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Cup-Aus für den FC Solothurn nach der 0:3-Niederlage gegen den FC La Chaux-de-Fonds

Der HC La Chaux-de-Fonds gewinnt nicht wirklich überraschend gegen den FC Solothurn und zieht somit in die Hauptrunde des Schweizer Cups 2016 / 2017 ein. Matchwinner auf Seiten der Neuenburger war Doppeltorschütze Pedro De Melo.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn kämpft heute um den Einzug in die Hauptrunde des Schweizer Cups 2016 / 2017 (Archivbild).

Der FC Solothurn kämpft heute um den Einzug in die Hauptrunde des Schweizer Cups 2016 / 2017 (Archivbild).

Hans Peter Schläfli

La Chaux-de-Fonds als Leader der Gruppe 1 erwies sich zu stark für Solothurn. Die Differenz wurde nicht nur an der unterschiedlichen Ausbeute der beiden Offensivabteilungen ersichtlich. Die Neuenburger wirkten spielerisch-technisch weiter, reifer, solider und eingespielter. Die Solothurner zeigten sich wohl bemüht, versteckten sich nicht und versuchten sich einzubringen. Diese Eigenschaften genügten nicht. Die fehlende Genauigkeit im Kurzpass-Spiel wie in den Flanken verhinderte viel Gutgemeintes. Gegen eine gut und konzentriert stehende Abwehr bräuchte es mehr Übersicht, Koordination und Verständnis. «Uns fehlt die Kaltblütigkeit, der ‹Knipps’ und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen», sprach FCS-Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg die Mängel an. Beispiel war die Szene in der 53. Minute: Stauffer preschte rechts vor, spielte Veronica zentral an, der den Ball zu Zayas spritzen liess, aber dessen Schuss das Ziel knapp verfehlte.

«Für uns lief es längere Zeit nicht schlecht»

«Wir hätten ein Tor zu unserer Führung gebraucht, um eine Chance zu haben», sagte Zaugg. Auf dem Feld sah dies vor dem ersten Verlusttor wie folgt aus: Der aus seinem Strafraum eilende heimische Hüter Martinovic konnte den Ball vor dem heran stürmenden Stauffer weg dreschen (55.). Auf der Gegenseite erlief sich De Melo links einen langen Ball und platzierte ihn ungehindert gegen den aus seinem Tor kommenden Wagner zum 1:0 (56.). Für den Dreimann-Sturm Stauffer-Veronica-Zayas wurde es danach noch schwieriger, sich ins Szene zu setzen. Sie brachten zuwenig Durchschlagskraft auf.

«Für uns lief es längere Zeit nicht schlecht mit guten und weniger guten Phasen und am Schluss fiel der verdiente Sieg für La Chaux-de-Fonds zu hoch aus, weil wir mehr Risiko nahmen», fasste Zaugg zusammen. In der 84. Minute avancierte De Melo zum Doppeltorschütze, nachdem er eine Flanke Epitaux’ von rechts direkt zum 2:0 versenkte. Vier Minuten später nützte Wüthrich einen Abpraller zum Endstand. «Wagner machte seine Sache bei seinem ersten Ernstkampf ok, während Nastoski fehlte, kann er einerseits das Spiel beruhigen und anderseits schnell machen; die Einwechslungen bewirkten jedoch nicht das, was wir erhofften», so Zaugg zu den personellen Änderungen.

Wie hart dieser Cup-Fight umkämpft war, zeigte die 27. Minute. Hunziker säbelte Huguenin vor der einheimischen Spielerbank um. Der Neuenburger trat rotwürdig nach, sanktioniert wurde jedoch nur der Solothurner mit Gelb. Das folgende Handgemenge zog noch drei gelbe Karten wegen Unsportlichkeiten (Fleury, Epitaux und Lo Vacco) nach sich.

La Chaux-de-Fonds – Solothurn 3:0 (0:0)

Centre Sportif de la Charrière. – 350 Zuschauer. – SR Bannwart. – Tore: 56. De Melo 1:0, 84. De Melo 2:0, 88. Wüthrich 3:0.

La Chaux-de-Fonds: Martinovic; Schmid, Epitaux, Pretot, Hugenin; Ferhatovic; Coelho (86. Adjei), Lo Vacco (77. Grossenbacher), Tosato (68. Szlykovicz); Wühtrich, De Melo.

Solothurn: Wagner; Disler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Hunziker, Fleury (82. Osaj); Kohler (46. Csima), Stauffer, Tan (46. Veronica); Zayas.

Bemerkungen: Chaux-de-Fonds ohne Bonnet (verletzt), Massari (Familie), Matukanga und Mokou (beide nicht aufgeboten). So­lo­thurn ohne Jeffrey Grosjean, Büchli, Duah (alle verletzt), Nastoski (krank), Rihs und Kopp (beide Junioren). Ernstkampf-Debüt von Tim Wagner im Tor. – Ver­war­nun­gen: 27. Hunziker (Foul), Fleury, Epitaux und Lo Vacco (alle Unsportlichkeiten), 50. Schmid, 62. Wüthrich, 64. Csima (alle Foul). ­– Eckbälle: 4:1 (1:4).

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