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Besser, aber noch nicht gut genug: Der TV Solothurn unterliegt bei Aufsteiger Kreuzlingen

Rados Dukanovic und der TV Solothurn müssen zum fünften Mal in Folge ohne Punkte das Feld verlassen.

Rados Dukanovic und der TV Solothurn müssen zum fünften Mal in Folge ohne Punkte das Feld verlassen.

Die Niederlagenserie des TV Solothurn hält auch gegen Kreuzlingen an. Trotz Pausenführung und spielerischen Vorteilen müssen sich die Solothurner dem Aufsteiger mit 29:33 beugen.

Der TV Solothurn reiste unter schlechten Vorzeichen in die Ostschweiz. Verletzungssorgen auf der Torhüterposition und ein dünn besetzter Rückraum verhiessen in der aktuell schwierigen Situation nichts Gutes. Dennoch starteten die Gäste mit viel Schwung in die Partie.

Nach knapp neun Minuten war der TVS mit zwei Toren in Front. Nach zwei Zeitstrafen und der Führung für Kreuzlingen kurzfristig zurückgebunden, meldete sich Solothurn in der Folge mit der stärksten Phase zurück. Bis zur 20. Minute (13:11) konnten die Ambassadoren das Spiel wieder zu ihren Gunsten wenden. Und die Zweitore-Führung hatte bis zur Pause Bestand.

Torhüterwechsel dreht die Partie

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gäste aus Solothurn die Partie recht souverän. Sogar in Unterzahl vermochten sie den Vorsprung zu verwalten und führten teilweise sogar mit drei Toren Unterschied (35. Minute / 21:18).

Doch just als es so schien, als könnte es dem TV Solothurn auf der Siegestrasse endlich wieder gefallen, schlichen sich im Angriff Fehler ein. Nach einer überschaubaren Haltequote von 22 Prozent wechselte Kreuzlingen Torwart Beco Perazic aus und brachte den brasilianischen Schlussmann Joao Victor Perez Feliciano. Und dieser dankte das Vertrauen seines Trainers mit einer Glanzleistung.

Nahezu jeden zweiten Schuss der Solothurner hielt der 30-Jährige. Wobei sich die Truppe von Trainer Jürg Lüthi auch selber an der Nase nehmen muss, denn über ein halbes Dutzend der Würfe, die Perez Feliciano hielt, waren Abschlüsse alleine vor dem Torwart. Also eigentlich Pflichttreffer. Und wie es im Sport so ist: Wer die Tore nicht macht, der kriegt sie.

Wichtige Spiele gegen direkte Konkurrenz

Langsam aber stetig setzten sich die Ostschweizer ab der 40. Minute ab. Zwar verzeichneten sie nach wie vor viele technische Fehler, da jedoch der TVS auf der anderen Seite gleich reihenweise verschoss, reichte Kreuzlingen eine durchschnittliche Leistung, um sich die zwei Punkte zu sichern.

Diese weitere Niederlage – mittlerweile die fünfte in Folge – spült den TV Solothurn nach neun gespielten Runden mitten in den Abstiegskampf. Drei Punkte trennen den TVS vom Strich, nur vier Punkte Abstand sind es auf das letztplatzierte Chênois. Somit werden die nächsten fünf Begegnungen bis zur Weihnachtspause bereits so etwas wie Schicksalsspiele.

Denn vier der Gegner – Biel, Steffisburg, Birsfelden und Wädenswil/Horgen – sind direkte Konkurrenten am unteren Ende der Tabelle. Und in diesen Spielen entscheidet sich auch, ob der TV Solothurn in der zweiten Saisonhälfte weiterhin gegen den Abstieg spielt, oder ob er sich wieder gegen oben orientieren kann.

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