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Das Leben geht in Grenchen seinen gewohnten Gang

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Marcel Bolliger, nutzte die Gelegenheit an der Grenchner Messe mia, um den Kontakt mit den Sponsoren zu pflegen – wie hier mit Sonja Hofstetter. Hans Peter Schläfli

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Marcel Bolliger, nutzte die Gelegenheit an der Grenchner Messe mia, um den Kontakt mit den Sponsoren zu pflegen – wie hier mit Sonja Hofstetter. Hans Peter Schläfli

Von Anfang an war für Wacker klar, dass es in der 2. Liga inter schwierig wird, da mit viel Geld Spieler angeworden werden: Wacker kann und will nicht mitmischen. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung Marcel Bolliger, geht nun der Basisarbeit nach.

Nach nur einer Saison steht für Wacker Grenchen der Abstieg aus der 2. Liga inter schon vor dem letzten Heimspiel am Samstag gegen Alle (Anstoss 18 Uhr) bereits fest. «Das Leben geht seinen normalen Gang», zieht Marcel Bolliger, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, eine erste Bilanz. «Wir haben es mit unseren eigenen Spielern versucht und es war von Anfang an klar, dass es schwierig wird. Wacker gehört eben mit seiner Vereinsstruktur in die Solothurner 2. Liga. In der 2. Liga inter werden bereits Spieler mit viel Geld angeworben. Da kann und will Wacker nicht mitmischen.»

Kontakt mit Sponsoren pflegen

Die Weichen sind gestellt: Trainer Pasqualino Gaudiero wird auch nächste Saison die Verantwortung tragen. Zeit deshalb für Basisarbeit: Marcel Bolliger nutzt derzeit die Gelegenheit, an der Grenchner Messe mia den Kontakt mit den Sponsoren zu pflegen. «Wir unterhalten eine sehr grosse Nachwuchsbewegung. In die Junioren investieren wir viel Geld und da sind wir auf eine breite Unterstützung aus dem Grenchner Gewerbe angewiesen», sagt Bolliger, der selber ein KMU führt.

Scheitern war vorgezeichnet

Vor einem Jahr wollte die Mannschaft unbedingt aufsteigen und die Vereinsleitung gab dem Drängen nach, obwohl sie die Problematik der 2. Liga inter bereits kannte. «Wir sind aus der 3. Liga direkt durchmarschiert und die Spieler wollten nach Oltens Verzicht die Herausforderung annehmen. Obwohl wir von der Vereinsleitung ja schon schlechte Erfahrungen in dieser undankbaren Klasse gemacht hatten, mussten wir der Mannschaft den Wunsch schweren Herzens erfüllen.»

Gut ausgebildete Junioren

Nach einem vergleichbaren Abstieg 2007 verliessen sehr viele Spieler den Verein. Ist das wieder zu befürchten? «Wenn man während eines Jahres fast immer verliert, dann geht die Stimmung kaputt. Der eine oder andere will jetzt vielleicht in eine höhere Liga wechseln und es ist auch damit zu rechnen, dass der eine oder andere aufhören oder nur noch zum Plausch in der 4. Liga spielen will», ist Bolliger realistisch. «Wir haben aber den Vorteil, dass wir gut ausgebildete Junioren haben, die wir jetzt nachziehen werden. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir nächste Saison in der Solothurner 2. Liga eine gute Figur abgeben werden.»

Nachwuchsarbeit im Brennpunkt

Wenn das Gespräch auf die Grenchner Nachwuchsförderung kommt, dann lässt Marcel Bolliger seinem Ärger freien Lauf: «Vor einem Jahr sind die Gruppierungspartner Italgrenchen, Fulgor und Bettlach mit dem FC Grenchen zusammengekommen und man hat Wacker dazu bewogen, auch wieder in der Gruppierung mitzumachen. Und jetzt will der FC Grenchen schon wieder den Alleingang versuchen. Das gibt mir schwer zu denken. Zusammen könnte man in der Nachwuchsförderung doch viel mehr erreichen.»

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