Handball

Der Abstiegs-Countdown läuft unaufhaltsam für den TV Zofingen

Der TV Zofingen stämmt sich gegen den Abstieg.

Der TV Zofingen stämmt sich gegen den Abstieg.

Der TV Zofingen und Marco Lenzin stehen vor dem zweitletzten Heimspiel gegen Möhlin. LEnzin wird dabei auf seine alten Teamkollegen treffen.

«Ich freue mich riesig auf das Wiedersehen mit den alten Teamkollegen», sagt Zofingens Rechtsaussen Marco Lenzin, «es ist immer ein Highlight, wenn du auf eine Mannschaft triffst, in der du die meisten Spieler gut kennst.»

Deshalb steht für den 22-jährigen Linkshänder aus Küttigen auch ausser Frage, ob er heute trotz Verletzung dabei sein will. «Gegen Möhlin muss es einfach gehen», sagt Marco Lenzin bestimmt.

Es war in der Partie gegen die SG Pilatus, als der Flügel unerwartet früh den angeschlagen ausgefallenen Lukas Moser ersetzen musste. Nicht richtig aufgewärmt betrat er das Feld und verliess es bereits nach 34 Sekunden gestützt wieder.

«Ich habe die Bänder im Fuss angerissen», erzählt Lenzin, «und das verursacht Schmerzen. Aber ich habe es vor einer Woche in Wädenswil versucht und werde es auch gegen Möhlin probieren.» Auch darum, weil er für den TV Zofingen im Vergleich mit seinem ehemaligen «Arbeitgeber», gegen den die Thutstädter eine 20:36-Hinspielniederlage hatten einstecken müssen, gewisse Chancen sieht.

«Sie sind bestimmt nicht unbesiegbar»

«Sicher, Möhlin hat ein paar individuell sehr starke Akteure, aber sie traten zuletzt auch nicht immer überragend auf und sind trotz der insgesamt überzeugenden Saison bestimmt nicht unbesiegbar», sagt Lenzin über den Tabellenvierten.

Ausserdem gebe es in der momentanen Situation auch nichts mehr zu taktieren: «Es müssen Punkte her, wenn wir uns noch retten wollen. Wir müssen in den letzten fünf Spielen alles in die Waagschale werfen.»

Die beiden Begegnungen der Wahrheit gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf sind zuletzt nicht mit dem gewünschten Erfolg über die Bühne gegangen. Dem Sieg gegen die SG Pilatus liessen die Thutstädter vor einer Woche eine Pleite in Wädenswil folgen. Fünf Runden vor Schluss beträgt der Rückstand des Teams von Trainer Zsolt Toth auf den rettenden zwölften Platz nun fünf Zähler.

Die Abstiegsangst wird aus den Köpfen verbannt

«So lange es rechnerisch noch möglich ist, reden wir noch nicht vom Abstieg», bedient sich Marco Lenzin der üblichen Durchhalteparole, «auch wenn wir mittlerweile auf andere Equipen angewiesen sind.» Es gelte, zuerst das Aufeinandertreffen mit Möhlin für sich zu entscheiden «und danach haben wir vier Wochen Zeit, um uns noch einmal optimal auf die letzten vier Begegnungen vorzubereiten.»

Sollte es dann trotzdem nicht für den Ligaerhalt reichen, wäre das noch nicht gleichbedeutend mit dem Abschied von Marco Lenzin. «Ich bin im Frühling trotz Angebot aus Möhlin nach Zofingen gekommen, um den Spass am Handball wieder zu finden», erklärt der Linkshänder, der in vier Spielzeiten 87 NLB-Einsätze für die Fricktaler absolviert hatte, «das ist mir bis zu meiner Meniskusverletzung Ende November gelungen.

Seit dem Comeback bin aber auch ich am schwächeln.» Insgesamt gefällt es dem 22-jährigen Wirtschaftsingenieur-Student aber in Zofingen und er kann sich vorstellen, auch in der 1. Liga für den TVZ zu spielen.

«Dafür müssten die Zofinger aber ein schlagkräftiges Team zusammenbringen», sagt Marco Lenzin, «und die Jungen müssten mit vollem Einsatz dabei sein.» Ausserdem käme es auch darauf an, wer in der kommenden Saison an der Seitenlinie der Thutstädter steht.

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