FC Solothurn

Das Team zusammenzuhalten, war das Hauptziel von Sportchef «Bidu» Zaugg

Nach mehr als zehn Saisons bei der ersten Mannschaft des FC Solothurn tritt Marc Du Buisson wegen seines Studiums kürzer.

Nach mehr als zehn Saisons bei der ersten Mannschaft des FC Solothurn tritt Marc Du Buisson wegen seines Studiums kürzer.

Das Kader des FC Solothurn erfährt auf die neue Saison hin nur punktuelle Änderungen. Der gewichtigste Abgang ist der von Captain und Abwehrchef Marc Du Buisson. Dafür kommen Verteidiger Daniel Mzee und Mittelfeldspieler Shpetim Arifi vom FC Langenthal.

Der FC Solothurn hat den Trainingsbetrieb genau vor einem Monat wieder aufgenommen. Der Formstand der Ambassadoren wird bereits eine Woche vor dem Saisonauftakt vom 15. August in Goldau auf die Probe gestellt, weil die Qualifikation für die erste Hauptrunde im Schweizer Cup 2020/21 wegen Terminschwierigkeiten der Swiss Football League angepasst werden musste. Die Stadionelf tritt am 8. August bei Zug 94 an. Der Sieger ist direkt für die erste Runde qualifiziert. Diese wird am 29. August ohne Beteiligung der Proficlubs ausgetragen.

Das Hauptziel von Sportchef Hans-Peter Zaugg war es, die Mannschaft nach der abgebrochenen Meisterschaft 2019/20 zusammenzuhalten. Der Vertrag mit Trainer Jürg Widmer wurde um zwei Jahre verlängert. «Das gibt Kontinuität», sagt der Berner.

Was die Spieler angeht, hat der FC Solothurn einen gewichtigen Abgang zu verkraften: der langjährige Captain Marc Du Buisson zieht sich nach elf Jahren vom Leistungssport zurück. «Ich kam als 16-Jähriger in die erste Mannschaft, jetzt wurde mir der Aufwand auf diesem Niveau zu hoch», sagt der Routinier.

Im September beginnt er sein letztes Studienjahr an der Uni Bern zum Sportlehrer; mit mehr Praktika führt dies zu Terminkollisionen. Dem FCS geht diese Teamstütze jedoch nicht verloren. «Neu wird eine zweite Mannschaft in der 5. Liga gebildet und dort will ich mithelfen», sagt der 27-Jährige.

Ein Neuer und ein Rückkehrer vom FC Langenthal

Als Ersatz für Verteidiger Marc Du Buisson verpflichtete Sportchef «Bidu» Zaugg Daniel Mzee. Der 23-jährige schweizerisch-kenianische Doppelbürger wurde bei den Young Boys ausgebildet und spielte seit September 2017 beim FC Langenthal. Von den Oberaargauern kehrt zudem Mittelfeldspieler Shpetim Arifi nach seinem einjährigen Abstecher zum FCS zurück.

Nach seinem einjährigen Abstecher kehrt Mittelfeldspieler Shpetim Arifi zum FC Solothurn zurück.

Nach seinem einjährigen Abstecher kehrt Mittelfeldspieler Shpetim Arifi zum FC Solothurn zurück.

Nicht mehr dabei sind Marco Carubia, auf die abgebrochene Rückrunde von Langenthal gekommen, und Michele Scioscia, der von Zofingen zu den Solothurnern stiess. Wegen seiner Dauerverletzung ist Edonis Asani ausgeschieden.

Gemäss der Philosophie des FC Solothurn, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, wurde neu eine Fördergruppe gegründet. «Diese wird ebenfalls von Widmer trainiert, wobei diese Extraeinheiten am Dienstagmittag und Sonntagmorgen nicht zusätzlich entschädigt werden», hält Zaugg fest.

Die Fördergruppe bestehend aus interessanten, jungen Spielern, die nicht fest zum Kader zählen, ermöglicht es dem Trainer in den Trainings, idealerweise mit 20 Feldspielern und den beiden Torhütern Colin Bähler und FC Bern-Rückkehrer Tim Wagner zu arbeiten. Apropos Torhüter: Während Remo Kilchhofer zurück zu YB geht, wird für Valerio Zbinden eine Lösung in der 2. Liga gesucht.

Aus der Fördergruppe wurden schon fünf Spieler nachgezogen: Fabio Bruni (18; bisher CCJLA), Samuele Castiglione (17), Noah Gräf (17), Jano Loosli (18; alle U18 mit Concordia Basel) und David Stuber (18; Xamax U21). Derzeit absolviert Robin Müller in Wangen an der Aare die Rekrutenschule – ohne Trainings. Weil mit ihm 19 Feldspieler zum Team gehören, hat es Platz für jeweils zwei FG-Mitglieder. Offen ist die Verfügbarkeit von Noel Anderegg, der im September sein Elektrotechnik-Studium an der ETH in Zürich aufnimmt.

«Besser abschneiden als letzte Saison»

Nach der jüngsten intensiven Trainingsphase wird die Intensität aktuell etwas reduziert. «Es fehlte uns die Spritzigkeit», sagt Zaugg. Bisher konnten sechs Tests abgewickelt werden, mit je zwei Doppelspielen gegen Naters (2:2) und Thun Berner Oberland II (0:1) und Sursee (3:2) und Kölliken (5:0), dazwischen Köniz (1:0). Letzten Samstag resultierte in Münsingen ein 1:1. Gegen Zofingen (25. Juli), in Grenchen (28. Juli), gegen Breitenrain (31. Juli) sowie zwischen Zug und Goldau gegen Schöftland (11. August) wird weiter verfeinert. «Die Doppelspiele wurden angesetzt, damit alle Spieler am gleichen Wochenende zu Einsätzen kommen», erläutert Zaugg.

«Unsere Zielsetzung für diese Saison lautet, besser abzuschneiden als in der letzten und möglichst mit den Top-Teams Baden, Biel, Delsberg, Wohlen und den U21-Teams von den Grasshoppers sowie Luzern mitzuhalten», ordnet der Sportchef ein. «Wir haben weiterhin eine junge Mannschaft, wollen mit ihr aber eine interessante Rolle spielen – dank einem Jahr mehr Erfahrung und einem guten Mix mit sogenannten Key-Playern», bleibt Zaugg realistisch.

Der in der Super League erprobte Marco Mathys hängt eine weitere Saison beim FC Solothurn an.

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