Unihockey

Deitingen löst das Ticket für die Playoffs und erreicht damit das Minimalziel

Der Deitinger Kevin Steffen setzt sich beim wichtigen Sieg im Playoff-Kampf gegen das Team Aarau gut in Szene.

Dank eines 4:1-Heimsiegs im Direktduell gegen das Team Aarau löst der TSV Unihockey Deitingen in der 1. Liga das Ticket für die Playoffs

Schon vor der drittletzten Runde war in der Gruppe 1 der 1. Liga klar, dass am Ende der Regular Season der ominöse Strich, der die Teilnehmer der Playoffs von denen der Playouts trennen wird, zwischen dem TSV Unihockey Deitingen und dem Team Aarau gezogen wird. Nur wer oben und wer unten stehen wird, das war noch nicht entschieden, weshalb der direkten Begegnung am Sonntagabend besondere Bedeutung zukam. Mit 21 Punkten auf dem Konto hatte es Deitingen in der Hand, alles klarzumachen und den 8. Platz zu festigen. Für Aarau, mit 17 Punkten auf dem 9. Zwischenrang, war es dagegen die letzte Chance, den Strichkampf mit einem Sieg nochmals spannend zu gestalten.

Als der Match mit einer halben Stunde Verspätung begann, das Spiel der U18-Mannschaft war zeitlich zu knapp angesetzt worden , schien zunächst nur Deitingen richtig parat zu sein. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor der Aarauer und das 1:0, durch Yanick Kofmel nach ziemlich genau vier Spielminuten erzielt, war absolut verdient.

Gastgeber sündigen im Abschluss

Bei der ersten Strafe gegen die Solothurner waren dann aber auch die Aarauer auf der Höhe der Aufgabe und sie glichen durch Marco Stoltenberg zum 1:1 aus. Der Match war lanciert und das Geschehen wogte hin und her. Die klareren Chancen hatten die Deitinger, die durch Thomas Bieber wieder in Führung gehen konnten.

Im Mitteldrittel versuchte es Deitingen zunächst mit geduldigem Aufbau und liess den Ball hinten herum zirkulieren. Vorne wurde aber zu wenig aus den Chancen gemacht und Aarau gelang es, wieder Hektik zu sähen. «So einer muss einfach rein», ging in der 33. Minute ein Raunen durch die mit über hundert Zuschauern gefüllte Zweienhalle, als Yanick Kofmel eine Riesenchance vergab. Es blieb spannend und plötzlich hagelte es Strafen auf beiden Seiten. Die Überzahlsituationen wechselten im Minutentakt hin und her. Spannung pur – aber weitere Tore fielen keine.

Der vorentscheidende Energieanfall

Das änderte sich schlagartig im letzten Drittel. Thomas Bieber setzte sich mit einem Energieanfall durch und schoss herrlich das 3:1. Als Yanick Kofmel in der 48. Minute das Tor zum 4:1 gelang, musste Aarau alles riskieren, aber Deitingen liess nichts mehr anbrennen. Dominic Studer konnte drei Minuten vor Schluss einen Penalty nicht verwerten. Die letzten zwei Minuten spielte Aarau ohne Goalie, doch der Anschlusstreffer gelang nicht mehr. «Natürlich sind wir enttäuscht, wir wollten uns für die Playoffs qualifizieren», fasste Trainer Michael Hafner die Aarauer Gefühlslage zusammen. «Aber wir müssen anerkennen, dass der Gegner heute besser war und verdient gewonnen hat.»

Zufrieden waren die Deitinger, aber die Freude war nicht gerade überschwänglich. «Wir haben mit dem achten Platz unser Minimalziel erreicht», fasste Trainer Matthias Roth die bisherige Saison zusammen. Beim Start hatte er mit dem vierten Rang die Latte bewusst (etwas zu) hoch gelegt. «Nun sieht es danach aus, als ob wir in der ersten Playoff-Runde gegen Konolfingen antreten dürften. Das ist eine sehr starke Mannschaft, die uns aber liegt. Gegen Konolfingen haben wir noch in jeder Saison mindestens einmal gewonnen.»

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