr auszuhalten war, befreite Marc Kämpf aus dem eigenen Drittel und traf mitten ins verlassene EHCO-Gehäuse. Das war jetzt endgültig die Entscheidung, der Schlusspunkt unter das zweite Derby der Saison. Es sei zwar nicht das schlechteste Spiel der bisherigen Saison gewesen, «aber wir hatten auch schon Bessere», sagte Adrian Brunner nach dem Spiel.

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