Squash

Der 55-jähirge René Stofer aus Feldbrunnen gehört zur Squash-Elite der Schweiz

René Stofer traut sich den Weltmeister-Titel in seiner Altersklasse zu.

René Stofer traut sich den Weltmeister-Titel in seiner Altersklasse zu.

In Feldbrunnen wohnt einer der besten Schweizer Squasher. Dieses Jahr will es der 55-jährige René Stofer nochmals wissen. Als amtierender Schweizer Meister hat er das Ticket für die WM, die Ende Juli in Birmingham stattfindet, gelöst.

Es ist für den 55-Jährigen die zweite Teilnahme. Stofer startet in der Kategorie Ü55. «In zwei Jahren, an der nächsten WM, bin ich dann bereits 57, meine Chance ist jetzt», erklärt der ehrgeizige Ex-Rock-and-Roll-Tänzer.

Für Marin in der NLB

Vor ungefähr 25 Jahren ist der Solothurner durch Kollegen zum Squash Sport gekommen. Seitdem kann er sich nicht vorstellen, ohne den schnellen Ballsport zu leben. «Ich bin ballsportverliebt.» Momentan spielt er in der Nationalliga B für Bern die Meisterschaft und für Marin Neuenburg in der Superleague.

In der NLA hat Stofer früher für Solothurn, dann für GC gespielt. «Diese Wege sind mir nun zu lang und zudem sind in der heutigen NLA fast nur noch Ausländer, vor allem Briten.» Bei Burgdorf spielt Stofer Racketlon (Tischtennis, Squash, Tennis, Badminton), dieses Jahr pausiert er jedoch, weil er voll auf Squash setzt und keine Verletzung riskieren will.

Schwer zu lesen

Um unter den Top 5 der Welt bei den Senioren mitspielen zu können, trainiert Stofer fünf bis zehn Mal in der Woche – mindestens 50 Prozent davon alleine. An die British Open, die er als Vorbereitung auf die WM bestritten und dabei den amtierenden Weltmeister bezwungen hat, sowie an die WM selbst wurde und wird der Schweizer von einem englischen Ex-Spieler und Freund begleitet, Gareth Morgans. Er beobachtet die Spiele des Schweizers und macht mit ihm anschliessend die Spielanalyse.

Mit dem letzten Turnier ist der Engländer zufrieden, leider musste Stofer im Finale wegen einer Zerrung nach dem ersten verlorenen Satz gegen die Nummer eins seiner Kategorie aufgeben. «Ich hätte gerne gewusst, wie es ausgegangen wäre, und vor allem wüsste ich nun, wo ich stünde, da er momentan der Beste ist», bedauert der Solothurner den Finalabbruch.

Nun muss er ihn halt in Birmingham besiegen. Auf dem Weg ins Finale hat der Mann mit der genialen Schnellkraftmuskulatur unter anderem den amtierenden Weltmeister geschlagen. Die technischen Defizite sind immer noch sichtbar, allerdings sieht er dies nicht nur als Nachteil. «So kann ich mich immer noch weiter entwickeln, und für die Gegner bin ich dadurch schwer lesbar.»

Chancen auf den Titel

Damit er sich auf seinem Niveau halten kann, muss Stofer sehr viel trainieren, um das Gefühl für den Ball nicht zu verlieren, andere machen es mit der Technik. Der Inhaber der Wohn Collection Stofer AG rechnet sich durchaus Chancen auf den Titel aus.

«Wenn ich gut drauf bin, habe ich gegen jeden eine Chance auf den Weltmeister-Titel.» Falls er den Final gewinnt, wäre das eine absolute Squash-Sensation. Wir hätten erstmals einen Weltmeister. Hier gilt Squash als Randsportart im Vergleich zu England, wo es grosse Tradition hat und in jedem Dorf gespielt wird.

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